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24.03.1995

10,4-Zoll-Display bald Standard Die neuen tragbaren Rechner bieten nahezu Desktop-Leistung

MUENCHEN (CW) - Jeder PC-Hersteller, der etwas auf sich haelt, bietet auch dem mobilen Anwender eine DV-Loesung. Notebooks sind weiterhin gefragt und verlieren allmaehlich auch die anfaenglichen Schwachstellen wie kurze Betriebsdauer, hohes Gewicht oder schmalbruestige Prozessoren, wie die juengsten Angebote beweisen.

Toshiba bringt - nach IBM - mit dem "Satellite Pro T2150CD" nun ebenfalls ein Notebook mit integriertem CD-ROM-Laufwerk. Angetrieben von einem 486DX4-Prozessor mit 75 Megahertz Taktfrequenz wiegt der Kleine inklusive 500-MB-Festplatte rund sieben Pfund. Den Farbbildschirm mit 10,4-Zoll-Diagonale gibt es als Aktiv- oder Passiv-Matrix-Ausfuehrung. Toshiba rechnet mit Strassenpreisen um die 5000 Dollar fuer das Geraet mit dem besseren Bildschirm. Die Passiv-Matrix-Version soll 1000 Dollar billiger werden.

Power-PC-Portabler nur fuer Softwerker

Toshiba bietet fuer den T2150CD keine Andockstation, aber einen Port-Replikator an. Zwei PCMCIA-Slots vom Typ II, ein externes Floppy-Laufwerk und Nikkel-Metall-Hydrid-Batterien (Betriebsdauer zwischen 2,5 und vier Stunden) sind weitere Merkmale. An Software werden DOS, Windows for Workgroups oder Windows 3.1 sowie Hilfsprogramme mitgeliefert.

Die IBM kontert das Angebot mit einer neuen Klasse von Notebooks, die mit dem Power-PC 603 (75 Megahertz Taktfrequenz) arbeiten. Die "Power-Series 800" - versehen mit dem Thinkpad-Aufkleber - wird derzeit im Rahmen einer paneuropaeischen Aktion allerdings nur an Software-Entwickler und andere ausgesuchte Kundschaft geliefert. Der Tragbare verfuegt ueber eine PCMCIA-Schnittstelle, TFT-Display, CD-ROM-Laufwerk und PCI-Bus. Eine Videokamera soll sich ebenfalls anschliessen lassen.

Digital Equipment stellte mit "Hi-Note" und "Hi-Note Ultra" die ersten selbstentwickelten Notebooks vor, die mit Festplatten von 120 bis 340 MB Kapazitaet bestellt werden koennen. Die Ultra-Version verfuegt neben einer PCMCIA- auch ueber eine Infrarot-Schnittstelle fuer die kabellose Datenuebertragung zum Desktop oder Drucker.

Samsung und AST vorerst noch getrennt

Compaq hat die "LTE-Elite"-Familie aufgewertet und allen Geraeten Intels 486DX4-CPU mit 75 Megahertz, einen Koprozessor und 8 MB RAM (auf 32 MB erweiterbar) eingepflanzt. Die beiden Notebooks "4/75CXL" aus dieser Reihe verfuegen erstmals auch ueber ein TFT- Display mit 10,4-Zoll-Diagonale. Die Festplattenkapazitaeten reichen von 340 MB bis 810 MB, das Netzteil ist wieder im Geraet integriert und haelt das Gewicht bei maximal 3,8 Kilogramm. Die Akkus sorgen fuer eine Betriebsdauer von bis zu fuenf Stunden.

Aus der neuen Verbindung zwischen der Samsung Electronics Co. Ltd. und der AST Research Inc. werden noch in diesem Jahr erste gemeinsam entwickelte tragbare Rechner vorgestellt werden. Die Koreaner, denen die gut 40prozentige Beteiligung an AST 378 Millionen Dollar wert war, arbeiten derzeit an einem Notebook, das unterschiedliche Batterietypen verwenden kann und innerhalb der naechsten sechs bis neun Monate marktreif sein soll.

Bis dahin bietet Samsung mit "Sens 800" Pentium-Notebooks an, die es mit 75, 90 oder 100 Megahertz Taktfrequenz gibt. Fuer rund 4500 Dollar erhaelt der Kunde Multimedia-Funktionalitaet, maximal eine 540-MB-Festplatte, 8 MB RAM (auf 40 MB erweiterbar) und ein 10,4- Zoll-TFT- oder DSTN-Display.

AST will das auf der CeBIT hinter verschlossenen Tueren gezeigte "Ascentia-950"-Notebook innerhalb der kommenden zwei Monate ausliefern. Ein Pentium mit 75 Megahertz ist als CPU vorgesehen, die Festplattenkapazitaeten reichen bis zu 1 GB. Der Preis steht noch nicht fest.

Ein Leckerbissen auf dem mobilen Sektor kommt aus den USA: Die Aquiline Inc. aus Troy im Bundesstaat New York entwickelte mit der "X"-Serie ein Notebook, dessen Floppy-Laufwerk gegen Extrabatterien, TV-Tuner oder ein MPEG-Modul ausgetauscht werden kann. Intels 75- oder 100-Megahertz-Pentium treibt den Rechner an, der auch ueber ein CD-ROM-Laufwerk verfuegt.

Als Farbbildschirm kann zwischen einem Passiv-Matrix-Display mit 10,5 Zoll oder einem Aktiv-Matrix-Monitor mit 10,4 Zoll gewaehlt werden. Im Mai will Aquiline ein solches Display mit einer Diagonale von elf Zoll und einer Aufloesung von 1024 mal 768 Pixel anbieten. 8 MB RAM

(auf 64 MB ausbaufaehig), 540-MB-Festplatte (auch 1 GB moeglich) sowie zwei PCMCIA-Slots vom Typ II sind weitere Merkmale der X- Notebooks, die in den USA ab 4000 Dollar zu haben sind. Bezugsquellen fuer Deutschland waren nicht zu erfahren.