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25.09.1987 - 

Schüler im Alpenstaat zeigen Interesse, keine Euphorie:

1000 neue Computer für Österreichs Schulen

WIEN (apa) - Tausend Schulcomputer für den Informatikunterricht an den AHS wird das Unterrichtsministerium noch im laufenden Wintersemester anschaffen. Die Ausschreibungsfrist für die Schulcomputer endet 1n dieser Woche. Für die Anschaffung sind rund 30 Millionen Schilling budgetiert.

Die neuen Schulrechner sollen teils die Geräteausstattung für den Informatikunterricht verbessern, 300 Computer sollen auch unterstützend in den Unterrichtsfächern Darstellende Geometrie, Chemie und Physik eingesetzt werden, erfuhr die APA aus dem Unterrichtsministerium. Derzeit stehen an Österreichs allgemeinbildenden Mittelschulen 1800 Personal Computer. Mit der Neuanschaffung wird die Anzahl der Computerarbeitsplätze pro Schule von durchschnittlich 6 auf 9 steigen. Vor rund zweieinhalb Jahren mußte das Unterrichtsministerium rund t 60 Millionen Schilling aufwenden.

Die Ausbildung der Lehrer für den Informatikunterricht, der vor zwei Jahren als sogenannte "verbindliche Übung" - mit der Wahlfreiheit der Notengebung durch den Schüler - eingeführt wurde, hat Fortschritte gemacht, heißt es im Unterrichtsministerium. War zum Start ein Informatiklehrer pro Schule das Ziel, so dürfte es derzeit drei bis vier ausgebildete Informatiklehrer geben. Die Dauer der Lehrerausbildung wurde von anfänglich 80 Stunden auf fünf bis sechs Wochen als Minimalerfordernis in manchen Bundesländern ausgeweitet. Im soeben begonnenen Schuljahr löst an den AHS der Freigegenstand Informatik den bisherigen Freigegenstand EDV ab den 6. Klassen bis zur Matura ab.

Eine schriftliche Umfrage des Pädagogikinstituts der Universität Graz bei knapp 700 Schülern an 15 steirischen AHS ergab, daß die Schüler dem neuen Unterrichtsmedium wohl reges Interesse entgegenbringen, jedoch dem Computer kritisch-realistisch gegenüberstehen. Von "Computereuphorie" könne jedenfalls keine Rede sein.

Der Analyse zufolge, die rund zwei Jahre nach der Einführung des Informatikunterrichts an den österreichischen AHS bei nahezu 20 Prozent der steirischen Informatikschüler durchgeführt wurde, können sich die Befragten einen verstärkten Computereinsatz im Unterricht in fächerübergreifender Weise vorerst nicht vorstellen. Es wird jedoch eine großzügigere Ausstattung aller österreichischen Pflichtschulen mit Computern verlangt. Schließlich war aus der Umfrage die Forderung herauszulesen, den Informatikunterricht nicht mit Programmierkenntnissen und Fachbegriffen zu überlasten und ihn damit allzu technisch auszurichten.