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26.06.1998 - 

Remote Access in der Praxis

10000 Mitarbeiter greifen auf das Siemens-Netz zu

Im Laufe der letzten drei Jahre hat Siemens ein deutschlandweites Projekt verwirklicht, das über 10 000 Mitarbeitern den Fernzugriff auf die Netze der verschiedenen Standorte ermöglicht. In der Regel handelt es sich dabei um mobile Angestellte, die sich mit ihren Notebooks in das Firmen-Network einwählen, erzählt Norbert Füß, bei Siemens im Bereich Business Services Projektleiter für den Bereich LAN und Remote LAN.

"Durch den transparenten TCP/IP-Zugang stehen uns alle Applikationen im Netz offen, die dieses Protokoll unterstützen", erläutert Füß. In erster Linie handelt es sich bei den Anwendungen um E-Mail, es sind aber auch File-Zugriffe oder Datenbankabfragen möglich. "Daneben nutzen wir die Lösung für die remote Administration", ergänzt der Siemens-Mann: "Sollte irgendein Problem auftauchen, kann man sich bequem von zu Hause aus einwählen und nach dem Rechten sehen."

Der Zugriff auf das Firmennetz erfolgt über analoge Modems, ISDN und GSM in Remote-Access-Router von Shiva, als Clients auf den Arbeitsplatzrechnern unterstützt die Lösung Windows für Workgroups, Windows 95 und NT. Die Entscheidung zugunsten der Shiva-Lösung beeinflußten mehrere Faktoren: Zum einen ist laut Füß ein solches System offenen Lösungen in puncto Performance überlegen. "In der Größenordnung unserer Fernzugriffe kann eine Lösung unter NT nicht mehr ganz mithalten", bringt der Projektleiter es auf den Punkt. Andererseits spielte aber auch die Integration in die bestehende IT-Umgebung eine wichtige Rolle. Das Shiva-Produkt war zu Beginn des Remote-Access-Projektes bei Siemens seiner Auskunft nach das einzige, das Windows für Workgroups auf der Client-Seite unterstützte.

Bei der in Lohne ansässigen Roßberg Holding, einem Zusammenschluß mehrerer Firmen, ist Teleworking ebenfalls noch nicht realisiert. Das Unternehmen nutzt aber seit etwa einem Jahr eine offene RAS-Lösung von ITK auf Basis von Novells Netware, um mehrere Standorte miteinander zu verbinden. Eine Anbindung über Mietleitungen oder Frame Relay rechnet sich für das Unternehmen nicht, da dafür der Datenfluß zwischen den einzelnen Standorten zu gering ist.

Die leichtere Konfiguration, eine größere Flexibilität und die einfachere Integration in das im Unternehmen eingesetzte Netz-Betriebssystem Netware 4.1 sprachen nach Angaben von Johannes Niehaus, Gesamtleiter EDV bei der Roßberg Holding, für eine standardbasierte Lösung. Auch in puncto Administration gab es ein gutes Argument: Die RAS-Komponenten können über die Novell Directory Services (NDS) problemlos mitverwaltet werden.

Derzeit nutzen die einzelnen Standorte die Verbindung vor allem dazu, über "Groupwise" miteinander zu kommunizieren und Konstruktionszeichnungen sowie Daten für die Finanzbuchhaltung untereinander auszutauschen. Ferner erledigt Niehaus mit Hilfe des Remote Access Wartungs- und Servicearbeiten in den Außenstellen von der Zentrale aus.