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01.08.1975 - 

Modell 12 erweitert IBM's System3-Familie

12 Schirme, 90 Mio-Platte

Als "Wachstum modell des Systems/3" hat IBM das Modell 12 angekündigt (siehe CW-Nr 30 vom 25. 7. 1975), das sowohl für Stapel- als auch für Direktverarbeitung in Unternehmen eingesekt werden soll, für die das Leistungsangebot des 3/8 nicht ausreichend und das des 3/15 überdimensioniert ist. Gerade gegenüber dem Modell 8 fällt anderen Herstellern die Argumentation leicht Hardware-Beschränkungen wie eine maximale Plattenkapazität von 10 Millionen Bytes und die Diskette als einziges Datenerfassungsgerät bieten genug Angriffsflächen für die Mitbewerber Burroughs, Honeywell Bull, ICL, Nixdorf, Singer und Univac - um nur die wichtigsten zu nennen -, die sich mit leistungsfähigen kleineren Systemen um Aufträge von MDT-Aufsteigern und Erstanwendern bemühen Beweis für die - wie Insider hart formulieren - verfehlte Modellpolitik des Marktführers seien die beachtlichen Erfolge der IBM-Konkurrenz in einem Marktsegment, das immer noch Zuwachsraten aufweist, - im Gegensatz zu Anlagen mittlerer Größenordnung.

STUTTGART - Das Modell 12 ist nunmehr das kleinste IBM-System, an das die 3340-Platteneinheiten angeschlossen werden können, die immerhin eine Speicherkapazität von rund 91 Mio. Bytes bieten. Die Zentraleinheit verfügt über einen Mosfet-Hauptspeicher (Metal Oxide Semiconductor Field Effect Transistor) in Ausbaustufen von 32, 48 und 64 K und ermöglicht eine Parallelverarbeitung in zwei Programmebenen sowie Multitasking im Rahmen der Datenfernverarbeitung.

Über einen lokalen Adapter können bis zu zwölf 3270-Bildschirme oder Druckstationen 3284, 3286 und 3288 direkt an die Zentraleinheit angeschlossen werden. Die Systemsteuerung erfolgt durch die Ein-/Ausgabe-Schreibmaschine, die Disketten-Station 3741 oder - alternativ - über Lochkarten. BSC- oder IC-Adapter erlauben es, das neue "Mittel-Modell der /3-Familie als Konzentrator in einem Kommunikationsnetz einzusetzen. Darüber hinaus kann das Modell 12 auch als intelligentes Terminal für andere Systeme/3 oder 370-Anlagen arbeiten. Für den Neuling ist das geringfügig modifizierte Betriebssystem des Modells 8 verfügbar, so daß Aufwärtskompatibilität innerhalb der System/3-Familie besteht, - durchaus keine Selbstverständlichkeit bei Ankündigungen der IBM.

Programmiersprachen für das jüngste IBM-Produkt sind RPG II, Cobol und Fortran.

Teil des Betriebssystems ist eine Spoolfunktion, die aufbereitete Zeilen vor dem Drucken auf Magnetplatte auslagert. Dadurch soll die Turnaround-Zeit bei der Jobverarbeitung verkürzt werden, weil die CPU unabhängig von der Ausgabe arbeiten kann.

Während beim System/3-8 zusätzliche Bildschirme nur über Mehrkosten einer Steuereinheit zu realisieren waren, was die "Terminalfähigkeit" des Systems stark einschränkte, ist das neue Modell 12 von vornherein auch als Dialog- und Auskunftssystem ausgelegt, wozu auch die Ausstattung mit entsprechender Platten Kapazität Voraussetzung ist.

Konkurrenz gibt es genug.