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02.09.1994

13. Weltcomputerkongress in Hamburg Informatiker schultern Last der neuen Informationsgesellschaft

HAMBURG (gh) - "Informatics meets Telecommunications" - so lautete sinngemaess das Motto des 13. Weltcomputerkongresses, der erstmals seit 1962 wieder in der Bundesrepublik stattfand. Das Zusammenwachsen von Computer- und TK-Techniken zu umweltschonenden Telematikdiensten duerfte, darin waren sich die meisten der rund 1000 Teilnehmer einig, zum Innovationsthema schlechthin der kommenden Jahre werden.

Bis mit Hilfe der "Umweltinformatik" erste Fruechte in Form konkreter Anwendungen wie Teleworking und Telelearning zu ernten sind, gilt es vor allem in Europa fuer veraenderte Rahmenbedingungen zu sorgen. BDI-Praesident Tyll Necker forderte in diesem Zusammenhang erneut einen der National-Information-Infrastructure- Initiative in den USA vergleichbaren "europaeischen Konsens" auf dem Weg in die kuenftige Informationsgesellschaft. Bis dato gebe es, so Necker, nicht einmal "einen Konsens, geschweige denn eine Absichtserklaerung zur Deregulierung der Telekommunikationsmaerkte".

Der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Heinrich von Pierer, skizzierte vor den Informatikern aus aller Welt die kuenftigen Zielsetzungen der europaeischen IT-Industrie. Man wolle und muesse "mithalten wo immer moeglich". Zudem gehe es darum, technologische Fuehrerschaft mit entsprechend kostenguenstigen Produktionsstrukturen zu verbinden. "Beste Technik zum besten Preis" sei, so der Siemens-Chef, entscheidend fuer die Konkurrenzfaehigkeit. Gleichzeitig gelte es aber, die gesellschaftlichen Auswirkungen neuer Techniken mehr denn je im Auge zu behalten.

Als deutliches Zeichen fuer die zunehmende Sensibilitaet der Politik solchen Themen gegenueber wurde allgemein die Anwesenheit von Bundespraesident Roman Herzog gewertet. Auch Herzog sprach sich in seinem Grusswort entschieden dafuer aus, ueber den Tellerrand der jeweiligen Projekte hinauszublicken. Mit den Worten: "Der Nutzen von Datenautobahnen wird erst mit ihrer Rentabilitaet erkennbar werden", unterstrich der Bundespraesident seine Forderung nach mehr anwendungsbezogenen Entwicklungen.