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12.03.1976

14 Volteile bei DV außer Haus

Wenn man lange genug über die Vorteile der Service-Rechenzentren nachdenkt, kommt man immerhin auf 14 Punkte. So lang nämlich ist die Liste, die die Obersten des Verbandes Deutscher Rechenzentren e. V. (VDRZ) zusammenstellten. Im VDRZ sind 102 Service-Unternehmen mit mehr als 200 Produktionsstätten unterschiedlicher Struktur zusammengeschlossen. Die VDRZ -Service-Rechenzentren repräsentieren etwa zwei Drittel des Gesamtumsatzes der Branche.

Wichtigstes Argument des VDRZ bei der Vertretung der Interessen seiner Mitglieder: Mehr als 90 Prozent aller ADV-Anwender (rund 800 000) werden von den Service-Rechenzentren bedient. So preist der Verband die DV außer Haus:

1. Keine ständigen Investitionsüberlegungen bei schwankender wirtschaftlicher Entwicklung des Unternehmens da der im Rechenzentrum installierte Computer nach Bedarf in Anspruch genommen werden kann.

2. Durch ersparte Investitionen gibt es keine langfristige Bindung von Betriebsmitteln.

3. Die Bereitstellung und Herrichtung von Räumen für die Installation eines eigenen Systems entfällt (Einbau von Klimaanlagen etc.).

4. Wenn die Einführungsphase von Anwendungssystemen im Rechenzentrum durch ausreichende staatliche Subventionen gefördert wird, gibt es für den Einzelanwender kaum Anlaufkosten bei der Umstellung auf die EDV, da im Rechenzentrum

a) leistungsfähige Computer vorhanden sind,

b) ausgetestete Programme für die meisten Arbeitsgebiete mit den entsprechenden Belegen und Handbüchern vorliegen,

c) erfahrene Organisatoren die Umstellung durchführen und überwachen sowie die eigenen Mitarbeiter einweisen,

d) eventuell notwendige Anpassungsprogrammierungen übernommen werden können.

5. Die Umstellung auf die EDV kann Zug um Zug erfolgen, wenn mit den Fachleuten des Rechenzentrums ein Gesamtkonzept und ein Terminplan ausgearbeitet wurden. Drücken die hohen Kosten eines eigenen Systems, kommt es oft zu einer parallelen Übernahme mehrerer Arbeitsgebiete und damit zu Unruhe und Voreingenommenheit in den Fachabteilungen.

6. Keine Gefahr der Fehlinvestitionen durch die falsche Auswahl oder Kapazitätsauslegung der Anlage, zu der es kommen kann, wenn der einzige Berater der Vertreter des Herstellers der Anlage ist.

7. Vermeidung von teuren Überkapazitäten, die sich wegen der Arbeitsspitzen nicht immer vermeiden lassen. Das Rechenzentrum fängt diese Spitzen ab.

8. Keine Einstellung, Einarbeitung und fortwährende Schulung des DV-Fachpersonals für Organisation, Programmierung und Operating, das nach kurzer Zeit schwer ersetzbare Schlüsselpositionen einnimmt. Statt dieser gefährlichen Personalabhängigkeit im EDV-Bereich besteht die Möglichkeit, das eigene Personal an den Erfahrungen der Mitarbeiter des Rechenzentrums partizipieren zu lassen.

9. Keine Gefahr der technischen Veralterung der eigenen Anlage. Rechenzentren sind aus Konkurrenzgründen gezwungen dem technischen Fortschritt auf den Fersen zu bleiben.

10. Möglichkeit der Nutzung einer breiten Palette von Standardprogramme die ausgereift und in der Praxis bewährt sind. Die Pflege und Weiterentwicklung der Programme obliegt dem Rechenzentrum .

11. Keine Mißerfolge wegen mangelnder eigener Organisationserfahrung. Experimente und Spielereien mit der EDV, beides sehr teuer können ohne exakte Überwachung kaum vermieden werden.

12. Zum Zeitpunkt der Umstellung eines Arbeitsgebietes verfügt die entsprechende Fachabteilung über klare Vorgaben, exakte Anwendungsbeschreibungen und EDV-gerechte Belege. Dieser Vorteil wird evident. wenn man sich während oder kurz nach der Umstellung einen Personalwechsel in der Fachabteilung vor Augen führt.

13. Der Einsatz eines Service-Rechenzentrums mit exakten Terminplänen führt zu einem heilsamen Zwang in den Fachabteilungen, den Arbeitsablauf und die vereinbarten Termine unter allen Umständen einzuhalten.

14. Bei der Anmietung einer eigenen Anlage kann in Zusammenarbeit mit einem Service-Rechenzentrum der Zeitpunkt so gewählt werden daß die Wirtschaftlichkeit erwiesen ist.