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08.08.1975 - 

Schüco, Bielefeld, spoolt mit GRASPVS

15 Prozent mehr Throughput

08.08.1975

BIELEFELD - Kosteneinsparungen im Hardwarebereich durch Übergang von Miete auf Leasing, Systemwechsel oder Installation von Mixed Hardware lassen sich mit Zahlen belegen. Auf der Software-Seite ist das nicht ganz so einfach - oft sogar unmöglich -, weil sich die Vorteile durch den Einsatz von Systemsoftware nicht exakt messen lassen. Die Forderung ist hier: Statt weniger Ausgaben, mehr Leistung oder - anders ausgedrückt - keine zusätzlichen Hardware-Ausgaben durch Hinausschieben von Systemerweiterungen.

Zur System-Software, die den Throughput erhöhen soll, gehört auch ein Verfahren, das durch die Pufferung von Verarbeitungsergebnissen im Hauptspeicher und auf der Magnetplatte das Zusammenspiel von CPU und Ein-/Ausgabeeinheiten verbessert. Fachterminus: Spooling.

Seit November 1973 setzt die Bielefelder Firma Schüco das Spooling-Paket Grasp der GTE Informations Systems ein, - zuerst in der Version Grasp 1, dann seit August 1973 als Version Grasp 2. Heute läuft Grasp als VS-Version auf einer 370/135 mit 384 K-Hauptspeicher. Die Peripherie des Systems umfaßt 4 Plattenspeicher IBM 3330-1 (je 100 Millionen Bytes), 4 BASF-Plattenstationen mit der gleichen Kapazität, zwei Magnetbandeinheiten 3420, UR-Peripherie und 48 Bildschirmterminals 3270 im Local- und Remote-Betrieb. Die Anlage läuft im DOS/VS, Teleprocessing Software ist BTAM/GENA.

Monatlich 25 Stunden CPU-Zeit eingespart

Bereits mit der Version Grasp 1, bei der im Ein-Partition-Betrieb nur ein Drucker gespoolt wurde, konnten monatlich 25 Stunden CPU-Zeit eingespart werden.

Als die Bielefelder sich vor vier Jahren dazu entschlossen, etwas in Richtung Systemverbesserung zu tun, forderten sie ein Spool-System mit geringem Speicherbedarf und günstiger Plattenausnutzung, da ihre TP-Anwendung, die zwischen 8 Uhr und 17 Uhr grundsätzlich Vorrang vor Batcharbeit wie Fakturierung hat, allein 280 K beanspruchte. Gefordert wurde weiter, daß mehrere logische Drucker und Leser in einem Multiprogramming-System gespoolt werden sollten. Die Alternative zu Grasp wäre das kostenlose IBM-Programm Power gewesen. Auf die Frage, ob die monatlichen Kosten von 1651 Mark - soviel beträgt die Miete für Graspvs wie es bei Schüco benutzt wird - antwortet Elsing: "Das lBM-Spooling-Programm benötigt bei gleicher Performance um 30 K mehr Hauptspeicher." Hinzu komme, daß bei Power kein Drucker-Frühstart möglich ist. Grasp dagegen sorgt für simultanes Ausdrucken, der Druckvorgang beginnt fast gleichzeitig mit der Verarbeitung des Programmes. So bringt - wie Benchmarks beim Grasp-Hersteller gezeigt haben, - der Einsatz von Graspvs einen um durchschnittlich 27 Prozent besseren Systemdurchsatz als Power/VS.

Drei Phantomdrucker

Gespoolt werden bei Schüco drei sogenannte "Phantomdrucker", (Plattenbereiche, auf denen Druck-Ergebnisse zwischengespeichert werden), die auf einem physischen Drucker abgearbeitet werden. Eine Änderung der Anwendungsprogramme ist nicht erforderlich, darüber hinaus verfügt Grasp über eine automatische Formulareinstellroutine, die durch zusätzliche Steuerkarten oder vom Anwendungsprogramm gesteuert wird.

Ohne Graspvs hätte Schüco zusätzlich einen Drucker und einen Kartenleser anmieten müssen. Heute wird dank Graspvs die Maschine effizienter ausgenutzt. Elsing: "Wir haben eine echte Leistungsverbesserung von 12 bis 15 Prozent erzielt."