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18.09.1998 - 

Bislang erst Technologiedemonstration

16-Knoten-Cluster unter NT und DB2 von Dell

Offensichtlich nicht ruhen ließ Dell, was Compaq schon auf der CeBIT 98 demonstrierte: ein Cluster-System aus sechs "Proliant"-Servern, auf denen IBMs Mainframe-DBMS-System "DB2 Universal Database Enterprise - Extended Edition" (DB2 UDB EEE) lief. Obwohl Details nicht bekannt sind, dürfte jedem Dell-Rechnermodul eine Windows-NT-Instanz sowie eine DB2-Datenbank-Partition zugeordnet gewesen sein.

Bei solch einer Konfiguration handelt es sich um eine sogenannte Shared-Nothing-Architektur. Jeder Knoten besitzt seinen eigenen Haupt- und Massenspeicherbereich. Auf letzterem lagern die einzelnen DBMS-Partitionen. Der Clou besteht nun darin, eine Datenbankanfrage zu initiieren, die automatisch auf alle Prozessoren des Gesamtsystems aufgesplittet wird.

Jeder der 16 Rechnerknoten beherbergt vier Xeon-Chips, die mit 400 Megahertz getaktet sind. Außerdem besitzt jede der vier CPUs 1 MB Cache. Verbunden waren die Server über eine Ethernet-Verkabelung, wobei die Giganet Inc. die Netzschnittstellenkarten und die Gigabit-Switches zulieferte. Die Treiber von Giganet basieren auf der Virtual Interconnect Architecture (VIA). Hierbei handelt es sich um eine gemeinsam von Intel, Microsoft und Compaq entwickelte Spezifikation, um in Hochgeschwindigkeitsnetzen die Latenzzeit zu verringern und die Bandbreite zu erhöhen.

IDC-Analyst Daniel Kusnetsky kommentierte die Dell-Demonstration allerdings eher zurückhaltend. Noch sei die Cluster-Konfiguration zu provisorisch, um ihr den Rang einer stabilen Unternehmenslösung zusprechen zu können. Allerdings beweise Dell mit der Konstruktion seine Ambitionen, das angestammte Geschäftsterritorium in Richtung Unternehmens-DV auszuweiten. Bis Dell allerdings als ernsthafte Alternative zu den angestammten Lieferanten von Datenbank- oder Data-Warehouse-Lösungen anerkannt werde, müsse das texanische Unternehmen erst noch seine Beratungs-, Trainings- und Supportkapazitäten erheblich ausbauen. Um ein ähnliches Manko zu kompensieren, hatte sich Compaq Anfang des Jahres DEC zugelegt.