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04.01.2005

18000 Websites auf CCC-Treffen gehackt

Rund 3500 Teilnehmer kamen zum 21. Chaos Communication Congress des Chaos Computer Clubs.

Mit Rekorden bei den Besucher- und Referentenzahlen endete nach Angaben des Chaos Computer Clubs (CCC) der traditionell zwischen Weihnachten und Neujahr stattfindende Chaos Communication Congress. Fast zur Tradition der Veranstaltung gehört es dabei, dass Teilnehmer etliche Websites umgestalten, um auf die Sicherheitslücken und auf die Sorglosigkeit mancher Administratoren aufmerksam zu machen.

Diesmal zählten zu den prominenteren Opfern der Entkalkungsspezialist Calgon, die CDU Niedersachsen oder der Enthaarungsmittelhersteller Veet. Die gehackten Seiten begrüßten Besucher mit einem schlichten "Wer nicht hören will, muss Backups einspielen...". Über die Stränge schlugen die Teilnehmer dann allerdings mit einem Massenhack von 18 000 Websites der Loomes AG. Allerdings war die Aktion weniger ein Beweis für das Können der Hacker als vielmehr für die Nachlässigkeit des Berliner Web-Hosters. Aufgrund einer fehlerhaft implementierten Datenbank waren die Hacker nämlich in den Besitz der Kunden- und FTP-Zugangsdaten gelangt. In der Folge stand das "Abuse-Telefon", das der CCC während des Kongresses als Hotline für Betroffene unterhält, nicht mehr still.

Ansonsten widmeten die Veranstalter dem Themenkomplex "Funktechnologien und Security" viel Raum. So bereitet dem CCC beispielsweise die immer weitere Verbreitung von schlecht geschützten GPRS-fähigen Handys und Smartphones Sorgen. Für den Club ist es nur eine Frage der Zeit, bis erste bösartige Software auftaucht, die ohne Wissen des Handy-Besitzers teure Premium-SMS verschickt, die sich selbst dann beispielsweise per MMS an alle in dem Telefon gespeicherten Rufnummern weiterverbreiten. (hi)