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03.10.1980 - 

Markt für Datenfernübertragung (DFÜ) wächst überproportional:

1987: Sechs Millionen Daten-Kommunizierer

LONDON (bi) - Bereits eine Million Menschen in Europa haben es tagtäglich an ihrem Arbeitsplatz mit Datenfernübertragung (DFÜ) unmittelbar zu tun. Der Markt für Datenkommunikation ist damit doppelt so schnell gewachsen, wie es die Eurodata-Studie von 1972 prognostiziert hatte. Der neueste Eurodata-Report prophezeit für das Jahr 1987 sechs Millionen DFÜ-Anwender. Die Rolle der öffentlichen Datennetze für die Datenkommunikation werde bedeutend sein: Von heute 2,3 Prozent aller Datenverbindungen soll der Anteil auf fast ein Drittel anwachsen.

Diese und etliche andere, detaillierte Ergebnisse des Eurodata '79-Berichtes wurden jetzt von den europäischen Post- und Fernmeldeverwaltungen (PlTs) als richtig anerkannt; sie setzen die Untersuchung bereits für ihre Arbeiten und Planungen ein. Der Studie liegen die Daten aus allen 17 Ländern Westeuropas zugrunde.

Das Wachstum des Marktes für Datenkommunikation in den 80er Jahren werde ungefähr gleich hoch wie in den vergangenen Jahren sein. Um hier Schritt halten zu können müßten die Postverwaltungen etwa die vierfache Zahl der Modems und Standleitungen installieren. Über 450 000 Netzanschlüsse und -verbindungen würden notwendig werden. Bis 1987 sollten 600 000 Standleitungen zur Verfügung stehen. Besonders für die kleinen Kunden der jeweiligen Postverwaltungen könnten hier Kosteneinsparungen attraktiv werden. Die Studie spricht in diesem Zusammenhang von mehreren 100 000 möglichen Anwendern. Standleitungen würden weiterhin der billigste Weg der Datenkommunikation bleiben.

Das Zahlenwerk liefert eine große Menge von Details über den Einsatz von Daten-Kommunikationssystemen nach den Kategorien Länder, geographische Bereiche, Industriesektoren, Anwendungen, Geräte und über die einzelnen Post- und Fernmeldeverwaltungen (PTTs).

Auf Länderebene besitzt Schweden die höchsten Installationszahlen an Datenverbindungen umgerechnet auf 1000 Angestellte. An zweiter Stelle folgt Großbritannien, wo absolut gesehen die meisten Verbindungen existieren (117 000 in 1979 gegenüber 61700 in Deutschland zum selben Zeitpunkt). Auf Industrieebene zeigt der Bericht, daß drei Sektoren - Banken, DV-Dienste und Luftfahrt - in der Zahl der Datenverbindungen klar führend dastehen.

Der Report wurde der Eurodata Foundation in Auftrag gegeben. Sie vertritt die 17 Europäischen Post- und Fernmeldeverwaltungen. Die Kosten für das Werk betrugen über vier Millionen Schweizer Franken. Der deutsche Partner der Eurodata Foundation ist SESA, Deutschland. Ausgeführt wurde die Studie von Logica, London. Eine Reihe von Publikationen, die auf dem Eurodata '79-Report beruhen, werden demnächst veröffentlicht.