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20.12.1996 - 

Jahresrückblick/Mehr Blindgänger als reale Innovationen

1996: Viele haben ihren Kredit beim Anwender verspielt

"Setzt auf ATM im lokalen Netz!" so lautete ein Schlachtruf der Marketiers im Netzwerkmarkt.

ATM wurde als Hochgeschwindigkeitstechnik für den praktischen Einsatz propagiert, während gleichzeitig die Unternehmen darangingen, über TCP/IP die Komplexität ihres Netzes einigermaßen in den Griff zu bekommen und die heterogene Systemwelt glattzuzurren. Da paßten ATM-Lösungsansätze ê la LAN-Emulation wie die Faust aufs Auge: so als hätten die Unternehmen in dieser gestreßten Netzsituation nichts Besseres zu tun, als in die hohen Kosten und den erheblichen Verwaltungsaufwand dieser umständlichen Verbindungstechnik zu investieren und zudem teures Spezialisten-Know-how anzuheuern. An der grundsätzlichen Reserviertheit der Anwender konnten auch MPOA (Multi Protocol Over ATM) und P-NNI (Private Network-to-Network) nichts ändern, die schon lange bevor sie in diesem Sommer die Weihe eines wirklichen Standards vom ATM-Forum erhielten, von Herstellern und Anbietern durch die Bank als verläßliche Normen gepriesen wurden.

Die Retourkutsche kam prompt: Die Anwender gaben der traditionellen LAN-Technik und damit vor allem Ethernet, Token Ring, Fast Ethernet und FDDI ihr Ja und zeigten der ATM-Offerte die rote Karte. So wurden IDC-Marktzahlen zufolge bereits 1995 mehr als 20mal so viele Fast-Ethernet- als ATM-Komponenten verkauft.

Nimmt man die beiden anderen 100-Mbit/s-Techniken FDDI und 100VG-Anylan hinzu, ist das Verhältnis sogar höher als 30 zu 1. Ein eindeutiges Votum gegen ATM und den schnellen Backbone-Einsatz. Entsprechend fällt die Prognose von Heinz Unland, Research-Analyst bei der IDC Deutschland GmbH, Kronberg, aus: "Erst wenn das 100-Mbit/s-Backbone an seine Grenzen stößt - nämlich in eineinhalb bis zwei Jahren - wird die Migration zu ATM im Kernnetzbereich beginnen."

Dabei hatte sich das schwache ATM-Ergebnis bereits mit den von Miers Communications veröffentlichten Zahlen angedeutet. Dieser Marktforscher fand heraus, daß 1995 weltweit lediglich 160 Millionen US-Dollar mit ATM umgesetzt wurden (zirka die Hälfte davon generierte Fore Systems). Das sind nur etwa 20 Prozent mehr als beispielsweise der Netzwerkintegrator Telemation mit 160 Mitarbeitern 1995 mit Netzkomponenten in Deutschland umgesetzt hat (202 Millionen Mark).

Kaum waren die Zahlen da, begann sich mit Gigabit-Ethernet bereits ein Konkurrent von ATM herauszubilden, gefolgt von einer Kehrtwendung maßgeblicher Markt-Player - was der ATM-Technik auch im Jahr 1996 im statistischen Rückblick nicht gerade erheblichen Rückenwind beschert haben dürfte. Schon prognostiziert auch Dataquest dem ATM-Konkurrenten zur Jahrtausendwende ein Umsatzvolumen von drei Milliarden Dollar.

Das vorläufige Resümee, das in diesem Fall aus dem ATM-Forum selbst kommt: "Vielleicht wird ATM nie das lokale Netz durchdringen." Damit waren gleichzeitig drei Jahre harte Aufbauarbeit der Hersteller und Anbieter, die ATM als alleinige Technik mit Zukunft propagierten, weitgehend ad absurdum geführt - und ihre Glaubwürdigkeit gegenüber den Anwendern gleich mit.

Setzt auf ATM im Weitverkehrsnetz!

Im Weitverkehrsnetz hingegen schien kein Weg an ATM vorbeizuführen. Entsprechend offensiv waren auch hier die Anpreisungen. Immerhin hat man diesbezüglich schneller hinzugelernt, respektive hinzulernen müssen. Denn die Mittler zum Anwender - die Carrier - wollten nicht so richtig auf den ATM-Zug aufspringen. Bis heute ist die Deutsche Telekom der einzige im deutschen Markt, der ATM-Dienste anbietet, und dies nur im Rahmen eines Pilotprojekts. 20 ATM-Einstiegsknoten hält der Teilmonopolist dazu derzeit bundesweit vor - zu für die meisten Unternehmen unerschwinglich hohen Preisen. City-, Regional- und landesübergreifende Carrier konnten indes keinen Bedarf an der gegenüberliegenden Anwender-Schnittstelle erkennen. Dementsprechend haben sie bisher nur für SDH-Technik (Synchronous Digital Hierarchy) als Grundlage für die schnelle ATM-Kommunikation Geld ausgegeben. Mit Investitionen in teure ATM-Switch-Systeme halten sie sich hingegen zurück. Allenfalls als Carrier-internes Backbone für Zubringerdienste wie Frame Relay und ISDN vermochte sich ATM bei einigen großen Carriern wie CNI, British Telecom, Vebacom und Scitor zu etablieren.

Dafür ist ein anderer Übertragungsdienst gerade dabei, der vermeintlichen ATM-Perspektive im WAN den Schneid abzukaufen: Frame Relay. Er überzeugt, anders als der teure ATM-Dienst, durch Wirtschaftlichkeit und bedarfsorientierte Ausrichtung mittels CIR (Committed Information Rate) - aber auch durch seine technische Nähe zu X.25. Für den Anwender heißt das zunächst, daß er sich nicht aufwendig auf eine neue Technik umstellen und schon gar nicht in hohe Systemkosten investieren muß. So sieht der Marktforscher Ovum den Umsatz mit Frame-Relay- Systemen und -Diensten in Deutschland bis zur Jahrtausendwende auf ein Umsatzvolumen von 350 Millionen Mark emporschnellen, heute sind es knapp 100 Millionen Mark. Eine Einschätzung, die sich auch mit den Ergebnissen von IDC deckt. Anke Hoffmann, Information Research Analyst in Kronberg, beziffert den Umsatzanstieg für Frame-Relay-Produkte im Jahr 1995 weltweit auf 229 Prozent und sieht den Umsatz in den folgenden fünf Jahren um jeweils 42,3 Prozent auf dann 3,673 Milliarden Dollar anwachsen: "1998 werden, so unsere Studie, bereits 20 Prozent aller Umsätze mit Frame-Relay-Produkten und -Diensten in Westeuropa generiert werden."

Wieso also nicht den ATM-Karren hinter das kräftig anziehende Frame-Relay-Pferd spannen, muß sich Frost & Sullivan vor seiner jüngsten Erhebung gefragt haben. Damit könnte auch ATM in den Augen der Anwender an Fahrt gewinnen. Dazu hat der Marktforscher einfach die Dienste und das Equipment für ATM und Frame Relay im LAN und WAN zu einem Paket verschnürt und das Gesamtprodukt auf eine Umsatzprognose von 7,83 Milliarden Dollar im Jahr 2002 hochgerechnet (siehe COMPUTERWOCHE 27/96, Seite 29).

Ob Frost & Sullivan mit solchen kosmetischen Spielereien dem Anwender dient? Bis heute liegt nicht einmal ein Standard für die Integration von ATM- und Frame-Relay-Netzen vor. Klartext spricht in dieser Beziehung IDC in Kronberg: ATM werde im Weitverkehrsbereich 1998 weltweit nur rund ein Zehntel des Frame-Relay-Umsatzes machen.

Setzt auf LAN-Switch-Technik!

Mit Vehemenz wurde auch der Einsatz der LAN-Switch-Technik propagiert. Es gab kein Marketing-Mittel, das zu schade gewesen wäre, der schnellen Switch-Technik die Bahn zu brechen. Dabei galt es, technologisch gesehen, nicht zu kleckern, sondern zu klotzen. So wurden Alleinstellungsmerkmale des Systems aufgefahren (beispielsweise kurze Latenzzeiten, Cut-through, Store and Forward, intelligente Backpressure-Verfahren) und übers Jahr auch wieder in Frage gestellt (wie Cut-through).

Auch an Superlativen wie Ergebnissen aus renommierten Benchmark-Tests wurde nicht gespart. Dabei sahen die Offerten zumeist so aus, als würde der Anwender nur darauf warten, sein Netz durchgehend in Switch-Technik einzurichten, weil überall der Bandbreitenschuh drückt. Shared-Media-Techniken wurden in dieser Situation kurzerhand als Informationsbremse und damit als Wettbewerbsnachteil deklassiert. Da wurden verteilte Client-Server-Welten in Reinkultur und durchgehende Workflow-Prozesse, ja sogar Videoübertragungen herbeizitiert - obwohl in den meisten Unternehmen von diesen revolutionären Entwicklungen weit und breit nichts zu sehen war.

Wiederum ein ungerechtfertigter Hersteller- und Anbieteroptimismus, wie sich nach den Zahlen von IDC, veröffentlicht im Sommer 1996, schnell herausstellte. Wenn auch die Switch-Technik mit immer neuen Varianten - und solchen, die vorgaben, welche zu sein - auf Hochglanzpapier brillierten: Das Ergebnis war für die Verfechter dieser Technik, zumindest für 1995, eher ernüchternd. 37,2 Millionen Hub-Anschlüsse (Ethernet und Token Ring) wurden IDC zufolge weltweit umgesetzt - das waren 44 Prozent mehr als 1994 (25,7 Millionen).

Dagegen wurden nur 2,1 Millionen LAN-Switch-Anschlüsse (Ethernet und Token Ring) verkauft. Oder anders gesagt: 1995 war nur jeder neunzehnte Port ein LAN-Switch-Anschluß. Wie muß dann in der Summe das derzeitige Installationsumfeld in den Unternehmen aussehen? Immerhin sagt die Dell´Oro- Group voraus, daß sich die Zahl der Switch-Anschlüsse bis Ende 1998 fast verdreifachen wird. Doch selbst wenn sich diese Vorhersage bewahrheiten sollte: Netzwerke werden bis auf weiteres vornehmlich auf Shared-Media-Techniken basieren.

Setzt auf virtuelle LANs!

Denkbar schlechteste Voraussetzungen für eine weitere Offerte, die über das Jahr 1995 in allen Facetten beleuchtet und gefeiert wurde: virtuelle LANs (VLAN). Braucht doch ein virtuelles LAN im eigentlichen Sinne ein Netzwerk vollkommen in Switch-Technik. Die Lockmittel in die neue virtuelle LAN-Zukunft waren schnell ausgemacht: Kosteneinsparungen durch flexible Endgerätezuordnung an der Management-Konsole und schnelle Reaktionen auf Umstrukturierungsprozesse innerhalb der Unternehmensorganisation - oder, kurz gesagt, Wettbewerbsvorteile, auf die die Unternehmen nicht verzichten sollten. Problematisch dabei war nur, daß weder das eine noch das andere Anbieterargument konsequent durchdacht worden war - oder sollte dem Kunden etwa ein X für ein U vorgemacht werden?

Die Anschaffungskosten für ein vollständig vermitteltes VLAN in Ethernet-Technik werden bei 900 Dollar je Knoten angesetzt - die Kosten für die teure Backbone-Technik nicht eingerechnet (Datacommunications, Stand Januar 1996). Die Einsparung durch eine flexible Endgerätezuordnung wird dagegen von Dataquest Ledge auf 270 Dollar beziffert. Dabei geht das Marktforschungsunternehmen davon aus, daß jedes Benutzer-Interface im Durchschnitt nur einmal in zwei Jahren neu zugeordnet werden muß. Daraus ergibt sich für das Unternehmen ein Einsparungspotential von rund 120 Dollar pro Knoten und Jahr (die flexible Zuordnung an der Management-Konsole wird hier mit 30 Dollar veranschlagt) oder ein Return on Investment nach mehr als sieben Jahren (für die schnellebige IT-Branche eine Ewigkeit). Wie gesagt, Ethernet-Switch-Technik und die teure Backbone-Technik nicht eingerechnet.

Mit diesem schiefen Kostenszenario und der mangelnden Präsenz von Switch-Systemen in den Unternehmensnetzen blieb natürlich der propagierte Vorteil virtueller LANs als Grundlage für flexible Reorganisationsprozesse gleich mit auf der Strecke. Zur Erinnerung: 1995 war nur jeder neunzehnte ausgelieferte Hub-Anschluß (Ethernet und Token Ring) ein Switch-Anschluß. Und in den Unternehmen wird auch weiterhin nur punktuell zur Switch-Technik migriert werden - nämlich lediglich dort, wo tatsächlich der Bandbreitenschuh drückt.

Setzt auf Client-Server-Applikationen!

Ein weiteres Beispiel für eine der Realität weit vorauseilende Offerte war die Aufforderung an die Unternehmen, in eine verteilte Client-Server-Welt einzusteigen. Dabei wurde vor allem in der ersten Jahreshälfte an theoretischen Szenarien nicht gespart, um die Vorteile der schönen neuen C/S-Welt aufzuzeigen.

Die Ecke der Netzwerkkomponenten-Anbieter hatte die Client-Server-Architektur ebenso für sich entdeckt wie die Anbieter aus der Server-, Programmier- und Anwendungsecke. Daß dabei allzu oft statt mit handfesten Praxislösungen mit praxisfernen Luftschlössern geworben wurde, rächte sich. Das Gros der Früheinsteiger kehrte schnell, leidgeprüft und zwischen den Fronten sogenannter Lösungsanbieter weitgehend allein gelassen, zur zentralistischen Architektur zurück. Nach einer Studie des US-Marktforschungsinstituts Find/SVP, für die 300 IS-Manager in den USA, in Europa und Japan befragt wurden, plädierten deshalb 51 Prozent für eine Zentralisierung von Daten und Anwendungen. Nur 16 Prozent sprachen sich dafür aus, Daten und Anwendungen im Netz überhaupt noch zu verteilen.

Dort, wo die Unternehmen in die Client-Server-Welt einstiegen, behielten sie sicherheitshalber die bekannte Host-Umgebung für Datenbankapplikationen, für daten- und druckaufwendige Anwendungen sowie für Datensicherung und System-Management bei.

Entsprechend fiel auch eine Erhebung aus, die das US-Magazin "Datamation" gemeinsam mit der Broker-Firma Cowen & Company bei Mainframe-Anwendern durchgeführt hat: Von den 2400 Anwendern, die in den USA und Kanada befragt wurden, gingen 38 Prozent den Problemen und Kosten einer C/S-Umstellung lieber generell aus dem Weg. 27 Prozent hatten Mühe, überhaupt zwingende Vorteile der C/S-Technik zu erkennen.

Das Lehrbeispiel: Internet/Intranet

Aus welcher Richtung der Wind des Marktes tatsächlich weht, wurde den Herstellern und Anbietern statt dessen schulbuchmäßig anhand der Internet/Intranet-Technik vorgeführt: Weitgehend ungerührt von den genannten Innovationsofferten hatte sich das Internet/Intranet auf der Grundlage der klassischen und allerorts bekannten TCP/IP-Technik über Nacht in den Unternehmen breitgemacht - am Anfang oft noch im stillen Kämmerlein, bevor es von der Unternehmensführung aufgrund seiner allmählich dann doch durchschlagenden Präsenz schließlich den Unternehmenssegen bekam. Vor allem die Einfachheit und Herstellerunabhängigkeit dieser Lösung bestach - nach all den leidigen Erfahrungen mit proprietären Systemen und Protokollen. Die Architektur war ebenso unkompliziert wie überzeugend. Alles was zur Herausbildung eines Internet/Intranet notwendig schien, waren ein TCP/IP-basierendes Netz, ein Web-Server, ein Hardware-unabhängiger Browser auf einem beliebigen Rechner und ein Treiber auf HTML-Basis (Hypertext Markup Language): Schon konnten einzelne Web-Seiten mit HTML erstellt, mit Hyperlinks verkettet und auf dem Web-Server für den schnellen Zugriff von innen und außen abgelegt werden. Im Hintergrund kündigte sich Java an, das der Internet/Intranet-Technik in naher Zukunft eine hohe Programmintelligenz verleihen wird. 200 Java-Applets und 45 Java-Geschäftsanwendungen werden es am Ende 1996 sein, 2400 respektive 950 im Jahr 2000, prophe- zeite der Marktforscher Forrester Research Mitte des Jahres.

Schon im Frühsommer 1996 vermeldete die Meta Group, daß bereits drei von vier Web-Servern im Intranet-Einsatz waren. Parallel malte nicht nur Marktforscher IDC ein imposantes Internet/Intranet-Zukunftsbild an den Markthimmel, das auch den letzten Zweiflern die Gegenargumente nahm und Hersteller und Anbieter auf Gebot des Anwenders reihum zum Einlenken zwang. Information-Research-Analyst Hoffmann: "Nach unseren Erhebungen wurden 1995 359 Millionen Dollar mit der Internet/Intranet-Technik (eingeschlossen Web-Server, Browser, Firewalls, Authorisierungswerkzeuge und E-Mail) umgesetzt. Im Jahr 2000 werden es, so unsere Prognose, rund 4,3 Milliarden Dollar sein."

Durch die Bank eine klare Abfuhr also für die sogenannten innovativen Techniken. Das Gros der Unternehmen sieht für sie noch keinen maßgeblichen Bedarf. Um diese Erfahrungen reicher, sollte es sich eigentlich auch unter den Herstellern und Anbietern der IuK-Branche allmählich herumsprechen, daß nicht sie, sondern die Anwender die eigentlichen Motoren des Markts sind.

Mit techniküberladenen Marketing-Strategien, realitätsfernen Ansprachen und kurzsichtigen Prognosen haben viele Hersteller und Anbieter 1996 ihre Glaubwürdigkeit beim Anwender aufs Spiel gesetzt. Wer jetzt weiter an der technologischen Schraube dreht, mit immer neuen Features dem Markt vorauseilt, den Anwender damit bis über die Ohren "zuschüttet" und weiter verunsichert, wer ihn mit proprietären Ansätzen klammert und sich am Schluß dreht und wendet, wie der Markt es gerade erfordert, der darf sich nicht wundern, wenn er 1997 schließlich den allerletzten Kredit an Glaubwürdigkeit beim Anwender verspielt hat.

Angeklickt

Eine Abrechnung ganz eigener Art: Marktforscher und Anwender bescheinigen zahlreichen Netzwerkherstellern und -anbietern einen zu techniklastigen Marktauftritt und damit krasse Fehleinschätzungen der eigentlichen Anwenderbedürfnisse. Internet und Intranet allein vermochten durch einfache Lösungen zu überzeugen, sogenannte innovative Techniken wie ATM und LAN-Switch sowie virtuelle LANs erwiesen sich 1996 als Fehlanzeigen.

*Hadi Stiel ist freier Journalist in Bad Camberg.