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Thema der Woche


23.12.1998 - 

1998 - das Jahr, in dem die Monopole wanken

Augen zu und durch - nach diesem Motto kämpfen Anwender gegen ihr Jahr-2000- und Euro-Problem an. In der IT-Branche toben mittlerweile Verteilungskämpfe: Compaq schluckt Digital, Micro Focus schluckt Intersolv, und CA verschluckt sich an CSC. Microsoft hat derweil andere Sorgen...

Das Jahr beginnt mit einem Paukenschlag: Für 17 Milliarden Mark übernimmt Compaq den Traditionskonzern Digital Equipment. DEC hatte sich zuvor einer Schlankheitskur unterzogen, in deren Verlauf unter anderem die Netz-Division an Cabletron und die Alpha-Fertigungsstätten an Intel verkauft worden waren. Für Compaq ist das Unternehmen vor allem wegen seiner 25000 Mitarbeiter starken Service-Crew interessant.

Mit der Übernahme lacht sich der PC-Krösus jedoch eine ganze Palette von Problemen an. DEC verfügt über eine weitverbreitete Basis an proprietären Technologien, die kein Massengeschäft versprechen, aber aufgrund der Kundenverpflichtungen weitergeführt werden müssen. Hinzu kommen die unterschiedlichen Kulturen: Hier die rasant gewachsene, agile PC-Schmiede, die sich kompromißlos am Markt und am vielzitierten Shareholder-Value orientiert. Dort das behäbige, aber technisch versierte Traditionshaus mit einer Belegschaft, der stets ein großes Mitspracherecht zugestanden wurde. Bis heute ist unklar, ob diese beiden Welten so zusammenwachsen können, daß ein schlagkräftiger und profitabler Allround-Anbieter entsteht.

Vergnügliches verkündet zu Jahresbeginn Karl-Heinz Krummeck, der seine Vision vom "Volkscomputer" enthüllt - einem leicht zu bedienenden Handheld für das "Volk" eben. Das Gerät namens "Mailpad/Eurodiver" wurde von einem Firmenverbund mit Zuschüssen der Europäischen Union entwickelt. Es handelt sich um einen Kleinstrechner, der "ohne jeden technologischen Ballast" auskommen soll, erklärt der Chef der deutschen Sema Group. Kritiker bemängeln jedoch das Konzept, da beispielsweise keine Kompatibilität zu gängigen PCs vorgesehen sei.

Microsoft ist zu diesem Zeitpunkt längst Gegenstand staatlicher Ermittlungen - wegen des Bundlings von Betriebssystem und Browser. Das Unternehmen hat dem Justizministerium zwar versprochen, beide Technologien zu trennen, doch gleichzeitig wird den Anwendern mitgeteilt, das Herauslösen des "Internet Explorer" aus der neuesten Windows-95-Version bedeute eine Einschränkung der Funktionalität. Wenige Wochen später läßt Microsoft auf fortgesetzten Druck der Behörden das Internet-Explorer-Icon von Windows 95 verschwinden.

Doch das Unternehmen kämpft noch an anderen Fronten. Als Bedrohung empfindet Bill Gates offenbar Novells Strategie, mit seinen Verzeichnisdiensten eine klaffende Lücke im NT-Angebot von Microsoft schließen zu wollen. Der Softwaregigant läßt durchblicken: Wer als NT-Kunde mit Novell fraternisiert, kann keineswegs damit rechnen, von Microsoft weiterhin Support zu erhalten.

Bei Apple mehren sich die Anzeichen einer nachhaltigen Genesung. Nach fünf negativen Quartalen in Folge teilt der Unternehmenslenker auf Zeit, Steve Jobs, mit: Im ersten Quartal 1997/98 blieb ein Nettoerlös von 45 Millionen Dollar in der Kasse. Fortan gilt es für den krisengeplagten Mac-Hersteller, auch an der Umsatzschraube zu drehen.

Den Kurs, die Produktpalette auf wenige profitable Linien zusammenzuschmelzen, setzt Jobs fort, indem er nun auch die Handheld-Serie "Newton" einstellt. Wenige Monate später wird das ambitionierte Betriebssystem-Projekt "Rhapsody" ebenfalls zu den Akten gelegt - bereits entwickelte Bestandteile sollen in das Mac-OS einfließen. Für Furore sorgt Apple dann im Frühjahr mit der Ankündigung des "I-Mac", einem All-in-one-Desktop im grünschimmernden Designer-Outfit.

Sun-Chef Scott McNealy erkennt, daß die hauseigene Risc-Plattform Sparc nicht das alleinige Maß aller Dinge ist. Er kündigt an, das Unix-Derivat "Solaris" werde auf die 64-Bit-Plattform "IA 64" (Merced) von Intel und Hewlett-Packard portiert. Sun selbst will jedoch keine Intel-Rechner produzieren, sondern lediglich für eine weitere Verbreitung von Solaris sorgen.

Wer Microsoft und Intel für siamesische Zwillinge gehalten hat, muß sich nun eines Besseren belehren lassen: Intel drängt mit dem IA 64 in den Unix-Markt. Abgesehen von IBM unterhalten zu diesem Zeitpunkt alle namhaften Unix-Anbieter Partnerschaften mit dem Prozessorhersteller.

Ein seit langem schwelender Streit zwischen Andersen Consulting und der verschwisterten Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft Arthur Andersen kommt zum offenen Ausbruch. Die Consultants fühlen sich bei der internen Gewinnumlange benachteiligt und wollen den Verbund mit den Auditoren aufkündigen. Sie kritisieren auch, daß sich Arthur Andersen entgegen allen Absprachen im IT-Beratungsgeschäft breitmache, so daß Andersen Consulting de facto einen Wettbewerber finanziere.

Zu den Absteigern des Jahres gehört der kanadische Softwareproduzent Corel, der im Januar sein Entwicklungsprojekt "Office for Java" erfolglos abbrechen und einen Quartalsverlust von 95 Millionen Dollar verschmerzen muß. Schlimmer noch trifft es den Festplattenriesen Seagate, der wegen Nachfrageschwäche 10000 Mitarbeiter entläßt und mehrere Werke schließt.

Ebenfalls angeschlagen wirken die Netzwerkfirmen 3Com und Cabletron: Beide kämpfen mit starken Gewinneinbrüchen, bei Cabletron werden sogar zwei Produktionsstätten in den USA aufgegeben.

Zu den Verlierern zählt schließlich auch Netscape: Der einstige Shooting-Star der Internet-Branche gibt seine Browser aufgrund der harten Konkurrenz von Microsoft kostenlos ab und muß einen Quartalsverlust von 20 Millionen Dollar in Kauf nehmen. Konsequenz: Netscape konzentriert sich auf seine Suitespot-Server-Palette für den Profimarkt und investiert in den Aufbau der Portal-Site Netcenter.

Zum Dauerthema im Jahr 1998 wird das Datumsproblem: Schaffen Unternehmen die rechtzeitige Anpassung ihrer Datenverarbeitung an das Jahr 2000? Die großen Nutznießer der Krise sind die Anbieter betriebswirtschaftlicher Standardsoftware. SAP steigerte ihren Umsatz 1997 nicht zuletzt deswegen um 60 Prozent, weil die Kunden mit der Einführung eines neuen Komplettpakets reinen Tisch machen wollten.

Den Traum von der schnellen Mark im Internet hegen in diesen Tagen nicht nur Millionen von Anlegern, sondern auch die Gründer von Startup-Companies. Hotmail gehört zu den Firmen, die sich ihren Traum erfüllen. Microsoft schluckt den Anbieter eines kostenlosen E-Mail-Dienstes für die horrende Summe von 630 Millionen Mark.

Ein Jahr des Ärgers beginnt für die Deutsche Telekom, die ihrerseits die neuen Wettbewerber auf die Palme bringt. Kunden, die im liberalisierten TK-Markt den Anbieter wechseln möchten, sollen nach Vorstellung des Carriers eine "Bearbeitungsgebühr" von 95 Mark bezahlen. Hinzu kommen weitere 53 Mark für diejenigen, die ihre alte Telefonnummer behalten möchten. Klaus-Dieter Scheurle, Chefregulierer und ständiger Gegner von Telekom-Boß Ron Sommer, will die Sache prüfen - dafür erntet er einen Rüffel von EU-Kommissar Karel van Miert, der sofortiges Einschreiten für geboten hält.

Die Übernahme des IT-Dienstleisters Computer Sciences Corp. (CSC) plant Computer Associates (CA). Wie das CA-Management erklärt, sei CSC trotz eines äußerst fairen Angebots und anfänglich positiver Signale aus dem Management schließlich aufgrund persönlicher Eitelkeiten der Unternehmensspitze zu keiner einvernehmlichen Lösung bereit gewesen. Nach erfolgter Kreditzusage mehrerer Großbanken ist CA nun bereit, rund neun Milliarden Dollar für eine feindliche Übernahme hinzublättern, um mit CSC-Hilfe in das lukrative Servicegeschäft einzusteigen.

Entsetzen löst dieser Vorstoß bei CSC-Chef Van Honeycutt und seinem Gefolge aus. Er will sich mit "allen zur Verfügung stehenden Rechtsmitteln" gegen eine Übernahme wehren. Wenige Wochen später bläst Wang enttäuscht zum Rückzug, nachdem CSC dem Softwaremogul tatsächlich auf juristischem Wege einen Knüppel nach dem anderen zwischen die Beine geworfen hat. Wangs Kommentar im CW-Interview: "Honeycutt hat Angst, daß man ihm sein Spielzeug wegnimmt."

Noch eine Fusion platzt im Februar: Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungskonzerne Ernst & Young und KPMG sagen ihren Merger ab. Offiziell sind die wenig aufgeschlossenen Kartellbehörden in mehreren Ländern schuld, inoffiziell heißt es, große Kunden hätten sich quergestellt. Sie fürchten, daß ihre Wirtschaftsdaten über den jeweiligen Fusionspartner zur Konkurrenz gelangen könnten. Ungeachtet dessen geht die zweite große Hochzeit in diesem Markt, die von Coopers & Lybrand und Price Waterhouse, reibungslos über die Bühne.

Compaq-Chef Eckhard Pfeiffer bekommt insbesondere in Deutschland erste Widerstände nach der Fusionsankündigung mit Digital zu spüren. Der komplett angetretene DEC-Betriebsrat fängt den Firmenchef im Vorfeld einer Pressekonferenz in Deutschland ab, um Einfluß auf künftige Entwicklungen im Konzern zu nehmen. Die Arbeitnehmervertreter fürchten, daß mittelfristig rund 18000 Digital-Angestellte entlassen werden.

Auf Akquisitionskurs befindet sich BMC Software, das sich im Bereich Performance-Management mit BGS Systems verstärkt. Der Anbieter der Datenbank- und Applikationsverwaltungs-Tools "Patrol" kauft für 285 Millionen Dollar den Hersteller der Produktpalette "Best/1". Monate später macht BMC noch einmal Schlagzeilen - mit dem Kauf von Boole & Babbage.

Der Datenbankbranche geht es schlecht. Informix hatte bereits im vergangenen Jahr eine spektakuläre Talfahrt hinter sich. Das Unternehmen büßte vier Fünftel seines Marktwertes ein und hat sich trotz konkurrenzfähiger Technologien bis heute nur leicht erholt. Sybase schrieb 1997 ebenfalls Verluste von 55 Millionen Dollar bei einem gleichzeitigen Umsatzeinbruch um zehn Prozent. Jeder zehnte Mitarbeiter muß gehen. Und selbst vor Marktführer Oracle macht die Branchenflaute nicht halt: Nach einem nur mäßigen zweiten Quartal 1997/98 bricht der Kurs um ein Drittel ein. Larry Ellison ist um 2,16 Milliarden Dollar ärmer.

Über Netscape kursieren Übernahmegerüchte. Nachdem der Kurs zusammengebrochen und das Unternehmen relativ billig zu haben ist, werden IBM, Oracle, America Online (AOL) und vor allem Sun Microsystems mit dem Browser-Spezialisten in Verbindung gebracht. Vorerst bleiben diese Spekulationen jedoch unbegründet.

Der Lotse geht von Bord - gemeint ist Dietmar Hopp, der als langjähriger Vorstandssprecher der SAP AG zum vielleicht wichtigsten Vertreter der deutschen Softwarebranche, in jedem Fall aber zum Milliardär wurde. Hopp, dessen Leistung mit diversen Management-Preisen und dem "Bambi" belohnt wurde, begnügt sich nun mit dem Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden. Zum zweiten Unternehmenssprecher neben Hasso Plattner wird Vorstandsmitglied Henning Kagermann berufen.

Im CW-Gespräch äußert sich der frischgebackene Novell-Chef Eric Schmidt, der zuvor Cheftechnologe bei Sun Microsystems war. Nach einiger Sanierungsarbeit strebt er mit der Version 5 des Netware-Betriebssystems sowie mit den Novell-Verzeichnisdiensten NDS ein Comeback an: "NDS ist unsere strategische Waffe. Es liegt bei Microsoft, zu beweisen, warum die Active Directory Services besser sein sollen."

Nach außen hin scheint die Welt beim Standardsoftware-Hersteller Baan noch in Ordnung. Das Unternehmen verbucht für 1997 eine Umsatzsteigerung um 65 Prozent und einen auf 77 Millionen Dollar verdoppelten Gewinn. Die Niederländer stellen ihre Komponentenarchitektur "Baan Series" vor, in die das bisherige "Baan IV" als einer von mehreren Bausteinen eingegliedert wird. Außerdem kündigt Baan die Übernahme der britischen Coda Group an, eines Spezialisten für Finanzbuchhaltung-Software. Zu diesem Zeitpunkt, so wird sich später zeigen, hatten die Softwerker bereits gravierende Probleme.

Dell findet beim PC-Verkauf über das World Wide Web immer mehr Nachahmer. Compaq, Apple und IBM starten jeweils erste vorsichtige Versuche im Direktvertrieb. Sie stehen alle vor demselben Problem: Wie sag ich''s meinem Handelspartner?

Eine bemerkenswerte Akquisitionswelle startet Network Associates, das Softwarehaus, das im Jahr zuvor aus der Fusion von McAfee Associates und der Network General Corp. hervorging. Für rund 300 Millionen Dollar soll Trusted Information Systems geschluckt werden. Mit Pretty Good Privacy war kurz zuvor schon ein anderer bedeutender Anbieter von Sicherheitstechnologie aufgekauft worden.

SAP macht es, Baan macht es, Peoplesoft macht es: Alle großen Anbieter betriebswirtschaftlicher Standardsoftware ergänzen ihre Portfolien um Anwendungen zur Unterstützung von Vertriebs- und Marketing-Aktivitäten. Doch es gibt bereits Spezialisten für die sogenannte Sales Force Automa- tion - allen voran Vantive, Clarify und Marktführer Siebel Systems Inc., der sich mit dem Kauf der 461 Millionen Dollar teuren Scopus Technology Inc. noch erheblich verstärkt.

Der zweite Teilmarkt, den SAP & Co. auf Druck neuer Wettbewerber ansteuern müssen, ist der für Supply Chain Management. Spezialisten wie i2 Technologies, Numetrix und Manugistics gelingt es, mit Produkten zur Verbesserung von Logistikketten in und zwischen Unternehmen einen neuen Markt zu öffnen. Mit ihrer Scope-Initiative (Scope = Supply Chain Optimization, Planning and Execution) will SAP dem Spuk ein Ende machen. Neu an der Strategie der Walldorfer ist, daß die hier entstehenden Produkte auch unabhängig vom R/3-System vermarktet werden sollen.

Computer 2000 steht nach langer Talfahrt ungeachtet eines zuletzt wieder besseren Geschäftsergebnisses zum Verkauf. Insider des Mehrheitseigners Viag lassen durchblicken, daß der Konzern seinen 75-Prozent-Anteil abstoßen will. Als Interessenten werden Ingram Micro und Tech Data gehandelt. Am Ende wird Tech Data die Nase vorn haben.

Lange war es ruhig um den ehemaligen Minicomputer-Anbieter Wang Laboratories. Mit dem Kauf von Olivettis Servicetochter Olsy für rund 390 Millionen Dollar gibt das Unternehmen ein kräftiges Lebenszeichen von sich. Ein 20000 Mitarbeiter starker Konzern namens Wang Global entsteht, dessen größter Einzelaktionär der italienische Traditionsanbieter ist.

Im November 1996 hatte Sun Microsystems seine Network Computer mit Namen "Javasta- tion" angekündigt. Erst als das Thema schon fast wieder vergessen ist, bringt der Hersteller sein Gerät heraus. Doch nun zeigt sich: Die Protagonisten des Thin Client haben den Kampf gegen die Fat-Client-Koalition von Microsoft und Intel verloren. Offensichtlich möchte der Anwender am Arbeitsplatz auf sein liebstes Spielzeug, den PC, nicht verzichten.

Ungemach droht Sun derweil aus dem Lager der Konkurrenz: Hewlett-Packard schickt sich an, eine eigene Java-Ablaufumgebung zu entwickeln, die sich für Embedded-Systeme, Kleingeräte und Drucker eignen soll. Microsoft will diese Entwicklung in Lizenz nehmen. Bei Sun fragt man sich nun, ob Teile der eigenen Produkte "Personal Java", "Embedded Java" oder "Javacard" kopiert werden könnten und ob HPs Entwicklung zu den eigenen Produkten kompatibel ist. Die Aufregung ist überflüssig: HP distanziert sich später wieder von diesem Vorhaben.

Billig, billiger, am billigsten - der Prozessorgigant Intel weiß sich gegen die Konkurrenz im Low-end-Sektor nicht mehr anders als durch die Ankündigung besonders preiswerter Pentium-II-Prozessoren ("Celeron") zu helfen. Der PC-Markt wächst zu dieser Zeit langsamer, Intel warnt vor nachlassenden Gewinnen und kündigt den Abbau von 3000 Stellen an. CEO Andrew Grove wird die Luft an der Konzernspitze zu dünn. Er übergibt an den bisherigen President und Chief Operating Officer Craig Barrett.

Auch Compaq zeigt Schwäche. Für das erste Jahresviertel 1998 werden Geschäftsergebnisse erwartet, die Erinnerungen an das "schwarze dritte Quartal" von 1991 wecken. In dessen Folge war Unternehmensgründer Rod Canion gefeuert worden. Compaqs Umsatz steigt nur minimal, der Gewinn bleibt mit 16 Millionen Dollar weit hinter dem des Vorjahres (414 Millionen Dollar) zurück. Vollgestopfte Händlerkanäle, ein harter Preiskampf in der PC-Branche und der Verlust von Marktanteilen an Direktanbieter Dell setzen der Company zu. Ironischerweise legt die designierte Firmentochter Digital, die lange Jahre Probleme hatte, einen glänzenden Quartalsabschluß vor.

Microsofts Sonderweg in Sachen Java stößt immer mehr Entwicklern sauer auf. Softwareprofis sollen nach den Vorstellungen der Softwareschmiede das Framework "Distributed Internet Applications Architecture" (DNA) nutzen, dessen Dreh- und Angelpunkt Windows NT und das Component Object Model (COM) sind. Der Java-Idee "Write once, run everywhere" erteilte die Gates-Company bereits mit Ankündigung der Entwicklungsumgebung J++ 6.0 eine Absage: Damit erstellte Applikationen laufen nur unter Windows.

Peter Pagé scheidet "aus persönlichen Gründen" als Chief Technology Officer bei der Siemens-Nixdorf Informationssysteme AG aus und verläßt das Unternehmen. Der Manager war vor vier Jahren von der Software AG geholt worden, um das Anwendungsgeschäft von SNI auf Vordermann zu bringen. Das gelang nicht. "Pagé hat die Wirtschaftlichkeit seiner Produkte nicht beweisen können. Jetzt gibt SNI den Bereich auf", kommentierte ein Analyst in der CW. SNI verkaufte in der Ära Pagé einen Softwaregeschäfts- Bereich nach dem anderen. Der Abgang von Pagé ist dennoch schmerzlich: Der Manager hielt engen Kontakt zu Anwendern und hatte dort einen sehr guten Namen.

Kleinaktionäre im Aufstand - diese Überschrift paßt auf die Hauptversammlung von Macrotron. Der Münchner Computer-Großhändler war bereits im Juli 1996 vom US-Distributor Tech Data übernommen worden. Jetzt erregen sich die Anleger über die trotz großer Gewinnsteigerung deutlich geringere Dividende und die Umwandlung von Macrotron in die Tech Data Germany GmbH & Co. Daß der US-Distributor sparen muß, ist jedoch verständlich - irgendwie muß ja die Übernahme von Computer 2000 finanziert werden. Tech Data zahlt schließlich 720 Millionen Dollar an die Viag AG - ein Schnäppchen, wie viele Marktbeobachter meinen.

Mit einem gemeinsamen Java-Betriebssystem wollen Sun und IBM auf das Terrain von Microsoft vordringen. Das "Java-OS for Business", das an die Stelle von Suns Java-OS treten soll, dient nicht zuletzt dazu, dem NC endlich zum erhofften Durchbruch zu verhelfen. Die Software soll an andere Hardwarehersteller lizenziert werden.

Die Telekom drängt auf die britischen Inseln: Gemeinsam mit der France Télécom und dem Stromversorger Energis bilden die Bonner ein Joint-venture, das mit Hilfe moderner Glasfasernetze in wichtigen Ballungszentren gegen Marktführer British Telecom antreten soll.

IBM und Intel-Konkurrent Advanced Micro Devices (AMD) schmieden Kooperationspläne, in denen es um einen Angriff auf den Marktführer im Bereich der Billigprozessoren geht. Seit Februar fertigt Big Blue bereits im Auftrag für AMD Intel-kompatible Chips und kauft für die eigene PC-Fertigung ein. Nun kursiert das Gerücht, IBM wolle sich an AMD beteiligen.

Die Software AG arbeitet an ihrem Comeback. Neben der Java-Entwicklungsumgebung "Bolero" soll ein neues Datenbanksystem mit dem Codenamen "Odessy" dafür sorgen, daß die Darmstädter wieder zu einem weltweiten Technologie-Player von Rang aufsteigen. Dummerweise sind schon vor der Software AG namhafte Anbieter an dem Versuch gescheitert, eine objektrelationale Multimedia-Datenbank für das E-Commerce-Zeitalter zu verkaufen. Aber vielleicht waren die Wettbewerber einfach nur zu früh dran...

Desktop-Publishing ist für viele Layouter seit Jahren die Applika- tion, die den Einsatz eines Apple-Macintoshs rechtfertigt. Damit ist es nun vorbei. Längst laufen die wichtigen DTP-Programme auch unter Windows, aber Quark begeht nun auch noch das Sakrileg, für seine Layoutsoftware "Xpress" Windows zur Referenzplattform zu erklären. Strategischer Partner Nummer eins ist fort-an Microsoft und nicht mehr Apple.

Die Telekom-Wettbewerber kämpfen mit Anlaufproblemen. Otelo, die gemeinsame Tochter von Veba und RWE, hofft zunächst auf einen Einstieg der amerikanischen Baby-Bell-Gesellschaft Bell South. Der Carrier aus Atlanta ist bereits mit 22,5 Prozent am Mobilfunk-Netzbetreiber E-Plus beteiligt, zu mehr als 60 Prozent eine Otelo-Tochter. Die Gespräche werden im September ergebnislos abgebrochen, Otelo will jetzt ohne internationalen Partner auskommen. Hohe Anlaufverluste und ein noch zu bereinigendes Serviceportfolio lassen die Zukunft ungewiß erscheinen.

Auch bei der Münchner Viag Interkom GmbH & Co läuft nicht alles nach Plan. Noch im Herbst 1997 hatte der Konzern einen schnellen Start in ein neues TK-Zeitalter mit der Integration von Fest- und Mobilnetz versprochen. Jetzt heißt es, frühestens im nächsten Jahr sei mit einem umfassenden Angebot zu rechnen.

Die Mannesmann AG bemüht sich derweil um Marktanteile in Italien. Mit vorerst 2,34 Prozent steigen die Düsseldorfer beim Olivetti-Konzern ein. Gemeinsam mit dem Unternehmen ist Mannesmann auch am Festnetzbetreiber Infostrada und an der Mobilfunkgesellschaft Omnitel beteiligt - rund 2,45 Milliarden Mark haben die Rheinländer hier investiert.

Das US-Justizministerium bereitet eine neue Anklage gegen Microsoft vor. Es geht um die "illegale Erhaltung und Ausweitung" der Kontrolle über den PC-Markt. Die Softwareschmiede soll jetzt nicht mehr nur mit der Kopplung von Betriebssystem und Internet-Software gegen den Consent Decree von 1995 verstoßen haben; jetzt heißt es, Gates mißbrauche seine Monopolstellung in einem Markt, um eine dominante Position in einem anderen zu erringen. Das würde einen Verstoß gegen den Sherman Antitrust Act bedeuten.

Um die nackte Existenz geht es bei Silicon Graphics. Der technisch ambitionierte Computerhersteller trennt sich von seiner Prozessorschmiede Mips und orientiert sich fortan an Intel und der IA-64-Prozessorarchitektur. Diese Nachricht hat für deutsche Anwender Bedeutung: Unter anderem basiert die RM-Server-Linie von Siemens auf Mips-Prozessoren.

Siemens entschließt sich, die Siemens-Nixdorf Informationssysteme AG (SNI) in den Konzern einzugliedern. Der Name SNI taucht von nun an nur noch im Zusammenhang mit Kassen- und Handelssystemen auf. Ferner kündigen die Münchner den Verkauf ihrer PC-Produktion an den taiwanischen Hersteller Acer an, der Siemens künftig als Auftragsfertiger beliefern soll. Monate später platzt dieser Deal, Siemens bleibt unfreiwillig PC-Produzent.

SNI wird in den neu geschaffenen Siemens-Geschäftsbereich Information und Kommunikation (IuK) eingegliedert, in dem sich auch die Geschäftsbereiche Private und Öffentliche Netze wiederfinden. Siemens-Vorstand Volker Jung verkauft diese Entscheidung mit dem Argument, im Zeitalter der "Konvergenz" ließen sich Information und Kommunikation nicht mehr trennen. Ob Konvergenz auch Kühlschränke und Kraftwerke einschließt, ließ der Manager unkommentiert.

Über der holländischen Softwareschmiede Baan ziehen sich dunkle Wolken zusammen. Das erste Quartal 1998 bringt einen Gewinneinbruch um über 80 Prozent auf nur noch 2,4 Millionen Dollar. Lediglich um acht Prozent steigen die Lizenzeinnahmen. Zum Vergleich: Peoplesoft legt in diesem Quartal um 64 Prozent bei den Lizenzen zu und streicht mit knapp 34 Millionen Dollar einen nahezu doppelt so hohen Profit ein wie im Jahr zuvor.

Baan bekommt nun Ärger mit der amerikanischen Börsenaufsicht. Softwarelizenzen im Wert von 11,6 Millionen Dollar seien 1997 vorzeitig als Einnahmen verrechnet worden. Baan hatte die Produkte in seine Vertriebskanäle verteilt und bereits als Umsatz verbucht, als der Verkauf noch nicht vollzogen war. Nun verspielt das Unternehmen, seine kreative Buchhaltung zu ändern und sich von seinem Auditor, der niederländischen Moret, Ernst & Young, zu trennen.

Hiobsbotschaften erreichen die Mitarbeiter von Compaq und Digital Equipment. Die Fusion könnte bis zu 20 000 von insgesamt 88000 Beschäftigte den Job kosten. In der deutschen Filiale von DEC treiben bereits die Rationalisierungsspezialisten von McKinsey ihr Unwesen. Doch auch das Compaq-Management hat seine Sorgen. Mit Dell und NEC kündigten zwei wichtige Großkunden von DEC ihre Service- und Support-Outsourcing-Verträge.

Mit einem neuen Namen will Borland alte Krisenzeiten vergessen machen. "Inprise" heißt die Company ab sofort, und sie will ihre Gewinne rund um Komponenten, Middleware und Services erwirtschaften. Im Zentrum der Produkte steht der Object Request Broker "Visibroker", den sich das Unternehmen mit der Softwareschmiede Visigenic eingekauft hatte.

Microsoft bläst der Wind immer stärker ins Gesicht. Zwanzig US-Bundesstaaten wollen mit einer einstweiligen Verfügung die Auslieferung von Windows 98 verhindern. Der Vorwurf: Durch die Integration des Browsers in das Betriebssystem dehne Microsoft sein Monopol auf ungesetzliche Weise aus. Auch das Justiz- ministerium bereitet eine Klage vor. Microsoft spannt daraufhin rund 30 namhafte Vertreter der PC-Industrie vor seinen Karren: Ihre Warnung, der amerikanischen IT-Industrie drohe unabsehbarer Schaden, wenn Win- dows 98 nicht wie geplant ausgeliefert werden könne, führt dazu, daß die Software trotz Browser-Integration am 25. Juni 1998 auf die Ladentische gelangt.

Bücher kaufen im Internet kann man in Deutschland recht komfortabel beim ABC Bücherdienst auf der Web-Site Telebuch.de. Das hat auch der Platzhirsch im internationalen Electronic-Commerce-Geschäft, Amazon.com, gemerkt. Amazon schluckt den ABC Bücherdienst für einen nicht veröffentlichten Betrag. Beobachter rechnen mit einer Konzentration des Web-Buchhandels auf drei bis vier Anbieter. Neben den großen Kauf- und Versandhäusern ringen auch Spezialisten aus der Verlagsbranche wie Buch.de oder Bücher.de um diesen Markt.

1998 wird als Jahr extremer Personalnot in die noch zu schreibenden IT-Geschichtsbücher eingehen. Jahr-2000-Problem, Euro-Einführung und Standardsoftware-Projekte binden jeden Mitarbeiter. Der Arbeitsmarkt ist leergefegt. Das betrifft auch neue Berufe rund um das Internet. Web-Master oder -Designer sind ebenso gefragt wie C- und Java-Könner.

Erste Gerüchte um eine Übernahme von Bay Networks durch Northern Telecom Ltd. (Nortel) werden bekannt. Wenige Wochen später ist es dann soweit: Für 9,1 Milliarden Dollar schlucken die Kanadier den Anbieter von Netzkomponenten und Internet-Produkten. Die Vereinigung von Telekommunikations- und Datennetzanbietern liegt nach Meinung von Marktforschern im Trend. Weitere Abschlüsse in ähnlicher Qualität und Größenordnung werden prognostiziert.

Die Gartner Group hätte sich wohl nicht träumen lassen, was sie mit ihrer Diskussion um die zu hohen Total Costs of Ownership (TCO) - also die gesamten Betriebskosten für DV-Einrichtungen - auslösen würde. In vielen Unternehmen gerät der Kostenfaktor über Gebühr in den Mittelpunkt des Interesses. Sparen, sparen, sparen - und nur nicht an den Anwender denken; nach diesem Motto verrichten zu viele IT-Abteilungen ihren Job.

Ein Konzentrationsprozeß im Markt für Antivirensoftware beginnt mit der Ankündigung von IBM, sich aus diesem Geschäft zurückzuziehen und die "Anti- virus"-Produkte an den Utility-Spezialisten Symantec in Lizenz zu geben. Wochen später übernimmt Network Associates für 640 Millionen Dollar den britischen Virenspezialisten Dr Solomon''s.

Im umkämpften Markt für Middleware spielt sich Bea Systems weiter in den Vordergund. Das Unternehmen kauft für einen vermutlich dreistelligen Millionenbetrag den Transaktionsmonitor "Top End" von NCR. Strategisches Produkt im Bea-Portfolio bleibt die "Tuxedo"-Software, deren neue Variante "M3" auf Basis der Common Object Request Broker Architecture (Corba) entwickelt wurde. Der NCR-Deal dient vor allem dazu, neue Kunden zu bekommen.

Nach dem Fall Microsoft gibt es jetzt auch einen Fall Intel. Die Kartellbehörde Federal Trade Commission bezichtigt die Prozessorschmiede, gegen geltendes Wettbewerbsrecht zu verstoßen. Sie will ähnlich wie im Fall Microsoft eine öffentliche Anklage erwirken. Intel soll PC-Herstellern wichtige Informationen über seine Prozessoren verweigert haben. Betroffen sind Intergraph, Digital Equipment und Compaq, an denen sich Intel offenbar wegen Patentrechtsklagen rächen möchte.

Unterdessen muß Intel die Auslieferung des 64-Bit-Chips IA 64 um sechs Monate verschieben. Nachdem die Designphase weitgehend abgeschlossen ist, scheinen die Probleme auf produktionstechnischer Ebene zu liegen. Vor Mitte des Jahres 2000 ist mit dem Prozessor, der von vielen Unternehmen sehnlichst erwartet wird, nicht zu rechnen.

Microsoft povoziert mit seinem Geschäftsgebaren nicht nur die Wettbewerbshüter. Nun steigt auch die Software Publishers Association (SPA) in den Ring. Der Softwareverband wirft Gates vor, über Windows NT sowohl Server- als auch Desktop-Plattformen dominieren zu wollen und damit die gesamte Marktentwicklung im Netzbereich zu lenken. Microsoft manipuliere die Branche mit eigenen Standards, bestrafe Kunden, die andere Produkte einsetzen wollten, und integriere immer mehr eigene Produkte in seine Softwarepakete, obwohl diese eigentlich nicht zum Funk- tionsumfang gehörten.

Das Undenkbare wird wahr: Felix Somm, ehemaliger Geschäftsführer des Online-Dienstes Compuserve, wird von einem Münchner Richter wegen der illegalen Verbreitung von kinderpornografischen Bildern sowie rechtsradikalen Gedankenguts zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Die Begründung: Somm hätte den Zugang auf entsprechende Internet-Newsgroups mit rechtswidrigem Inhalt verhindern können. Ein Aufschrei geht durch die weltweite Netzgemeinde: Können Internet-Service-Provider nun für alles verantwortlich gemacht werden, was sich im weltweiten Netz abspielt?

Im Markt für Analysesoftware gibt es eine spektakuläre Fusion: Der Olap-Spezialist Arbor Software übernimmt für 760 Millionen Dollar Hyperion, einen namhaften Anbieter von Finanz- und Controlling-Lösungen. Der Zusammenschluß richtet sich vor allem gegen Microsoft: Der Softwareriese will im Bundle mit seinem Datenbanksystem "SQL Server 7.0" die Olap-Engine "Plato" herausbringen.

MCI und Worldcom möchten fusionieren, doch die Kartellbehörden in den USA und Europa haben etwas gegen die Zusammenlegung der Nummern eins und zwei im internationalen IP-Backbone-Geschäft. Außerdem ist MCI ebenso wie die Worldcom-Tochter Uunet ein bedeutender Internet-Service-Provider. Um die Behörden gütlich zu stimmen, verkauft MCI nun für 625 Millionen Dollar sein Internet-Geschäft an Cable & Wireless. Die Genehmigung wird aber erst erteilt, als MCI außerdem zusagt, Verträge mit Großkunden neu zu gliedern, um eine Trennung zwischen Sprach- und Internet-Diensten sicherzustellen.

Die Cobol-Company Micro Focus übernimmt für 534 Millionen Dollar Intersolv, eine auf Services und auf Tools für Versionskontrolle und Konfigurations-Ma- nagement spezialisierte Softwareschmiede. Damit entsteht einer der weltweit größten Anbieter von Entwicklungswerkzeugen für geschäftskritische Applikationen. Ob Micro Focus allerdings mit seiner starken Fokussierung auf die als überholt geltende Programmiersprache Cobol langfristig Erfolg haben wird, ziehen immer mehr Analysten in Zweifel.

AT&T will America Online kaufen - doch das Angebot über 19 Milliarden Dollar lehnt AOL-Chef Stephen Case ab. Der Online-Dienst erwägt statt dessen selbst Übernahmen sowie Kooperationen mit Firmen aus Telekommunikation, Medien und Informationstechnik. Ist die Netscape-Akquisition schon geplant? Für AT&T jedenfalls ist die Absage eine bittere Pille. Der US-Carrier wollte eigentlich nicht nur mit Internet-Zugangsdiensten, sondern auch mit Online-Services und E-Commerce Umsatz machen.

Windows 98 wird ausgeliefert, doch die Öffentlichkeit interessiert sich im Vergleich zur Windows-95-Freigabe herzlich wenig für das neue Betriebssystem. Die meisten Anwender betrachten die neue Variante als einfaches Upgrade, das außer dem integrierten Browser und dem E-Mail-Client "Outlook Express" nicht viel Neues bringt. Texas Instruments (TI) verkauft seine Speicherfertigung an Micron Technology und konzentriert sich ganz auf digitale Signalprozessoren. Rund 3500 Arbeitsplätze bei TI werden abgebaut. Micron steigt mit diesem Deal, in dessen Rahmen TI eine zwölfprozentige Beteiligung erwirbt, zum zweitgrößten DRAM-Anbieter auf. (Siehe auch Schwerpunkt Seite 37) wird fortgesetzt