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08.01.1999 - 

Jahresrückblick, Teil 2

1998 - das Jahr, in dem die Monopole wankten

Augen zu und durch - nach diesem Motto kämpfen Anwender gegen ihr Jahr-2000- und Euro-Problem an. In der IT-Branche toben derweil Verteilungskämpfe: Compaq kauft Digital, America Online übernimmt Netscape, und CA verschluckt sich an CSC. Andere Sorgen haben Microsoft, Intel und die Deutsche Telekom: Sie bangen um ihr Monopol.

Ein Flaschengeist namens "Jini" geht um. Sun Microsystems kündigt die "Java Intelligent Network Infrastructure" an, mit der von beliebiger Stelle im Netz aus Konfigurationsaufgaben gelöst werden können.

Vorausgesetzt, alle Geräte sind mit einer Java-Ablaufumgebung (Java Virtual Machine) ausgestattet, lassen sie sich aus der Distanz konfigurieren, registrieren und mit Rechenleistung bestücken. Problem eins: Jini existiert bisher nur auf dem Papier. Problem zwei: Microsoft wird es nicht unterstützen.

Aus Madrid gibt es neue Erkenntnisse über die Geschäftsstrategie der SAP AG, die ihre europäische Anwendertagung Sapphire abhält. Die Walldorfer möchten nun ein größeres Stück vom Beratungsgeschäft, das bisher überwiegend Partnern überlassen wurde. Außerdem plant die Softwareschmiede, das Engagement für industriespezifische Lösungen zu verstärken und neue Produkte unabhängig von R/3 zu vermarkten. Unterdessen fällt der Aktienkurs von SAP, weil der Vorsteuergewinn im zweiten Quartal "nur" um 40 Prozent stieg - die Aktionäre sind mehr gewohnt.

Microsoft darf "Internet Explorer" und Windows 95 bündeln, urteilt ein amerikanisches Berufungsgericht. Die Trennung von Browser und Betriebssystem war im Dezember des Vorjahres angeordnet worden. Offen ist, ob diese Entscheidung Einfluß auf den für September angesetzten Antitrust-Prozeß haben wird.

Unterdessen trauen sich immer mehr Anbieter, gegen Microsoft in den Ring zu steigen. Real Networks beschuldigt das Unternehmen, dafür zu sorgen, daß die Multimedia-Abspielsoftware "Real Player" nach Installation des mit Windows 98 ausgelieferten Konkurrenzproduktes "Windows Media Player" nicht mehr einsatzfähig ist. Dieser Vorwurf erweist sich allerdings Wochen später als unbegründet. Anschuldigungen von Sybase, Oracle, Acer, Apple, Lotus und Electronic TV betreffen Preisdumping, wettbewerbsverzerrendes Bundling von Software sowie irreführende Ankündigungen und nicht gehaltene Zusagen.

Gegen Microsofts Anspruch, auch den Markt für Handheld-Computer über das Betriebssystem Windows CE kontrollieren zu wollen, richtet sich ein Joint-venture namens "Symbian". Darin wollen die Mobiltelefon-Anbieter Nokia und Ericsson zusammen mit Psion an dessen Betriebssystem "Epoc 32" für Kleincomputer und Smart- Telefone arbeiten. Auf Basis offener Standards soll für Mobiltelefone der Zugang zum Internet sowie zu Messaging- und anderen Übertragungsdiensten geschaffen werden. Psion ist mit 40 Prozent an dem gemeinsamen Unternehmen beteiligt.

Nach dem Motto, es gibt kein Problem, daß sich nicht mit Geld lösen ließe, beendet der Speichermedien-Hersteller Iomega einen Rechtsstreit mit der französischen Firma Nomai. Die Amerikaner übernehmen für 21 Millionen Dollar einen Mehrheitsanteil an der Firma, die ihnen mit billigen "XHD"-Wechselspeichermedien für "Zip"-Laufwerke das Geschäft verdorben hatte.

Das sind "Peanuts" im Vergleich zu den 68 Milliarden Dollar, die sich AT&T die Übernahme des amerikanischen TV-Kabelnetzbetreibers Tele-Communications. Inc. (TCI) kosten lassen will. Nach dem Merger hätte die AT&T-Division Consumer Services Zugang zu 33 Millionen verkabelten US-Haushalten und besäße einen Anteil von 40 Prozent an Home, einem Internet-Service-Provider, der das TV-Kabel nutzt. Folgerichtig ist der Deal ein Fall für die Kartellbehörden.

Für Europa ist eine zweite Ankündigung von AT&T wichtiger: Der US- Carrier schmiedet gemeinsam mit British Telecom eine transatlantische Allianz mit dem Ziel, multinationalen Konzernen einheitliche TK-Dienste anzubieten. Das gemeinsame Unternehmen soll 5000 Mitarbeiter beschäftigen und bereits im Startjahr profitabel sein und zehn Milliarden Dollar umsetzen.

Auch hier müssen die Kartellbehörden erst einmal ihr Plazet geben - vor allem auch deshalb, weil Monate später AT&T auch noch das Global Network von der IBM übernehmen will.

Bei Compaq wird es ernst: Die ersten 5000 Mitarbeiter müssen ihren Hut nehmen. Deutsche Digital-Mitarbeiter feiern Abschied von den guten alten Zeiten. Eine feucht-sentimentale Party steht unter dem Motto: "When we were kings" sowie "Und immer, immer wieder geht die Sonne auf..."

Erfreuliche Geschäftsergebnisse melden Sun Microsystems und Apple. Sun fährt einen Rekordgewinn ein, nachdem sich Server-Systeme und Workstations sehr gut verkauft haben. Für rund 170 Millionen Dollar übernimmt die Java-Company mit Netdynamics einen Anbieter von Applikations-Server-Software und Internet-Tools.

Apple überrascht die Finanzanalysten mit einem Erlös von 65 Cent je Aktie im dritten Quartal - erwartet worden waren 33 Cent. Offenbar zahlt sich die Politik von Steve Jobs aus, das Management auszutauschen, die Kosten drastisch zu senken und von insgesamt 15 Produktlinien nur noch vier übrigzulassen. Im Consumer-Markt meldet sich Apple mit dem "I-Mac" zurück, einem Designer- Macintosh, der überwältigenden Zuspruch findet.

Das Urteil gegen den Ex-Compuserve-Chef Felix Somm hat Folgen. Nachdem sich Somm für kinderpornografische Inhalte in Internet- Newsgroups verantworten muß, beschließt der US-Service-Provider Psinet, binnen drei Monaten alle Speicherkapazitäten mit Web- Inhalten ins europäische Ausland zu verlagern. Aus der großen Server-Farm, die Psinet ursprünglich gemeinsam mit HP in Frankfurt am Main errichten wollte, wird nun nichts mehr.

Die Linux-Lawine ist losgetreten: Nach der Software AG mit "Adabas D" und Inprise mit "Interbase" portiert jetzt auch Computer Associates sein "Ingres II" auf das Open-Source-Betriebssystem Linux. Informix und Oracle arbeiten ebenfalls an einer Variante. Nachdem Microsoft sich mit dem "SQL Server 7" anschickt, in die Phalanx der Datenbankspezialisten einzudringen, antworten diese mit einer Politik der Öffnung.

Die Metro AG will ihr gesamtes Computergeschäft an den US- Distributor CHS Electronics verkaufen. Betroffen sind die Vobis Microcomputer AG, die Vobis Assembly GmbH, die Peacock System GmbH und die Maxdata Computer GmbH. CHS will 587 Millionen Mark zahlen und zudem die aufgelaufenen Schulden in diesem Geschäftszweig übernehmen, die bei 648 Millionen Mark liegen.

Soweit die Theorie. Im Oktober platzt der Deal, obwohl der Kaufvertrag bereits im Juni unterzeichnet worden war. "CHS war trotz gewährter Nachfristen nicht in der Lage, den Kaufpreis zu bezahlen", heißt es bei Metro. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll nun Maxdata in der zweiten Hälfte 1999 an die Börse geführt werden, während die Vobis-Ladengeschäfte auf andere Unternehmen der Metro-Gruppe verteilt werden sollen.

Wer bei der Norisbank Geld abheben möchte, erlebt eine böse Überraschung. Seit Wochen plagen Systemausfälle und Unregelmäßigkeiten Bankangestellte wie Kunden. Schuld ist die fehlerhafte Einführung der Siemens-Software "Kordoba", für die nach Angaben eines Norisbank-Sprechers die Siemens Business Services Verantwortung trägt.

Reich werden mit Software - wie man''s macht, zeigen die Topmanager Charles Wang, Sanjay Kumar und Russell Artzt. Ihr Unternehmen Computer Associates weist nach dem ersten Quartal 1998 Sonderaufwendungen in Höhe von 675 Millionen Dollar aus, für die über 20 Millionen Bonusaktien an das Trio ausgegeben wurden. Die drei hatten sich belohnt, weil sie den Aktienkurs über einen Zeitraum von 60 Tagen stabil über einem festgelegten Grenzwert gehalten hatten. Aktionäre protestieren und reichen Klage ein, weil Wang & Co. erst nach Ablauf dieser Frist eine Gewinnwarnung für die nächsten Quartale ausgegeben und damit den Kurs zum Absturz gebracht hätten.

Der Großrechneranbieter Comparex geht zu 75 Prozent in den Besitz der südafrikanischen Unternehmensgruppe Persetel über. BASF, zuletzt noch 60prozentiger Eigner des Rechnerherstellers, möchte sich ganz auf das Chemiegeschäft konzentrieren und stößt weitere 35 Prozent seiner Anteile ab.

Nicht so günstig verläuft die Geschäftsentwicklung bei Hewlett- Packard: Nach der Gewinnwarnung vor wenigen Wochen werden jetzt die Gehälter im mittleren und gehobenen Management gekürzt. National Semiconductor schickt seine Mitarbeiter angesichts der schweren Flaute im Halbleitergeschäft für zehn Tage in Zwangsurlaub. Auch Intel fordert seine Angestellten auf, unbezahlten Urlaub zu nehmen.

Der Siemens AG hat das disaströse Halbleitergeschäft ebenfalls arg zugesetzt. Unternehmenslenker Heinrich von Pierer entschließt sich, das erst vor 15 Monaten geöffnete Halbleiterwerk im englischen North Tyneside wieder zu schließen. Niemand glaubt ernsthaft, daß Siemens für das Werk einen Käufer finden wird. Asienkrise, Überproduktion und heftiger Preisdruck führen dazu, daß nahezu alle Anbieter in der Krise stecken.

Die Übernahme von Stratus Computer, einem Anbieter fehlertoleranter High-end-Systeme, läßt sich die Netzwerk-Company Ascend Communications 822 Millionen Dollar kosten. Die Stratus- Systeme werden vor allem von Telecom-Carriern eingesetzt, die darauf das Herzstück vieler Sprachkommunikationssysteme, die Software "Signaling System 7", fahren. Ascend verspricht sich von der Übernahme einen Vorsprung im Bereich der Sprach-Daten- Kommunikation, ein Marktsegment, das auch Cisco interessiert.

Der holländische Software-Anbieter Baan schlittert immer tiefer in die Krise. Mitbegründer Jan Baan tritt aus dem Vorstand zurück, nachdem er bereits vor wenigen Wochen das Amt des Chief Executive Officer an Tom Tinsley übergeben hatte. Als nächster Schritt wird nun die Entflechtung der Geschäfte mit Vanenburg Ventures erwartet. Dieses Unternehmen gehört den Brüdern Jan und Paul Baan. Es organisiert den indirekten Vertrieb sowie das Mittelstandsgeschäft.

Baan war von der Börsenaufsicht vorgeworfen worden, den Verkaufswert von Produkten als Umsatz auszuweisen, die von den Vertriebsgesellschaften noch gar nicht ausgeliefert worden waren. In seinem dritten Quartal bilanziert das Unternehmen einen Verlust von rund 30 Millionen Dollar. Doch auch die SAP AG berichtet über ein verlangsamtes Wachstum. Marktforscher verkünden bereits das Ende der goldenen Zeiten für ERP-Anbieter.

Die ganze Branche wartet auf "Merced"

Im Vorfeld des Antitrust-Prozesses gegen Microsoft geht es hoch her: Bill Gates streitet alle Monopolvorwürfe ab und klagt seinerseits gegen die 20 US-Bundesstaaten, die ihm an den Kragen wollen. Seine Begründung: Windows 95 und 98 seien urheberrechtlich geschützt, niemand könne Microsoft vorschreiben, wie damit umzugehen sei. Ferner weigert sich Gates, für eine zweitägige Vernehmung zur Verfügung zu stehen. Doch Richter Thomas Jackson zwingt ihn und das gesamte Topmanagement, vor Gericht zu erscheinen. Ein Antrag auf Ablehnung der Kartellklage scheitert ebenfalls.

Unterdessen erzwingt die Softwareschmiede Caldera, daß Microsoft Teile des Windows-3.x-Quellcodes zur Einsicht freigeben muß. Caldera hatte Anklage erhoben, weil Microsoft MS-DOS und Windows in unzulässiger und technisch nicht zu rechtfertigender Weise kopple, um DOS-Versionen anderer Anbieter - unter anderem das DR- DOS von Caldera - aus dem Markt zu drängen. Wie dumm nur, daß Microsoft ausgerechnet den Windows-95-Code verlegt hat..

Beim amerikanischen PC-Hersteller Packard Bell-NEC übernimmt die japanische NEC Corp. die Mehrheit. Ihre Beteiligung wird von 49 auf 52,8 Prozent aufgestockt, nachdem NEC 225 Millionen Dollar in die US-Company investiert. Mit einer erneuten Finanzspritze über 25 Millionen Dollar ist außerdem die französische Groupe Bull dabei, die ihren Anteil auf zwölf Prozent erhöht.

Die ganze IT-Branche wartet auf Intels Wunderchip "Merced", doch eine wirkliche Innovation versprechen sich Insider erst von dessen Nachfolger "McKinley". Von diesem für das Jahr 2001 angekündigten Chip, der doppelt so schnell sein soll wie der IA-64-Erstling, erwarten Marktbeobachter den Durchbruch der 64-Bit-Technologie.

Überraschung im Softwaremarkt: Lange Jahre vom Erfolg verwöhnt, fällt Desktop-Publishing-(DTP-)Spezialist Adobe plötzlich in ein tiefes Loch. Das Softwarehaus kündigt Verluste und Entlassungen an - völlig überraschend für die Finanzwelt, die von einem Gewinn von 52 Cent je Aktie ausgegangen war.

In dieser Phase macht der gesündere Erzrivale, DTP-Marktführer Quark, ein unsittliches Angebot. Notfalls werde man sich Adobe im Rahmen einer feindlichen Übernahme einverleiben. Das Adobe- Management wehrt sich entschieden gegen den Übergriff des fünfmal kleineren Wettbewerbers und engagiert einen Investment-Banker, der alles daran setzen soll, die Übernahme so teuer wie möglich zu gestalten. Die Akquisition findet nicht statt.

Im mittelständisch geprägten deutschen Softwaremarkt kommt es zu einer interessanten Verbindung: Die BIW GmbH, Weinstatt, und die Rembold + Holzer Holding in Breisach beschließen ihren Zusammenschluß zur Brain International Holding AG. Die fusionierten AS/400-Softwarehäuser bedienen gemeinsam rund 1200 mittelständische Kunden und wähnen sich auf Rang acht der deutschen Softwarehaus-Rangliste.

Die Schlagzeile des Monats gehört Peoplesoft: Den Softwerkern gelingt es nach fast vier Jahren Laufzeit und Investitionen ihres Kunden von rund 100 Millionen Mark nicht, die Personalsoftware beim Siemens-Konzern erfolgreich unterzubringen. Das "Human Resource Management System" wird mit den landes- und Siemens- spezifischen Gesetzen, Tarifen und Datenschutzverordnungen nicht fertig. Die Rotstift-Jongleure von McKinsey tragen schließlich dazu bei, daß sich Siemens zu einem Wechsel auf SAP-Software durchringt.

Noch eine Hochzeit im deutschen Softwaremarkt: Für weniger als 50 Millionen Mark schluckt die auf Dokumenten-Management und Workflow spezialisierte SER Systeme AG, Neustadt/Wied, das Dortmunder Softwarehaus Quantum. SER interessiert sich dabei weniger für die betriebswirtschaftliche Standardsoftware "Mega" als für die 280 hochqualifizierten und projekterfahrenen Mitarbeiter von Quantum und für deren Kunden. Außerdem sind die Dortmunder Systemhaus- Partner der SAP AG und könnten SER auch Zutritt zu diesem Kundenkreis verschaffen.

SAP selbst kämpft derweil mit einem aufmüpfigen US-Kunden, dem in Konkurs gegangenen Pharmahändler Fox Meyer Corp. Dessen Sequestor fordert Schadensersatz in Höhe von 500 Millionen Dollar, weil die SAP-Software entgegen allen Zusicherungen mit den Anforderungen und Datenmengen des Kunden nicht zurechtgekommen sei. Die Walldorfer geben den Schwarzen Peter an die Projektleitung weiter, die es offenbar nicht verstanden habe, für eine Installation dieser Größenordnung die richtige Hardware-Ausstattung zu wählen und die Software angemessen zu konfigurieren.

Wenig schmeichelhafte Gerüchte kreisen um SAP-Manager Paul Wahl. Der US-Geschäftsführer verläßt das Unternehmen überraschend, um an die Spitze einer kleinen amerikanischen Startup-Company namens Tristrata zu treten. Im CW-Gespräch sagt Wahl, daß er weder zu den SAP-Mitarbeitern gehört, gegen die wegen unerlaubter Insidergeschäfte ermittelt wird, noch irgendeine Schuld am Scheitern des R/3-Projektes bei Fox Meyer trägt. Ihn habe schlicht die neue Aufgabe bei einer sehr vielversprechenden Startup-Company im Markt für Datensicherheitsprodukte gereizt.

Im Markt für Software-Entwicklungs-Tools schreitet der Konzentrationsprozeß voran. Nach der Fusion von Micro Focus und Intersolv schluckt jetzt Sterling Software den Anbieter Cayenne. Die Softwareschmiede war 1996 aus der Fusion von Cadre Technologies und Bachman Information Systems hervorgegangen - ein Merger, der nicht vom Erfolg gekrönt war. Trotz leistungsfähiger Modellierungs- und Design-Tools für die objektorientierte Programmierung mußte das Softwarehaus rückläufige Umsätze und Verluste in Kauf nehmen. Daher kam die rund 11,4 Millionen Dollar teure Übernahme durch Sterling beiden Anbietern sehr gelegen. Sterling hatte bereits im Juni die Synon Corp. übernommen.

Eines der großen Sommerthemen ist die Asienkrise, deren Dimension so richtig deutlich wird, als Hitachi sein Ergebnis für 1998/99 vorhersagt: Für das Geschäftsjahr, das am 31. März 1999 endet, erwartet der Konzern einen Verlust von 3,2 Milliarden Mark - das schlechteste Ergebnis seit 50 Jahren. Entlassungen, Gehaltskürzungen und eine Reorganisation sind die Folgen. In den nächsten Wochen melden weitere namhafte Konzerne aus Nippon schwache Ergebnisse.

Den Pionieren im Markt für weltweite satellitengestützte Handy- Netze ist das Mitleid der Branche sicher. Iridium muß den Start seines 66 Kommunikationssatelliten umfassenden Netzes vom 23. September auf den 1. November verschieben. Das Projekt kränkelt an allen Ecken und Enden: Satelliten fallen aus, und notwendige Lizenzen werden von zahlreichen Ländern verweigert. Sind die fünf Milliarden Dollar Anlaufinvestition bereits verloren? Dem ärgsten Rivalen Globalstar geht es nicht besser: Die russische Trägerrakete "Zenit-2", die zwölf Satelliten ins All transportieren sollte, explodiert kurz nach dem Start in Kasachstan.

Telekom-Chef Ron Sommer schimpft wie ein Rohrspatz auf die deutsche Regulierungsbehörde. Sie erlaube "parasitären Wettbewerbern" die Nutzung vorhandener Netze zu unangemessen niedrigen Preisen, klagte Sommer auf einer internationalen Konferenz, die das "Wall Street Journal" ausgerichtet hatte. Große Netzbetreiber wie die Telekom würden gezwungen, an Ausgaben für die Netzinfrastruktur zu sparen - angeblich eine Katastrophe für die gesamte Volkswirtschaft.

Digital-Anwender, die nach der Übernahme durch Compaq um die Zukunft der Chiparchitektur "Alpha" gefürchtet hatten, werden eines Besseren belehrt: Compaq rüstet die mit Tandem übernommenen "Himalaya"-Server von Mips auf Alpha um. Beobachter halten die Verschiebung von Intels IA-64-Architektur für einen wesentlichen Grund.

Mit Oracle und Hewlett-Packard schwächeln zwei internationale Traditionsunternehmen. Oracle leidet unter der Stagnation im weltweiten Datenbankgeschäft, in dem derzeit nur Microsoft mit seinem billigen SQL Server vorankommt. Mit einer Aufholjagd im Markt für betriebswirtschaftliche Standardsoftware will Unternehmensgründer Larry Ellison die Scharte auswetzen.

Hewlett-Packard leidet an strukturellen Problemen, die eine nur schleppende Geschäftsentwicklung zur Folge haben. Dem Unternehmen ist im Gegensatz zum Erzrivalen IBM der Sprung ins Servicegeschäft nur teilweise gelungen. Auch ging der Plan, den Mainframe-Markt mit Hochleistungs-Servern unter Unix aufzumischen, nur bedingt auf. HP krankt ferner an zu hohen Kosten und einer kaum noch durchschaubaren Unternehmensstruktur. Mit dem Abbau von zunächst 2500 Mitarbeitern will CEO Lewis Platt sein Problem in den Griff bekommen.

Hermann-Josef Lamberti, Geschäftsführer der IBM Deutschland GmbH, wechselt nach nicht einmal zwei Jahren in den Vorstand der Deutschen Bank. Über den Grund wird nur spekuliert - aber die Interpretationen zielen alle in dieselbe Richtung: Ein deutscher Geschäftsführer der IBM hat nach der weltweiten Reorganisation in vertikale Einheiten nicht mehr viel zu melden. Vielleicht hat es Nachfolger Erwin Staudt leichter: Er war zuvor weltweit für das Geschäft mit der Prozeßindustrie verantwortlich.

Computer Associates (CA) kauft von Siemens die System-Management- Plattform "Transview", die in "Unicenter TNG" integriert werden soll. Vereinbart wird ferner, daß Siemens die Lösung von CA vermarkten und weltweit Serviceleistungen dazu anbieten soll. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers hatte Siemens nur die Wahl zwischen beträchtlichen Investitionen in die eigene Software oder dem Verkauf. Siemens könnte CA nun neue Kanäle für das Service- und Supportgeschäft in Europa öffnen.

Um zu einem IT-Service-Anbieter von Rang aufzusteigen, geht die Info AG eine Überkreuzbeteiligung mit der Systematics-Gruppe, Hamburg, ein. Damit gewinnt die in den Bereichen LAN- und WAN- Management sowie im Markt für Backup-Rechenzentren aktive Info AG Know-how im operativen RZ-Betrieb sowie in der SAP-Beratung, dem Data-Warehouse-Business und dem Markt für Vertriebsinformations- Software hinzu.

Unbefriedigende Antworten gibt es auf die Frage, ob Siemens sein PC-Geschäft künftig selbst betreiben oder veräußern möchte. Die Münchner hatten ursprünglich geplant, diesen Geschäftszweig an Acer abzustoßen. Da die Taiwaner jedoch von der Asienkrise gebeutelt wurden, kam der Deal nicht zustande. Nun hört man aus dem Siemens-Management von der einen Seite, die Geschäftseinheit sei nicht groß genug, um auf dem Weltmarkt zu bestehen. Andererseits erklärt ein Unternehmenssprecher, man verspüre keinen Druck, sich von der PC-Produktion zu trennen.

Das Jahr-2000-Problem bedroht die Weltwirtschaft - eine Meldung, die keiner mehr hören will. Doch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit OECD warnt, daß aufgrund der weltweiten IT-Umstellungsprobleme mit einer kurzzeitigen Inflation sowie mit negativen Auswirkungen auf das globale Wirtschaftswachstum zu rechnen sei. Auch könnten die Finanzmärkte Schaden nehmen, wenn Investoren erst das Ausmaß des Risikos erkannt hätten.

Ungemach droht auch von seiten der Telecoms, die mit dem Umrüsten ihrer Hard- und Software kaum nachkommen. Es fehlt an Interoperabilitätstests der Infrastruktur zwischen verschiedenen Carriern sowie an Transparenz darüber, wer im Markt mit seiner Umstellung wie weit fortgeschritten ist. Die Kunden machen sich zu Recht Gedanken, denn auch auf Marktforschungsaussagen können sie sich nicht verlassen. Sobald ein Analyst aufgeschreckt durch neue Detailkenntnisse zur Vorsicht mahnt, gibt sein Wettbewerber wieder Entwarnung.

Eine Studie der COMPUTERWOCHE bestätigt den Erfolg der Liberalisierung im Telekommunikationsmarkt: Ein Fünftel von 518 befragten Firmen hat der Deutschen Telekom 1998 den Rücken gekehrt. Vor allem der Mittelstand setzt auf Preselection-Verträge mit alternativen Anbietern. Die Unternehmen sparen im Schnitt 20 Prozent ihrer Telefonkosten ein.

Der Münchner CeBIT-Herausforderer Systems will es nach einer langen Durststrecke wieder wissen. Auf dem neuen Messegelände in München-Riem finden sich mehr Aussteller, mehr Besucher und vor allem die zuletzt untreu gewordenen Anbieter Hewlett-Packard, Compaq und Epson ein. Allerdings ist die Veranstaltung von der CeBIT weiterhin meilenweit entfernt.

Der Datenbankhersteller Informix kauft mit Red Brick Systems einen der Pioniere im Data-Warehouse-Markt, der vor allem in den USA über eine interessante Kundenbasis verfügt. Die Produkte des für 35 Millionen Dollar übernommenen Softwarehauses sollen in die Informix-Palette integriert werden. Informix peilt nach einem zuletzt eher dürfti-gen Wachstum das Data-Warehouse-Geschäft im High-end-Markt an.

Eine interessante Konstellation ergibt sich im boomenden Markt für den Online-Buchverkauf: Bertelsmann entschließt sich zu einem Joint-venture mit der US-Buchhandelskette Barnes & Noble. Zur Hälfte gehört nun der Literaturvertrieb Barnes&noble. com dem Mediengiganten aus Gütersloh, der sich den Einstieg in den US- Online-Markt 200 Millionen Dollar kosten läßt.

Daß sich Intel für Netzkomponenten interessiert, ist bekannt. Immer wieder kamen 1998 beispielswiese Gerüchte auf, der Prozessorkrösus werde 3Com schlucken. Tatsächlich übernimmt Intel jedoch für 185 Millionen Dollar die Shiva Corp., die Produkte für Virtual Private Networks und Remote-Access-Systeme offeriert. Ferner steigt Intel mit einer halben Milliarde Dollar beim US- Chipproduzenten Micron ein. Die sechsprozentige Beteiligung gilt vor allem den Speicherbausteinen von Micron und hier besonders den "Direct-Rambus-DRAM"-Komponenten.

Im Softwaremarkt kommt es derweil zu einem Zusammenschluß, der sich klar gegen Microsoft richtet: IBM kündigt eine enge Kooperation mit SCO an. Mehrere hundert Millionen Dollar sollen in die Entwicklung eines gemeinsamen Unix-Betriebssystems auf Basis von SCOs Unixware und IBMs AIX investiert werden, das sowohl Intel-Prozessoren mit 32- und 64-Bit-Architekturen als auch IBMs Power-PC-Plattform unterstützt. Die Anbieter haben sich vor dem Abschluß der Mitarbeit von Intel versichert.

America Online (AOL) übernimmt im Rahmen eines Aktientauschs im Wert von 4,2 Milliarden Dollar den Internet-Pionier Netscape. AOL geht es vor allem um die Browser-Technik und das Portal "Netcenter". Deshalb wird Sun Microsystems mit ins Boot geholt. Für 350 Millionen Dollar, zahlbar in Form von Lizenz- und Marketing-Gebühren, erwirbt Sun das Recht, die E-Commerce- und Server-Produkte von Netscape zu nutzen und zu vermarkten. Gemeinsam wollen AOL und Sun außerdem Java-basierte Geräte für den Internet-Zugang entwickeln, die dem Online-Dienst AOL zu einer weiteren Verbreitung verhelfen sollen.

Daß Sun allein über die Weichenstellungen im Java-Markt befinden soll, ist dem Wettbewerb ein Dorn im Auge. Unter der Leitung von Microsoft und Hewlett-Packard schließen sich 15 Hersteller zur Real Time Java Working Group zusammen. Sie wollen zunächst einen offenen Standardisierungsprozeß im Bereich der Echtzeiterweiterungen von Java im Bereich der Embedded-Systeme erreichen.

Im deutschen PC-Markt geht es hoch her: Die Schadt Computertechnik GmbH, die über 100 Ladengeschäfte betreibt, meldet Konkurs an. Die Ära der Billig-PC-Anbieter scheint sich ihrem Ende zuzuneigen, da branchenfremde Anbieter wie Warenhäuser und Lebensmittel- Discounter in den Markt drängen. Vor allem Aldi machte mit seinen Billigangeboten Furore.

Schnäppchen finden sich jetzt auch in einem traditionell hochpreisigen Markt, dem für betriebswirtschaftliche Standardsoftware. SAP, Baan und Peoplesoft unterbieten sich zumindest in den USA mit Dumping-Angeboten. Wer geschickt taktiert und den maximalen Rabatt herausschlägt, kann bis zu 70 Prozent unter dem Listenpreis bleiben.

Microsoft nennt Windows NT 5.0 nun Windows 2000 - ein Hinweis auf den Auslieferungstermin? Nach ersten Betatests wird jedenfalls offenkundig, daß die Software-Company noch sehr viel Arbeit mit ihrem Betriebssystem hat. Die für 1999 angekündigte Auslieferung wird immer unwahrscheinlicher.

Baan kündigt die Entlassung von 20 Prozent seiner Mitarbeiter - 1200 von 6000 Beschäftigten müssen gehen - und eine umfassende Restrukturierung an. Da Baans Schwächen im Bereich Service und Support bekannt sind, fürchten die Anwender nun eine abermalige Verschlechterung.

Im Microsoft-Prozeß kommen die ersten Zeugen der Anklage zu Wort. Nach der Vernehmung von Netscape-Chef Jim Barksdale erhärtet sich der Verdacht, Microsoft habe eine ungesetzliche Marktabsprache mit dem Browser-Hersteller versucht. Apple-Manager Avadis Tevanian sagt aus, Microsoft habe Apple zwingen wollen, die Multimedia- Software Quicktime einzustellen. Außerdem soll die Gates-Company gedroht haben, das Office-Paket nicht mehr für den Mac zu entwickeln, sollte Apple sich weigern, den Browser von Microsoft standardmäßig auszuliefern.

Unterdessen erleidet die Softwareschmiede gegen Sun eine Schlappe: Per einstweiliger Verfügung erwirkt Sun, daß Microsoft innerhalb von 90 Tagen Browser und diverse Entwicklungsprodukte an die von Sun festgelegten Normen anpassen muß. Microsoft soll verschiedene Copyrights verletzt und gegen Wettbewerbsrecht verstoßen haben.

Das Unix-Derivat Linux findet eine Verbreitung, die Microsoft offenbar als bedrohlich einschätzt. Das Betriebssystem vereine die besten Unix-Features in sich und habe das Zeug, als Basissoftware für den Einsatz unternehmenskritischer Systeme breitflächig zum Einsatz zu kommen, urteilt eine Microsoft-interne Studie, die unter dem Codenamen "Halloween"-Papier Verbreitung findet. Wer nun denkt, Microsoft habe diesen Bericht absichtlich veröffentlicht, um dem Gericht zu beweisen, daß von einem Monopol von Gates & Co. nicht die Rede sein kann, der irrt: Microsoft schlägt zur Abwehr des Gegners unter anderem vor, Standardprotokolle des Internets proprietär zu erweitern, so daß Freeware-Entwickler keinen Zugang mehr zu deren Spezifikationen haben.

Die Integration der IT-Tochter Siemens-Nixdorf in den Mutterkonzern löst bei Anwendern Verwirrung aus. Zwar gibt es seit dem 1. Oktober die drei Siemens-Bereiche IuK Produkte, IuK Netze und IuK Business Services, aber wie die Koordination zur Bedienung von Großkunden erfolgen soll, bleibt im dunkeln. Eine eindeutige Produkt- und Strategieplanung ist nach Meinung des Anwendervereins Save noch nicht in Sicht.

Chaostage beim Münchner Elektronikkonzern Knürr verursacht Standardsoftware-Anbieter SSA. Dessen PPS-Software "BPCS" konnte nicht zur Zufriedenheit eingeführt werden. Lagerbestände stimmten nicht, Liefertermine platzten, Auftragsdaten wurden nicht korrekt von einem Softwaremodul zum nächsten weitergegeben. Der Schaden läßt sich aus der Knürr-Bilanz ablesen: Statt den erwarteten 6,4 Millionen Mark Gewinn konnten nur 3,1 Millionen eingestrichen werden.

Ein Leben in Unabhängigkeit von Microsoft - diese Vision hegen immer mehr Softwarehäuser, darunter Oracle, Corel und Star Division. Oracle kündigt dedizierte Datenbank-Server für das Billigsegment an, die ohne ein Microsoft-Betriebssystem auskommen. Die Rechner sollen in Zusammenarbeit mit Dell, Sun, Hewlett- Packard und Compaq entstehen. Corel und Star bringen ihre Office- Pakete auf Linux heraus. Die Hamburger Star Division verschenkt ihr Office-Paket zudem an private Anwender.

Der Markt für Informations- und Kommunikationstechnik wächst im Eiltempo, doch es fehlt an allen Ecken und Enden an Personal. Rund 500 000 Stellen können in Europa gegenwärtig nicht besetzt werden, im Jahr 2003 sollen es 1,2 Millionen sein. Die Europäische Union will mit attraktiveren Rahmenbedingungen für Existenzgründer einen Beitrag leisten.

Allerdings müßten sich die Eurokraten dazu in wichtigen Grundsatzfragen einig werden - und das scheint nicht der Fall zu sein. Streit gibt es um die digitale Signatur, die nach Meinung einiger Regierungen, darunter denen von Deutschland und Frankreich, per Smartcard erfolgen sollte. Andere Länder wehren sich gegen eine technische Spezifizierung in der Gesetzgebung und wollen kein Zertifizierungsverfahren vorgeschrieben sehen. Electronic Commerce in Europa scheint ein schwieriges Geschäft zu werden.

Eine bayerische Brauerei erregt Aufsehen, indem sie sich zu einer Internet-Bank wandelt. Die Rede ist von der Brauhaus Amberg AG, die nach einem Konkurs durch einen Zwangsvergleich aufgelöst worden war. Den amtlich no- tierten Börsenmantel kaufte die Deutsche Balaton Broker Holding, die den Geschäftszweck änderte und das virtuelle Emissionshaus Net.IPO gründete.

Gute Nachrichten melden Compaq und Digital Equipment, die bei der Fusionierung ihrer Unternehmen schneller voranschreiten als gedacht. Insgesamt sollen nun über 700 DEC-Angestellte gehen. Davon wechseln 148 zur Simac ICT GmbH, Hannover, die von DEC die Servicesparte Small and Medium Business kaufte. 556 Beschäftigte bekommen keinen neuen Job, werden aber Gerüchten zufolge sehr großzügig abgefunden.

Aus dem Data-Warehouse-Markt scheidet einer der Pioniere aus: Prism Solutions wird für rund 42 Millionen Dollar von Ardent Software geschluckt. Ardent gilt als Hai im Warehouse-Becken. Die Softwareschmiede entstand aus der Fusion von Vmark und Unidata. Sie hat bereits O2 Technology und Dovetail Software aufgekauft.

Werner Müller heißt der neue Bundeswirtschaftsminister - jetzt kennen ihn alle. Müller rät Telekom-Chef Ron Sommer, seinen Antrag auf Festlegung einer Gebühr (47,26 Mark) für den Ortsnetzanschluß zurückzuziehen. Damit ist die Entscheidung über den sogenannten entbündelten Teilnehmeranschluß erst einmal vertagt. Die Wettbewerber müssen weiter auf eine Entscheidung warten, ehe sie sich im großen Stil auf das Ortsnetzgeschäft stürzen können.

Die SAP arbeitet an der Öffnung von R/3 für die Programmiersprache Java. Gemeinsam mit der Extensible Markup Language (XML) soll Java künftig die SAP-eigene Programmiersprache "Abap" ergänzen.

Für fünf Milliarden Dollar kauft AT&T das Global-Network-Geschäft der IBM. Dem Deal waren monatelange Spekulationen vorausgegangen, wer den Zuschlag erhalten würde. Gleichzeitig erhält IBM vom US- Carrier einen Outsourcing-Auftrag im Wert von vier Milliarden Dollar, bei dem es um den Betrieb von Rechenzentren sowie das Applikations-Management geht. Analysten halten den Deal für sinnvoll, da sich beide Hersteller nun besser auf ihr Kerngeschäft besinnen können. Offen ist allerdings noch bis weit ins nächste Jahr hinein, ob die Kartellbehörden der Übernahme zustimmen werden.