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23.01.1998 - 

Personalberatung wertet Beobachtungen aus

1998 weiterhin sehr gute Chancen für IT-Spezialisten

Der Schwerpunkt der Personalnachfragen lag laut Gabriele Kernwein, Geschäftsführerin von PC/Enter, immer noch bei Experten für Alttechnologien. Hier habe sich die Nachfrage von den Programmierern hin zu Programmtestern verlagert. Auch Qualitäts-Management habe an Bedeutung gewonnen. Nicht nur Großrechnerexperten waren mit Blick auf die Euro-Einführung und die technischen Umstellungen zum Jahr 2000 - mit entsprechenden Auswirkungen auf die Gehaltsstrukturen - gefragt. Auch auf den Gebieten Multimedia, Objektorientierung, Windows NT, SAP sowie Vertrieb wuchs der Personalbedarf. Im Dienstleistungsbereich wurden Anwendungsexperten bevorzugt, die Fachwissen auf Anwendungs- sowie auf Hard- und Softwareseite bieten können. Gefragt seien darüber hinaus mehr Software-Entwickler als Systemexperten.

Unternehmen mußten 1997 verstärkt die Erfahrung machen, ihren IT-Personalbedarf nicht ausreichend decken zu können, so Kernwein. Dies führte zum einen dazu, daß im Großrechnerumfeld zunehmend Freiberufler für die Projektarbeit engagiert wurden. Zum anderen machte die Geschäftsführerin die Beobachtung, daß Unternehmen ihre Anforderungen an Bewerber reduzierten und bereit waren, auch Hochschulabgänger ohne Berufserfahrung einzustellen. So hätten qualifizierte Hochschulabsolventen die Chance, zwischen zwei bis vier Stellenangeboten auszuwählen.

Derzeit könnten auch 50jährige IT-Spezialisten, beispielsweise aus dem MVS-Umfeld, erfolgreich den Arbeitsplatz wechseln, obwohl normalerweise Bewerber bereits mit 40 Jahren schwierig zu vermitteln seien.

Die Gehälter werden nach Einschätzung von PC/Enter 1998 weiter steigen. Auch das Nord-Süd-Gefälle bei der Nachfrage nach qualifiziertem DV-Personal werde sich festigen. So sei im Süden Deutschlands derzeit ein hoher IT-Personalbedarf zu beobachten. Auf Bewerberseite, kritisiert PC/Enter, sei leider eine geringe Flexibilität mit Blick auf einen eventuellen Standortwechsel zu beobachten.