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21.03.1997 - 

IDC-Studie sieht PC-Alternativen auf dem Vormarsch

1998 wird das Schicksalsjahr für die Netzwerk-Computer

Obwohl weder die NCs noch die von den Wintel-Protagonisten positionierten Net-PCs kurzfristig die hergebrachten Desktop-Rechner im kommerziellen Umfeld ersetzen könnten, glaubt IDC an die Zukunft solcher Geräte. Im laufenden Jahr werde eine Reihe weiterer Hersteller versuchen, auf der Desktop-Seite mit Thin Clients zusätzlichen Umsatz zu generieren. Diese Unternehmen seien allerdings nicht bereit, allzuviel zu investieren, solange die Marktchancen unsicher seien, meint Eileen O'Brien, Director von IDCs Terminals and Intranet Network Computer Program.

"Wenn die Geräte die Erwartungen nicht erfüllen, könnte es Ende 1997 zu einem Rückschlag in diesem Marktsegment kommen", so O'Brien. Im Jahr 1998 werde sich entscheiden, ob dieser Technologie der Durchbruch gelinge. Im vergangenen Jahr sind laut der IDC-Untersuchung vor allem X-Terminals mit NC-Label verkauft worden. Dies werde sich 1997 ändern, wenn Anbieter wie Sun, Oracle oder IBM ihre NC-Varianten auf den Markt brächten.

Die IDC-Analysten haben für einen möglichen Durchbruch der Thin Clients drei Gründe ausgemacht. Zum einen würden sich die Geräte letztlich als zuverlässige und stabile Plattform erweisen. In wenigen Jahren hätten zudem viele Unternehmen den Schritt zu kleineren, schlanken Anwendungen wie etwa Java-Applets getan. Mit der steigenden Zahl installierter NCs werden die Unternehmen die langfristigen Kostenvorteile der Geräte erkennen, prognostiziert IDC. Durch die höheren Stückzahlen seien zudem noch niedrigere Preise zu erwarten. Der weitaus größte Teil der Netzwerk-Computer werde in das Business-Umfeld geliefert. Das Bildungssegment erreiche niemals mehr als zehn Prozent der ausgelieferten Geräte.

IDC unterteilt den entstehenden Markt in die Gruppen Unternehmens-NCs und sogenannte Information Appliances, die eher für den Home-Bereich konzipiert sind. Innerhalb dieser Kategorien definieren die Marktauguren acht Ausprägungen, die bis zum Jahr 2001 für den Internet/Intranet-Zugang genutzt würden. Dazu gehören PCs, NC-Clients, Net-PCs, Bildtelefone, Handheld-Computer, Netz-TV-Geräte, Spielekonsolen und andere Geräte. Neben den Internet-fähigen PCs sollen nach der Jahrhundertwende mehr als doppelt so viele NCs als Net-PCs am Netz hängen.