Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

18.09.1987 - 

Ein Hauch von Renaissance bei Mikro-Mainframe-Links:

/2-Kommunikation läuft mit Third-Party-Karten

NEW YORK (CWN) - Knapp sechs Monate nach dem /2-Announcement der IBM bieten bereits sechs unabhängige Unternehmen eigene Kommunikationskarten an. Neben Digital Computer Associates (DCA) und dem Novell-Unternehmen CXI warten auch Integrated Network Systems (INS) sowie CBIS, Rabbit Software und AST Research mit Emulations-Paketen für den Mikro-Mainframe-Link auf.

Den Reigen der Auslieferung hat DCA mit ihrer Irma 2 für rund 900 Dollar schon begonnen. Die Komponenten dieser Karte sind die Hardware, bestehend aus Speicher und Steekkarte, das neue Terminal-Emulations-Paket E78 Plus sowie die Irmalink-File-Transfer-Software FT/ TSO und FT/CMS für TSO- und CMS-Mainframe-Umgebungen. Darüber hinaus unterstützt Irma 2 das mit IBMs S/2s und Profs PCC kompatible Produkt Irmalink FT/3270.

Zu den Newcomern im DCA-Angebot zählt ferner die Micro-Channel-Version von Smart Alec, die /2-Systeme durch 5250/90-Emulationen mit Rechnern der Serie /34, /36 und /38 verbindet. Den Preis für dieses Paket beziffert das Unternehmen mit 1200 Dollar.

Einen /2-Mainframe-Adapter präsentierte die kalifornische CXI. Dem Hersteller zufolge erlaubt das PCOX/Koax-P-Board die Kommunikation zwischen /2 Modellen 50, 60 oder 80 und Mainframes; außerdem können die Mikros als Gateways in einem Netware-LAN fungieren. Rund 500 Dollar soll das CXI-Board kosten.

Über synchrone Datenverbindungen oder X.25-Protokolle verknüpft das US-Unternehmen INS die /2-Typen 50 und 60 mit Großrechnern; dabei kann der IBM 3274 Cluster Controller ebenso emuliert werden wie 3278- und 3279- Terminals. Die Grafik-Symbole SG3 sowie LU3-Drucker und Hot Keys soIlen ebenfalls unterstützt werden. Weder Name noch Preis stehen allerdings derzeit fest; lediglich über den Liefertermin weiß der Entwickler Auskunft zu geben: Für das vierte Quartal dieses Jahres ist der Vertriebsbeginn geplant.

Für rund 400 Dollar wird CBIS ihr LAN-Interface ab Ende September ausliefern. Micro Buscard unterstützt Netbios und ermöglicht mehreren Usern, auf eine gemeinsame Festplatte, Software und Ausgabegeräte zuzugreifen.

Mit insgesamt fünf Emulations-Paketen für die /2-Rechner 50, 60 und 80 macht die AST Research Inc. von sich reden: Mit ihrem Programm SNA/A stellten die Kalifornier eine Software vor, die den Terminal-Standard emuliert und eine Anschlußmöglichkeit an die SNA/SDLC-Umgebung bietet. Mit AST-3780/A sollen sich die IBM-RJE-Systeme 2770, 3780, 3741 und 7380 emulieren lassen, um eine Verbindung mit der BSC-Welt herzustellen. SNA/A und 3780/A kosten jeweils knapp 900 Dollar.

Einen Link zu den Big-Blue-Modellen 34, 36 und 38 im SNA/SDLC-Konzept stellt 5251/12/A über zwei asynchrone Modems her. Preis: Rund 800 Dollar. Mit einem Remote und einem Local Gateway schließlich rundet AST ihr Produkt-Spektrum ab. Beide Systeme unterstützen die IBM-Maschine 5250; jeweils sieben Knoten werden unterstützt. Jedes Gateway ist für etwa 2000 Dollar erhältlich.

Auch Rabbit Software verknüpft Mikros mit Mainframes, und zwar mit einem Datendurchsatz von 56 Kilobit pro Sekunde bei reduzierter Belastung des PC-Speichers. Rabbitgate erfordert ein lokales Netbios-Netz, an dem Hosts, PCs und /2-Modelle hängen. Ausgestattet ist das System ferner mit einer Adapter-Karte sowie mit Software für die Emulation von Remote-Communications-Einheiten von SNA und BSC 327-0 respektive 3770. Im kommenden Frühjahr soll Rabbitgate um die Support-Funktion für LU6.2 erweitert werden.

Als "Renaissance des Mikro-Mainframe-Link" bezeichnete ein Marktkenner diese Ankündigungswelle und trat damit Äußerungen des Microsoft-Chairman Bill Gates entgegen, der vor Journalisten einen Trend in Richtung Insellösungen bei Netzwerken konstatiert hatte.