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27.06.1975 - 

Die Praxis fordert ergonomische Ausstattung

20 Kriterien für die Bildschirmauswahl

MÜNCHEN - Kriterien für die Hardwareauswahl sind meistens das Preis/ Leistungsverhältnis und die Zuverlässigkeit. An die Funktionalität und das Design von EDV-Geräten wurden bisher kaum hohe Ansprüche gestellt. Allenfalls von Leuten, die das Gerät mit Sicherheit nie bedienen müssen: da stört schon mal die Farbe der Zentraleinheit oder das infernalische Geräusch des Druckers.

Eine Entwicklungstendenz bei der Hardware, die sich in den letzten Jahren immer mehr verstärkt hat, heißt Verlagerung einzelner Systemkomponenten wie etwa der Eingabe-Peripherie an den Arbeitsplatz des Sachbearbeiters. Die Konzeption des "Computers am Schreibtisch" stellt eine Reihe von Anforderungen an die Gestaltung entsprechender Datenstationen. Hier interessieren auch solche Eigenschaften der Hardware, die den Kommunikationsprozeß zwischen Mensch und Maschine unmittelbar beeinflussen und nicht nur die rein technischen Fähigkeiten (zum Beispiel die Speichertechnologie).

Für die Beurteilung eines Bildschirmterminals sollten eine Reihe von Punkten beachtet werden, die schwer zu quantifizieren sind:

Bildschirm

- Keine Reflexion - Der Bildschirm sollte durch eine speziell behandelte Oberfläche vollkommen reflexionsfrei sein, so daß Lampen- und Fensterlicht den Operator nicht blenden.

- Kein Nachleuchten - Durch eine Lumineszenzschicht des Bildschirms aus einem Material, das nicht nachleuchtet, gibt es kein störendes Verwischen der Zeichen.

- Kein Flimmern - Nur durch eine große Zahl von Bildwiederholungen pro Sekunde (50 Hz) steht das Bild vollkommen ruhig, so daß ermüdendes Flimmern vermieden wird.

- Keine Randverzeichnung - Die Bildröhre sollte Zeichen an den Rändern des Schirms genauso deutlich und scharf abbilden wie in der Mitte.

- Blickwinkel - Wenn der Bildschirm leicht nach hinten geneigt ist, liegt er bei entspannter Kopfhaltung in der natürlichen Blickrichtung.

- Kontrast - Grüne Schriftfarbe hebt sich zum Beispiel gut von mattschwarzem Hintergrund ab, so daß die Grundhelligkeit (individuell einstellbar) gering bleiben kann und die Augen weniger schnell ermüden.

- Zeichendarstellung - Wahlweise müssen Klein- und Großbuchstaben dargestellt werden.

- Bildschirmnutzung - Bei wählbaren Bildschirmformaten (zum Beispiel 480, 960, 1920 Zeichen) sollte sich jeweils die Zeichengröße anpassen, so daß die Zeichen möglichst groß dargestellt werden.

- Verschiedene Intensität - Vorteilhaft ist die Möglichkeit der Darstellung in unterschiedlicher Helligkeit und durch Blinken. Dadurch lassen sich zum Beispiel wichtige Daten oder fehlerhaft beschickte Eingabefelder hervorheben.

- Hervorgehobene Eingabefelder - Automatisches Unterstreichen der Eingabefelder läßt diese in ihrer Länge (Stellenzahl) eindeutig hervortreten.

- Auffallende Schreibmarke Bei vollem Bildschirm ist eine als blinkendes Vorfeld ausgebildete Schreibmarke sinnvoll.

Anzeigefeld:

- Leuchtanzeigen verdeutlichen den Status der Station (zum Beispiel "Systembereit", "Eingabe unterdrückt", "Station adressiert"). Sie sind komfortabler als die Tastensperrung und bieten zusätzliche Möglichkeiten wie etwa eine Taste "Nachricht wartet".

Tastatur

- Verstellbare Schräglage

Eine vom Bildschirmgehäuse getrennte, mit ihm durch ein flexibles Kabel verbundene Tastatur soll sich in der Neigung den individuellen Handhaltungs-Wünschen zum Beispiel durch höhenverstellbare Schraubfüße anpassen, wodurch die Bediener weniger schnell ermüden.

- Matte Tasten - Die Mattierung vermeidet das sonst durch die muldenförmige Vertiefung hervorgerufene spiegelartige Reflektieren.

- Unterschiedlicher Tastendruck - Wenn zum Bestätigen der Datenfreigabe- und der Grundstellungstaste ein stärkerer Druck als für die übrigen Tasten erforderlich ist, muß ein Verwechseln verhindert und die Bedienung sicherer werden.

- Leuchtendes Umschaltsignal - Ein Licht in der Umschaltetaste kann signalisieren, ob der obere oder untere, beziehungsweise der numerische oder alphabetische Bereich der Tastatur benutzt wird.

- Problemorientierte Tastaturen - Je nach Aufgabenstellung können zum Teil Schreibmaschinen-, Datenerfassungs- oder Schreibmaschinentastaturen mit getrenntem numerischen Zehnerblock bestellt werden.

Unterstützende Funktionen

Für Editing-Funktionen, Tabulatoren. Für Tabellen sind vertikale und horizontale Tabulatoren nützlich.

- Akustische Signale - Akustischer Alarm, zum Beispiel bei Zeilenende, erleichtert die Bedienung.

- Diagnosen - Zur schnellen Überprüfung des Bildschirmsystems sollten Prüfmöglichkeiten eingebaut sein.