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19.11.1993

20 Prozent der PCs werden netzwerkfaehig geliefert Der Erfolg von AMD stuetzt sich nicht nur auf Mikroprozessoren

MUENCHEN (CW) - Chip-Hersteller Advanced Micro Devices Inc. (AMD), landlaeufig bekannt als Intel-Rivale, wenn es um Mikroprozessoren geht, erzielt nur rund 30 Prozent seines Umsatzes mit CPU- Bausteinen.

Neben den Produkten fuer PCs - das sind die x86-Prozessoren - bilden die Commodity Components und die Application Solutions - Netzwerk-, E/A- und Kommunikationsprodukte - die beiden anderen Geschaeftszweige der Kalifornier. Bei den programmierbaren Logikbausteinen beispielsweise beansprucht AMD einen Marktanteil von 60 Prozent. 1992 erzielte die Company bei einem Umsatz von 1,5 Milliarden Dollar einen Nettogewinn in Hoehe von 245 Millionen. Auch die Quartalszahlen fuer das laufende Geschaeftsjahr klingen mit durchschnittlich 411 Millionen Dollar Umsatz vielversprechend. Die kurzfristigen Geldmittel beziffert AMD auf 400 Millionen Dollar.

Trotz getaetigter und geplanter Investitionen im Produktionsbereich - das Sub-Micron Development Center wurde 1993 fuer 130 Millionen Dollar erweitert, die neue Fabrik fuer Logikbausteine Fab 25 soll rund eine Milliarde Dollar kosten - reichen die Fertigungskapazitaeten nicht aus. In Japan soll 1984 eine Fabrik fuer Flash-Speicher gebaut werden. Hier teilen sich AMD und Fujitsu die Gesamtkosten in Hoehe von 750 Millionen Dollar. Eine andere Kooperation gingen die Kalifornier mit Hewlett-Packard ein. Gemeinsam will man an der Entwicklung der 0,35-+- Fertigungstechnologie arbeiten und 1995 zwischen fuenf und zehn Millionen Transistor-Mikroprozessoren liefern. Weitere Allianzen knuepfte AMD mit Berg Connector Systems - vormals Dupont - fuer Flash-Karten sowie mit Xircom fuer die Nutzung der drahtlosen LAN- Technik.

Jochen Polster, European Marketing Manager fuer E/A- und Netzwerkprodukte bei AMD, stellte in Muenchen die Erweiterung der Ethernet-Controller-Familie "PCnet" vor. Der erste Baustein aus dieser Reihe konnte im letzten Jahr rund eine million- mal verkauft werden, wobei rund 20 Prozent an Hersteller von Hauptplatinen gingen. Vergroessert wurde die Familie nun um die Ein- Chip-Loesungen "PCnet-ISA+", PCnet-PCI" fuer den PCI-Bus sowie "PCnet-32" fuer VL-Local-Bus-Systeme. Die beiden ISA-Controller unterstuetzen Microsofts ISA-Plug-and-play, den De-facto-Standard fuer eine Selbstkonfigurierung von ISA-Adaptern, der mittlerweile von rund 20 Firmen anerkannt wird.

Hauptabnehmer des PCnet-Chips ist Hewlett-Packard, wo das PC- Geschaeft sich nach Angaben von Produkt-Manager Patrick Le Lorieux im letzten Jahr verdreifacht hat. Er sieht, neben dem Kostenaspekt, die Vorteile des PCnet-Controllers im Bus-Mastering- Konzept, das einerseits fuer schnellen Datendurchsatz sorgt und andererseits die CPU-Belastung verringert. Ausserdem, so Lorieux, beschleunige sich der Datentransfer zur Applikation. HP liefert momentan rund 20 Prozent seiner PCs netzwerkfertig aus.

Dass HP dabei auf 10Base-T-Ethernet setzt, liegt einmal daran, dass es die Amerikaner zusammen mit AT&T entwickelt haben und zum anderen, dass IBMs Token Ring doppelt so teuer ist. Momentan ist ein Streit darueber entbrannt, welcher Standard die zukuenftigen Hochgeschwindigkeits-Netze mit 100 Mbit/s dominieren wird. HP sitzt mit IBM im Boot der "100-VG-Any-Lan"-Gruppe. Eine andere Herstellergemeinschaft mit so namhaften Firmen wie Intel, 3Com, Sun, SMC, National Semiconductor oder Synoptics arbeitet an der Verabschiedung von "Fast Ethernet", ebenfalls mit einer Uebertragungsrate von 100 Mbit/s.