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17.11.1978 - 

TriumphAdler auf Expansionskurs:

20 Prozent Umsatzsteigerung - Neuer Telefax in Köln gezeigt

KÖLN/NÜRNBERG (gw) - Triumph/Adler-Pressechef Heinz Schmidt war ein bißchen stolz: Sein Unternehmen habe auf der Orgatechnik in Köln vom 24. bis 29. Oktober mehr ausgestellt als auf der diesjährigen Hannover-Messe Ende April. Und bei der Triumph/Adler-Büromaschinen- und -Computergruppe - zu ihr gehören die Triumph-Werke Nürnberg AG, die Adlerwerke vormals Heinrich Kleyer AG, Frankfurt, die Triumph/Adler Vertriebs-GmbH und seit kurzem die Diehl Datensysteme GmbH - zeichnet sich 1978 erneut eine günstige Entwicklung ab.

Während die Gruppe im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch fünf Prozent Umsatzsteigerung zu verzeichnen hatte, waren es in den ersten acht Monaten 1978 ganze 20. Den Löwenanteil daran hat der EDV-Bereich.

Die Übernahme der Diehl-Datensysteme bezeichnete Schmidt auf derselben Pressekonferenz "als sinnvoll", "es paßt", meinte er, denn "wir sind ein bißchen deutscher geworden". Diehl sei mit dem Fachhandel etwas überfordert gewesen, vor allem, was den Service betreffe.

Neues aus Nürnberg

Zusammen mit 3M wird der neu vorgestellte TA-Telekopierer TC 6432 künftig

vertrieben. Er kann im Zwei-, Drei-, Vier- und Sechs-Minuten-Zeit-Takt senden und empfangen und ist mit allen Fremdfabrikaten dieser Kategorie kompatibel. "Sie können wie beim Telefongespräch damit kommunizieren", sagte ein Triumph-Vertriebsmann zur CW.

Das Gerät hat die erforderlichen Postprüfnummern erhalten und kostet 6400 Mark. Die Miete macht bei einem Fünf-Jahres-Vertrag 145,30 Mark aus, pro Monat. Ein zusätzlicher Wartungsvertrag muß über den Händler abgeschlossen werden.

Übrigens: Mit von der TA/3M-Partie beim Telekopieren sind auch SEL und Siemens, auf der Orgatechnik zeigten sie es.

Flexiblerer Computer TA 1100

Mit dem Computersystem TA 1100 präsentiert Triumph/Adler ein erweitertes, anwenderorientiertes EDV-Angebot. Es ist sowohl für Einzelplatzlösungen in mittelständischen Unternehmen als auch für dezentralen Einsatz in Großbetrieben geeignet. Das System basiert auf der Computer-Reihe TA 1000, von denen Triumph/Adler weltweit nahezu 10 000 Exemplare installiert hat.

Hervorstechende Merkmale der TA-1100-Serie sind - laut Firmenangabe - neben dem neuen Design, eine Reihe neuer Systemkomponenten, technologische Verbesserungen sowie eine verdoppelte Aufzeichnungskapazität des neuartigen Floppy-Disk-Laufwerkes. Es gewährleistet eine IBM-3740-kompatible Datenaufzeichnung.

Für das System TA 1100 ist in der Zentraleinheit eine Hauptspeicherkapazität von 64 K vorgesehen, wobei der Anwenderbereich - ausgehend von 16 KB-RAM - in 8 KB und 16 KB-Stufen problemlos erweitert werden kann. Je nach anfallendem Datenvolumen lassen sich wahlweise Floppy-Disk, Magnetplatte, Magnetband oder auch Magnetkonten als Speichermedium einsetzen.

Zur Druckausgabe stehen Schreibkern- oder Nadeldrucker mit fünf verschiedenen Druckgeschwindigkeiten zur Verfügung. In der Ausbaustufe mit Bildschirm hat das System ein verschiebbares Display mit freistehender Tastatur. AIle Versionen des Computersystems

sind auch für Datenfernübertragung geeignet.

Das Software-Paket Concord

Bei den Anwendern hervorragend "landen" wird nach Meinung der Triumph/ Adler-Gruppe das neu entwickelte Software-Paket Concord (Commercial Oriented Custom Order and Disposition System). Das Paket wurde nach modernen betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten als Auftragsbearbeitungs- und Dispositionsinstrument für Betriebe konzipiert, die ab Lager liefern müssen. Die Hard-/Software-Kombination, die hier gewählt wurde, ist dialogorientiert.

Diesen Dialog ermöglicht der 1100-Bildschirm, an dem dann auch die abschließende Entscheidung durch Auswahlinformationen des Systems getroffen werden kann. Ähnlich wie die IBM Deutschland bei der Präsentation der /38 auf der Orgatechnik, spricht auch TA hier von einem "Menü" (und auch bei Honeywell war in trauter Runde von diesem Begriff zu hören). Ob den deutschen Rechnerherstellern an Verkaufsterminologie nun gar nichts Eigenes mehr einfällt?

Concord besteht aus sieben Programmteilen von der "Kundenauftragsverwaltung" bis hin zum "Bestellwesen". Es liefert somit die Liefer- und Auftragspapiere, Rechnungen, Provisionsabrechnungen, Bestandsübersichten, die Dispositions- und Bestellhinweise und vieles mehr bis hin zu den sogenannten "Rennerlisten".