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13.02.2004 - 

Die fünf Prioritäten in diesem Jahr

2004 - für CIOs kein Zuckerschlecken

MÜNCHEN (IDG) - Erste Anzeichen einer gesamtwirtschaftlichen Entspannung haben vielerorts für Optimismus im Blick auf das laufende Jahr gesorgt. Den Chief Information Officers (CIOs) ist jedoch keine Verschnaufpause vergönnt. Für sie werden die kommenden Monate eine Reihe großer Herausforderungen mit sich bringen.

Die Gartner-Analystin Barbara Gomolski, ehemals Reporterin für die CW-Schwesterpublikation "Computerworld", hat die diesjährigen Prioritäten im Bereich IT-Management zusammengetragen.

1. IT-Sourcing

In den kommenden Monaten werden sich die CIOs zunehmend mit der Frage beschäftigen, auf welche Weise und an welchem Ort die IT-Organisation ihre Aufgaben künftig erledigen soll. Dabei werden sich einige IT-Manager vom Offshoring-Hype verführen lassen, ohne die damit verbundenen Risiken zu verstehen, andere wiederum die Vorteile alternativer Sourcing-Modelle ungenutzt lassen, um den Status quo zu bewahren. In manchen Unternehmen wird auch der Finanzchef - im Glauben, damit den kostengünstigsten Ansatz zu verfolgen - das Thema Outsourcing forcieren.

Ein Schlüsselkriterium für die Entscheidung zwischen externem und internen Mitarbeitern ist, ob das angewandte Modell die Wettbewerbsfähigkeit der IT beziehungsweise des gesamten Unternehmens sicherstellt. Schwer tun werden sich hier CIOs, denen interne Statistiken zur Bestimmung der Kernkompetenzen der eigenen Mannschaft fehlen.

2. Sicherheit

Trotz fieberhafter Gegenwehr wurden viele Unternehmen im vergangenen Jahr durch Virenattacken zeitweise lahm gelegt. Daher rechnet Gomolski für 2004 mit einem steigenden Interesse an verhaltensbasierenden Blockiermechanismen und Intrusion-Detection-Techniken. Darüber hinaus würden sich die Firmen verstärkt mit dem Thema Business-Continuity-Planning befassen - während sich dabei noch viele Anwender mit den Grundlagen des Disaster-Recovery abplagen, nehmen die Versierteren bereits die Flexibilisierung und Wiederherstellung von Geschäftsprozessen in Angriff und verbessern das Krisen-Management.

3. Sparen

Trotz einer gewissen Stabilisierung der IT-Budgets müssen die CIOs weiter sparen. Eine Herausforderung wird es laut Gomolski sein, Ausgaben zu vermeiden, ohne damit der Organisation auf lange Sicht Schaden zuzufügen. Grundsätzlich werde sich die Kostenverantwortung über das gesamte Unternehmen hinweg stärker etablieren: So würden Manager künftig in zunehmendem Maße entsprechend ihrer Fähigkeit, in Aussicht gestellte Einsparungen tatsächlich zu erzielen, zur Rechenschaft gezogen beziehungsweise belohnt.

4. Projekte gewichten

Die diesjährige To-do-Liste der CIOs ist lang, das für 2004 ver-fügbare Budget jedoch nur unwesentlich höher als im Vorjahr. Eine konsequente Priorisierung der IT-Vorhaben ist nicht zuletzt aus diesem Grund unerlässlich. So lässt sich späteren Katastrophen vorbauen.

5. Gesetzesauflagen

Bei dem US-amerikanischen Sarbanes-Oxley-Gesetz gegen Bilanzbetrug (und dem damit vergleichbaren Basel II) handelt es sich in erster Linie um eine Buchhaltungsreform. Aufgrund der für die Erfüllung der Gesetzesauflagen erforderlichen technischen Voraussetzungen wird sich dieses im laufenden Jahr jedoch auch verstärkt auf die IT-Organisationen der Unternehmen auswirken. Wer hernach nicht von den mit der Initiative verbundenen Anforderungen an Budget und Arbeitsressourcen überrollt werden will, sollte sich daher schon jetzt intensiv damit auseinander setzen. (kf)