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Kolumne


02.01.2007 - 

2007 - die Sparwelle geht weiter

Viel Geld wurde in den vergangenen Jahren in die Wunderwaffe IT gesteckt, ganz nach dem Motto: Was nichts kostet, taugt nichts. Damit, so hat das Jahr 2006 gezeigt, ist es nun endgültig vorbei. Im vergangenen Jahr rückte die IT selbst in den Mittelpunkt der Effizienzbemühungen. Ihr Einsatz musste einfacher und billiger, ihr Erfolg messbarer werden. Unterstützt wurde diese Entwicklung von dem, was Gartner "Consumerization" nennt: Privatanwender machten vor, wie man sich auch mit bescheidenem Aufwand souverän in den virtuellen Welten bewegen kann.

Hält man sich vor Augen, was an IT inzwischen alles (weitgehend) kostenlos zu haben ist, wird einem schwindelig: E-Mail und Instant-Messaging, Internet-Telefonie und eigene Website oder Blog, Textverarbeitung und Betriebssystem, Virtualisierungssoftware und erste Business-Anwendungen - all diese Dinge sind für den sprichwörtlichen Apfel und das Ei zu bekommen.

Wer den kostenlosen und quelloffenen Angeboten im Web nicht traut, kann den vermeintlich sichereren Kurs verfolgen und sich an den Aldi unter den IT-Herstellern wenden: an Microsoft. Dort gibt es ein immer breiteres Produktsortiment von der Stange, vom Betriebssystem und Office-Paket über Collaboration- und Enterprise-Content-Management-Lösungen bis hin zu Business-Applikationen und Security-Lösungen. Microsoft bringt mit seiner Good-enough-Software immer mehr Spezialanbieter in Bedrängnis. Alles wird Commodity: Die Preise purzeln, den Anwender freut’s.

In vielen Unternehmen ist das Sparpotenzial in der IT jedoch längst nicht ausgereizt. Die IT-Mannschaften sind noch dabei, ihre Rechner, Speichersysteme und Netze besser auszulasten (Stichwort: Virtualisierung), die Softwareentwicklung effizienter und flexibler zu gestalten (SOA), Partner mit günstigeren Produktionsbedingungen einzubeziehen (Offshore, Nearshore) und die Leistungen der IT-Organisation (selbst-)kritisch zu kontrollieren. Im Jahr 2007 werden sie ihren Tritt auf die Kostenbremse nicht lockern.

Am exaktesten hat wohl Accenture in einer aktuellen Studie beschrieben, wohin die Reise geht (siehe Seite 24): Unternehmen sind heute in der Lage, viel genauer als früher zu identifizieren, welche Kernprozesse ihren Geschäftserfolg ausmachen. Dabei ist die Zahl der Stellschrauben in der Regel überschaubar. Hier ist voller IT-Einsatz gefragt, auch das Beste kann nicht gut genug sein. Andererseits werden die Unternehmen ihre IT überall dort standardisieren und möglichst preiswert halten, wo die Prozesse lediglich unterstützenden Charakter haben.