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Der CP-Querschläger – Kolumne


15.12.2014 - 

2014 hat der ITK geschadet

ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von ChannelPartner. Regelmäßig berichtet unser Autor über das, was einem kleinen Reseller in der großen ITK-Landschaft widerfährt. Manchmal überspitzt, aber immer auf den Punkt gebracht. Der Querschläger lebt und arbeitet als Fachhändler in Rheinland-Pfalz.
So richtig viel los war 2014 in der ITK-Landschaft nicht. Und wenn, dann wurde die Unsicherheit, die Abhängigkeit von anderen und die Fremdbestimmung größer.

Jetzt ist sie wieder da, die Zeit, in der allenthalben an Dinge erinnert wird, die man eigentlich vergessen wollte. Überall und unentwegt auf allen Kanälen. Ob Print, Glotze oder Online – nichts als Jahresrückblicke.

Dabei war ja nicht wirklich viel los, außer bei den so genannten Analysten, Wirtschaftsweisen und sonstigen Auguren, die zu Jahresanfang wieder einmal Wachstumszahlen auswürfelten und das Ende des PCs voraussagten. Doch im Laufe des Jahres musste man sich korrigieren.

Die deutsche Naivität in puncto Sicherheit war trotz NSA und Snowden auch 2014 weltmeisterlich. Die Warnung vor Manipulationen durch fremde Interessen muss 2015 deutlicher werden.
Die deutsche Naivität in puncto Sicherheit war trotz NSA und Snowden auch 2014 weltmeisterlich. Die Warnung vor Manipulationen durch fremde Interessen muss 2015 deutlicher werden.
Foto: Iznogood - Fotolia.com

Trotz aller Bemühungen den Desktop totzureden: Es gibt noch immer kein besseres Werkzeug am Arbeitsplatz als einen richtigen Computer. Kein Tablet, kein Phablet und schon gar kein Smartphone können ihn ersetzen. Kacheln titschen mit Windows 8 ist out, bevor es richtig "in" wurde.

Tobten zu Jahresbeginn noch die Microsoft-Trolle bei der leisesten Kritik an ihrem "Wunderwerk", konnte man im Sommer den häppchenweisen Erkenntnisgewinn des Konzerns verspüren. Nachdem das nächste Betriebssystem schon als Universalsystem für Smartphone über PC bis X-Box medial bejubelt worden war, trat Microsoft die Version 9 im Spätsommer in die Tonne und versprach mit Windows 10 wieder Startknopf und Desktop. Hauptsache, der Kunde muss in die Cloud und nutzt Apps, die er nicht kontrollieren kann.

Überhaupt ist die deutsche Naivität in puncto Sicherheit trotz NSA und Snowden auch 2014 weltmeisterlich. Obwohl fast wöchentlich neue Skandale aufgedeckt wurden, die Watergate wie einen Dummen-Jungen-Streich aussehen lassen, werden Industrie 4.0 und Cloud weiter propagiert und protegiert, als gäbe es keine Alternative zum gläsernen Unternehmen.

Geld sparen könne man damit, heißt es – wie bei den kostenlosen Apps auf dem Handy. Aber Erfahrung ist ja auch ein langwieriger Prozess.

Das dachte sich wohl auch die Messe AG und schaffte das CeBIT-Wochenende erst einmal ab. Was will man auch mit Besuchern, die nur am Wochenende Zeit für die Messe haben?

Mein Fazit: 2014 hat der ITK geschadet. Mehr Unsicherheit, mehr Abhängigkeit und noch mehr Fremdbestimmung anderer über das eigene Unternehmen. Die Warnung vor Manipulationen durch fremde Interessen muss 2015 deutlicher werden.
Bis demnächst, Euer Querschläger!

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