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14.04.2005

2020 gibt es voraussichtlich mehr IT-Jobs als heute

Chemie- und Autoindustrie stehen vor Rückgang.

Das Forschungsinstitut Prognos ist in einer Branchenanalyse im Auftrag von "Focus" der Frage nach der Arbeitsplatzsicherheit in einzelnen Branchen bis zum Jahr 2020 nachgegangen. Als wichtigstes Ergebnis nennt das Magazin, dass im Jahr 2020 die Zahl der Erwerbstätigen in der Bundesrepublik 38,9 Millionen betragen werde, was bei zusätzlich steigendem Durchschnittseinkommen leicht über dem Niveau des Jahres 2003 (38,3 Millionen) liegen werde. Die Arbeitslosenquote werde bis 2020 auf knapp acht Prozent fallen, was auf den demografischen Wandel zurückzuführen ist: Die Deutschen werden immer älter, und die Zahl der Erwerbsfähigen sinkt.

Die IT-Branche boomt der Studie zufolge weiter. Der Verband Bitkom rechnet 2005 mit 10000 weiteren Arbeitsplätzen. Prognos geht für 2010 von 562000 Erwerbstätigen in dieser Branche aus (2003: 496000). 2020 sollen 633000 Menschen im IT-Bereich arbeiten; die geschätzte Bruttowertschöpfung werde dann 75 Milliarden Euro betragen (2003: 40 Milliarden Euro). Ein uneinheitliches Bild bietet die Chemieindustrie. Der Abbau trifft hier Servicebereiche und die Produktion stärker als Forscher und Entwickler, so eine Umfrage des Verbands der Akademiker und Angestellten der chemischen Industrie (VAA). In der Analyse wird eine sinkende Anzahl von Erwerbstätigen prognostiziert: Von ehemals 532000 Beschäftigten im Jahr 1998 geht die Anzahl über 483000 (2010) auf 444000 (2020) zurück.

Die Automobilbranche sucht auch in Zukunft Ingenieure und Facharbeiter, die sich mit Autoelektronik auskennen. Insgesamt werden immer leistungsfähigere Maschinen aber auch hier Arbeitsplätze kosten. 2003 waren es noch 1077000 Beschäftigte, 2010 sollen es noch 1013000 sein, und im Jahr 2020 werden laut Prognos noch 938000 Erwerbstätige in der Branche tätig sein. Weniger Beschäftigung wird es auch auf dem Sektor Banken und Versicherungen geben. In Zukunft erwarten Experten hohe Jobsicherheit in den Wachstumsfeldern Altersvorsorgeprodukte und Vertrieb. Vor allem die Schließung von Bankfilialen wird aber laut Prognos zu weniger Beschäftigung führen. In Zahlen: 2003 waren 1264000 Menschen in der Branche tätig, im Jahr 2010 sollen es noch 1201000 sein, bis 2020 schließlich nur noch 1119000 Menschen, die bei Banken und Versicherungen arbeiten werden.