Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

12.09.1975 - 

Zahlreiche COM-Varianten

20mal schneller als der Drucker

MÜNCHEN - COM kann die Papierlawine stoppen: "Computer Output on Microfilm" nimmt 98 Prozent weniger Platz ein als der entsprechende Ausdruck. Dabei erzeugt das COM-System den Mikrofilm vollautomatisch etwa 10 bis 20mal schneller als ein gebräuchlicher Schnelldrucker dieselbe Datenmenge auszugeben vermag.

Häufigste Technik: die Daten werden auf einer Kathodenstrahlröhre dargestellt und äbgefilmt - ein Verfahren, das sinngemäß dem Fotografieren von Fernseh-Bildern entspricht. Modernste COM-Methode: ein Laserstrahl "schreibt" die Information direkt auf den Film.

Inkompatible Hardware

Die Zahl der COM-Verfahren ist inzwischen so groß, daß das Umsteigen von einem Gerät auf ein Konkurrenzgerät erheblichen Aufwand er fordern kann. Das Ausweichen von einer Anlage auf eine andere Ist praktisch nur Innerhalb der Produkte möglich. Ein Vergleich der verschiedenen Angebote stößt auf erhebliche Schwierigkeiten.

Etwa 90 Prozent der in Deutschland installierten COM-Geräte sind Printer zur alphanumerischen Ausgabe; daneben gibt es Plotter, die sich vor allem für grafische Ausgabe eignen.

Der Betrieb ist online, also durch direkten Anschluß des COM-Systems an die CPU, und offline möglich. In diesem Fall gibt der Rechner ein Magnetband aus, das später in die Bandstation des COM-Systems eingelegt wird.

Eigene Intelligenz

Offline-Systeme werden auch mit "eigener Intelligenz" in Form eines eingebauten Minicomputers geliefert. Bei diesen Systemen können Bänder unterschiedlicher Herkunft und variabler Satzlänge eingelesen werden - der sonst erforderliche Äufbereitungslauf für die Bänder im Hauptrechner entfällt. Faustregeln: Online-Betrieb

bedeutet Vollautomatisierung. Offline-Betrieb ermöglicht höhere CPU-Leistungen, weil die Verfilmung mehr Zeit in Anspruch nimmt als die Ausgabe auf Magnetband als Zwischenspeicher; außerdem kann die räumliche Trennung von RZ und Filmstelle wünschenswert sein.

200 Seiten auf der Postkarte

Schließlich unterscheiden sich die Systeme noch nach Verkleinerungsfaktor (1:24 bis 1:48) und nach Ausgabe von Rollfilm oder Planfilm. Mit 85 Prozent Anteil am gebräuchlichsten ist in der Bundesrepublik die Ausgabe auf 105 x 148 mm große "Mikrofiches", auf denen sich jeweils bis zu 200 Tabellierpapierseiten mit zusammen über zwei Millionen Zeichen unterbringen lassen. Häufige Alternative: das Jacket eine Klarsichthülle, in die maschinell Rollfilmabschnitte eingeschoben werden können.

Monatliche Fixkosten etwa 15 000 Mark

Die Kaufpreise reichen entsprechend der sehr unterschiedlichen Konstruktion, Ausstattung und Leistung von 90000 Mark bis etwa 500 000 Mark - die Monatsmieten einschließlich Wartung von 3500 bis über 15 000 Mark. Die monatlichen Fixkosten einer mittleren COM-Anlage im Einschichtbetrieb (einschließlich Personal, Raum etc. - aber ohne Verbrauchsmaterial wie Filme) erreichen 13 000 bis 18 000 Mark.