Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

11.04.1975 - 

Schweizerische Bankgesellschaft klagt gegen CDC

29 Mio.-Dollar-Klage

BASEL - Die Schweizerische Bankgesellschaft hat gegen die Control Data Corp. (CDC) eine Schadenersatzklage in Höhe von 29,1 Millionen Dollar eingereicht. In einem Kommunique erklärte das Finanzinstitut, daß im September 1974 beschlossen worden sei, ein von CDC zu lieferndes Dual-System Cyber 73 zu stornieren.

Ungelöste technische Probleme und schwerwiegende Verzögerungen seitens der CDC hätten die Vertragspartner im Sommer zu einer gemeinsamen eingehenden Prüfung des damaligen Zustandes der Anlage und der Aussichten auf Vertragserfüllung veranlaßt. Der im September 1974 von den Vertretern beider Parteien verfaßte Untersuchungsbericht habe dann gezeigt, daß die CDC weder bezüglich Hardware noch Software in der Lage war, die vertraglich vereinbarten Leistungen zu erbringen. CW konnte von der Schweizerischen Bankgesellschaft in Erfahrung bringen, daß die Kapazität der Anlage nicht den Anforderungen des Anwenders entsprach. Vor allem wurden die Durchlaufzeiten des Systems bemängelt, da zu lange Responszeiten festgestellt worden seien. Des weiteren sei CDC nicht im Stande gewesen, ein für die integrierte Datenverarbeitungsanlage erforderliches Betriebssystem zum Einsatz zu bringen. Nachdem die Vergleichsgespräche mit CDC nicht zu einer befriedigenden Regelung geführt hätten, habe die Schweizerische Bankgesellschaft gegen die CDC Klage auf Schadenersatz eingereicht. William C. Norris, Chairman der CDC, begründete im CDC-Geschäftsbericht den Mißerfolg mit der Schweizerischen Bankgesellschaft: "Die Schweizerische Bankgesellschaft hatte nicht das geeignete Top-Management, um ihren Teil für ein revolutionäres Projekt beizutragen, das die Entwicklung von Anwendungs-Software und eines Betriebssystems für ein fortschrittliches Großcomputer-System umfaßt."

Aus Insider-Kreisen konnte CW in Erfahrung bringen, daß eine private Einigung, die in kurzer Zeit für beide Seiten eine befriedigende Lösung bietet, durchaus möglich sei.