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22.07.1977 - 

Datenbankadministrator: Aufgabenkatalog eines Spezialisten

3. Folge

Die bisherigen Aufgabenbeschreibungen beschäftigen sich weitgehend mit dem Problem der Datenstrukturierung als Aufgabenkomplex innerhalb der Datenbankdesignarbeiten. Die nachfolgenden Aufgaben können zwar mittelbare Auswirkungen auf die Datanbankstrukturierung haben, sie sind jedoch als eigenständiger Aufgabenkomplex anzusehen.

15. Planung On-Line/Off-Line Betriebsart

Soweit es sich um die Bildschirmanzeige von Datenbanksätzen oder Teilen davon handelt, ist die Frage der Betriebsart von vorneherein geklärt. anders verhält es sich, im Hinblick auf den Datenbanksatz, wenn es um die Frage von Updates, Hinzufügungen und Löschungen geht. Daß diese Funktionen möglicherweise über Bildschirmeingabe veranlaßt werden, ist dabei nicht so sehr von Belang. Ausschlaggebend ist hier, in welcher Betriebsart diese Funktionen ausgeführt werden. Der Datenbankadministrator wird zu diesem Problem zusammen mit dem Projektleiter den Betriebsablaufplan durchgehen, um die Stellen festzustellen, an denen die Frage der Betriebsart geklärt werden muß. Die Beantwortung folgender Fragen kann eine Klärung des Problems herbeiführen:

- Kann es vorkommen, daß der gleiche Datenbanksatz durch mehrere Geschäftsvorfälle am gleichen Tag verändert werden muß?

- Ist es erforderlich, daß der Sachbearbeiter nach Abwicklung eines Geschäftsvorfalles den neuesten Standdes Datenbanksatzes wieder zur Verfügung hat?

- Können die Veränderungen aufgrund eines Geschäftsvorfalles mit einer zeitlichen Verzögerung von z. B. 24 Stunden durchgeführt werden?

- Gibt es andere organisatorische Möglichkeiten, um die neuesten Informationen zur Verfügung zu haben, ohne daß eine On-Line-Veränderung erforderlich ist?

16. Planung Recovery- und Restartmaßnahmen.

Es geht hier um die Maßnahmen, die erforderlich sind, um im Fehlerfall die Datenbank wieder auf den letztgültigen Stand zu bringen. Basis für diese Planung ist der Betriebsablaufplan sowie die Ergebnisse aus der Betriebsartenplanung. Der Datenbankadministrator weiß aufgrund der genannten Vorarbeiten, wo innerhalb des Gesamtablaufes Veränderungen an der Datenbank vorgenommen werden, so daß der Punkt, an dem das Restartverfahren aufgesetzt werden muß, mithin vorgeben ist. Hinsichtlich der nun zu planenden Maßnahmen ist zu unterscheiden, ob die Datenbank noch lesbar ist oder nicht. Ist der erste Fall gegeben, so kann sie auf der Basis des mitgelaufenen Logbandes wieder gleichsam zurückgesetzt werden um den letztgültigen Stand zu erhalten. Ist die Datenbank nicht mehr lesbar muß der Stand entsprechend der letzten Datensicherung hergestellt werden.

17. Planung Datensicherung.

Hinsichtlich der Datensicherung hat der Datenbankadministrator prinzipiell zwei Fragen zu klären:

- In welchen zeitlichen Abständen muß eine Datensicherung vorgenommen werden?

- Wo innerhalb des Betriebsablaufsplanes ist sie am zweckmäßigsten einzufügen?

Die Beantwortung der ersten Frage ist davon abhängig, wie lange im Falle eines Zusammenbruchs ein Restart maximal dauern darf. Ist dieser zeitliche Aspekt ohne Belang, können auch die Datensicherungsintervalle größere Abstände haben, da über gleichlaufende akkumulierte Logbänder sichergestellt ist, daß ein eventuell erforderlicher Restart auch tatsächlich durchgeführt werden kann. Ist es erforderlich, den Zeitbedarf eines Restart zu minimieren, müssen die Intervalle der Datensicherung möglichst klein sein, so daß über eine daraus folgende Minimierung der Logbandnachführung der Restart rasch durchgeführt werden kann. Die Frage, wo innerhalb des Betriebsablaufplanes die Datensicherung eingefügt wird, ist relativ leicht zu beantworten. Unter Beachtung der geplanten On-Line-Betriebsarten ist die Datensicherung anschließend an die letzte Veränderungsstelle innerhalb des Gesamtablaufes einzuplanen.