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08.04.1982 - 

Marktführer kündigt drei neue Modelle unterhalb der 3081 an:

3083 als neue Basis der IBM-Großrechner

08.04.1982

STUTTGART (CW) - Mit dem System 3083 kündigt die IBM Deutschland GmbH, Stuttgart. drei Uniprozessor-Modelle unterhalb der 3081, also im Leistungsbereich der 3033. an. Die Prozessoren E. B und J basieren auf der in dem Prozessorkomplex 3081 erstmals verwendeten Technologie der "Thermal Conduction Module" (TCM). Die Serie 3083 biete, so IBM, "kompatible Wachstumsschritte für /370-. 4341- und 303X-lnstallationen". Softwareklammer ist das Betriebssystem MVS/XA mit dem Feature "Erweiterte Architektur des Systems /370", das 31-Bit-Adressierung ermöglicht.

Mit den Ausbaumöglichkeiten der neuen Prozessorfamilie vom Modell E über B nach J und darüber hinaus zur 3081 K kann IBM-Angaben zufolge eine "stufenweise Anpassung des Leistungsniveaus an individuelle Kundenwünsche" erfolgen. Die Aufwärtskompatibilität bezieht aber nur die 3081 K ein und läßt ein Upgrade zum Modell D nicht zu. Urteilt ein IBM-Kenner: "Die 3081 D ist tot."

Das Modell 3083 E arbeitet mit einem Zentralspeicher von acht MB oder 16 MB sowie mit acht oder 16 Kanälen, Die kleinste Konfiguration bietet IBM für 3,58 Millionen Mark zum Kauf an, Rund 120 000 Mark muß der Kunde für die monatliche Miete (Vierjahresvertrag) zahlen.

Beim Modell B, dessen Zentralspeicher stufenweise von acht MB auf 32 MB erweitert werden kann, stehen acht bis höchstens 24 Kanäle zur Verfügung. Eine 16-MB-Version wird für einen Kaufpreis von 6,03 Millionen Mark angeboten (monatliche Miete 199 000 Mark).

Das innerhalb der neuen Systemfamilie leistungsfähigste Modell J ist wie der B-Prozessor von acht bis 32 MB ausbaubar und verfügt über maximal 24 Kanäle, Der Kaufpreis einer Version mit 24 MB und 16 Kanälen beträgt 8,23 Millionen Mark, die monatliche Miete 270 000 Mark.

Zur Erleichterung der Installation in bestehenden Rechenzentren, die nicht mit Wasserkühlung ausgestattet sind, bieten die Stuttgarter eine neue Kühlungseinheit (IBM 3087 Modell 2) an, von der die Abwärme direkt in den Rechnerraum geblasen wird. Bei der hohen Integrations- und Packungsdichte der Logikfunktionen in den TCM (Thermal Conduction Module) und der damit verbundenen hohen Wärmedichte an der Oberfläche der Siliziumchips, hält IBM die Abführung der Wärme durch Kühlwasser für die technisch beste Lösung. Die Mitbewerber wie Amdahl oder Siemens schwören indes nach wie vor auf Luftkühlung.

Die Prozessorserie 3083 wird durch die Betriebssysteme MVS/SP und VM/SP mit dem Programmprodukt Release 2 unterstützt, Zukünftige Releases von VS 1 /BPE (Virtual Storage 1 /Basic Programming Extension) und VSE/AF (Virtual Storage Extension/Advanced Functions) können unter VM/SP mit Release 2 auf den neuen H-Modellen eingesetzt werden.

Wie bereits der Prozessorkomplex 3081 wurden auch die neuen 3083-Modelle im IBM-Laboratorium Poughkeepsie, New York, entwikkelt. Die Herstellung für Europa erfolgt im französischen Werk Montpellier. Lediglich einige Komponenten, wie der Mehrschichtenkeramikträger und die Leiterplatten, werden in Sindelfingen bei Stuttgart gefertigt. Die Erstauslieferung der 3083-Prozessoren ist für das Modell E im dritten Quartal 1983, für das Modell B im vierten Quartal 1982 und für das Modell J im zweiten Quartal

1983 geplant.