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03.11.1989 - 

Warten auf die Summit - 16 neue Modelle im Mainframebereich

3090-Endlife-Kicker: Die IBM bietet mehr Batch fürs Image

STUTTGART (de) - Mit 16 (in Worten: sechzehn) neuen Großrechnern will die IBM ihre ES/3090-Klientel bei Laune halten.

Die Modellreihen J und JH bringen jedoch keine direkten Verbesserungen für den On-line Betrieb, ihre Stärken entfalten sie in der Stapelverarbeitung - das IBM-Zauberwort heißt "Hiperbatch", wobei "Hiper" für "High Performance" steht. Diese für Stapeljobs (VSAM, QSAM) entwickelte Software wird von MVS/ESA unterstützt.

Ins Ankündigungspapier des Mainframe-Marktführers liest sich das so: "Mit einem IBM-Kunden aus der Finanzbranche wurde ein Benchmark mit der neuen Hiperbatch-Einrichtung durchgeführt. Für den Teil der nächtlichen Batchverarbeitung mit den am meisten betroffenen Jobs benötigt der Kunde normalerweise viereinhalb Stunden. Mit Hiperbatch konnte die gleiche Arbeit in nur zwei Stunden bewältigt werden. Dies entspricht einer Verkürzung der Laufzeit von mehr als 50 Prozent für diesen sehr kritischen und wichtigen Teil des Stapelbetriebs." Es gehe, so IBM, um die Möglichkeit, in der gleichen Zeit mehr Arbeit im Batch durchführen und so den On-line-Dienst ausdehnen zu können.

Der Mainframe Marktführer nennt als weitere Beispiele für den Nutzen der neuen J- und JH-Features gegenüber den bestehenden S-Modellen "ein verbessertes Preis-/Leistungs-Verhältnis und eine um acht bis zehn Prozent höhere Rechnerleistung". Außerdem sei die Sicherheit des gesamten Systems verbessert worden.

Solche Marginalien könnten die 3090-Anwender kaum beeindrucken, meinen IBM-Kenner. Wenn die IBM von "Anforderungen der Kunden" spreche was die Batchseite der Mainframe-Medaille betrifft, so wolle sie damit nur von ihren Problemen im Transaktionsbereich ablenken. Überdies wären viele IBM-Anwender durch Spekulationen über den /370-Nachfolger, die "Summit", erheblich verunsichert.

Keineswegs spekuliert werden muß über die Preise der neuen 3090-Endlife-Kicker, die laut IBM sofort lieferbar sind: Die J- und JH-Modelle kosten je nach Ausstattung zwischen 1,7 und 27 Millionen Mark.