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17.02.1989 - 

Ältere Mainframe-Modelle aus dem Vertrieb genommen:

3090-Junior soll ESA-Einstieg erleichtern

MÜNCHEN (IDG/qua) - Mit einer Reihe von Ankündigungen will die IBM ihren Kunden die Vorteile der Enterprise Systems Architecture (ESA) nahebringen: In Aussicht gestellt wurden neue Software-Features und Low-end-Rechnermodelle, Preisnachlässe beim Speicherplatz sowie das Ende des Vertriebs für einige non-ESA-Maschinen.

Auf der Hardwareseite wurde die Hemmschwelle vor der ESA-Welt verkleinert. Mit dem 4381-Modell 90 E ist der Einstieg in die neueste IBM-Architektur für rund 900 000 Mark möglich. Erste Auslieferungen sind für das dritte Quartal dieses Jahres geplant.

Schon im April soll ein 3090-Baby mit der Modellbezeichnung 1 00 S zu haben sein. Dann wird die Prozessorfamilie ES/3090 zwölf Mitglieder zählen (siehe Tabelle auf Seite 2). Die Uniprozessor-Maschine hat in der Grundausstattung 32 MB Zentralspeicher und 16 Kanäle.

Trotz des relativ niedrigen Anschaffungspreises von rund 1,5 Millionen Mark bemängelt Steve Josselyn, Analyst bei der International Data Corp. in Framingham/Massachusetts, ein ungünstiges Kosten-pro-MIPS-Verhältnis. Sein Kommentar: "Ich weiß nicht, wer das kaufen soll; es scheint nicht viel Sinn darin zu liegen."

"Möglicherweise ist das ein Rechner für schnell wachsende Unternehmen, die gerade eben für die 3090-Linie in Frage kommen", spekuliert der Marktbeobachter. "Eine Aufrüstungsmaschine für diejenigen, die am oberen Ende der 4381-Serie angekommen sind, ist das jedoch nicht." Nach Auskunft einer IBM-Sprecherin sieht der Hersteller die Zielgruppe für die 3090 100 S vor allem bei den mittleren und kleineren 4381-Anwendern, die innerhalb des nächsten Jahres ein Upgrade planen.

Explizit für die ESA-Architektur ausgelegt sind das Release 11 der Systemsoftware-Komponente "Data Facility Sort" (DF-Sort) und die CICS-Funktion "Data Tables". Beide Produkte werden voraussichtlich im April zur Verfügung stehen. Die künftig aktuellste DF-Sort-Version soll die ESA-eigenen "Hiperspaces" nutzen und Performance-Gewinne von 25 Prozent ermöglichen.

"Data Tables" läuft unter MVS/SP 3.1 mit CICS/MVS 2. 1. Die Zusatzeinrichtung ermöglicht es dem Anwender, oft benötigte Records in den virtuellen Speicher zu laden, so daß nicht ständig auf die Platte zugegriffen werden muß. Von den "Hiperspaces" oder den ebenfalls ESA-typischen "Data-Spaces" macht diese Funktion allerdings keinen Gebrauch. Als Preisbeispiel, nennt IBM eine Mietgebühr von 1 1 46 Mark monatlich.

Für diejenigen, denen die jüngsten Produktankündigungen als Anreiz zur Umrüstung ihres Rechenzentrums nicht ausreichen, hat Big Blue ein schlagkräftigeres Argument zur Hand: Einige der älteren 3090- und 4381-Rechner werden ab dem 5. Mai nicht mehr vertrieben; dazu zählen die 3090-Modelle 150, 180, 200 und 400 sowie die 4381-Modellgruppen (MG) 11, 23 und 24.

Außerdem zieht der Anbieter eine Reihe von Software-Features zurück, die bislang folgende Umrüstungen ermöglichten: von MG 1 auf MG 22, von MG 2, 12, 13 und 22 auf MG 23 sowie von MG 3, 13, 14 und 23 auf MG 24.

Daneben nahm IBM Deutschland nach eigenen Angaben "Veränderungen' bei den Kosten für 4 3 8 1 - beziehungsweise 3090-Speicherplatz vor. So wurden beispielsweise die Preise für 3090-Zentralspeicheroberhalb von 64 MB mit sofortiger Wirkung um 8,5 Prozent gesenkt; Erweiterungsspeicher für dieselbe Rechnerfamilie sind jetzt zehn bis 14 Prozent billiger.