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06.02.1976

31 kleine Rechnersysteme und Kleinrechner katalogisiert

Die jüngste Übersicht über die wichtigsten in der Bundesrepublik angebotenen kleinen Rechner-Systeme ist eigentlich für Behörden und Lehrer gedacht: In einem soeben erschienenen "Schulrechnerkatalog" haben Mitarbeiter des Institutes für Informatik der Universität Hamburg die wesentlichen Eigenschaften von 31 DV-Systemen zusammengestellt. Ihre Einsatzgebiete liegen freilich überwiegend außerhalb des schulischen Bereiches, so daß die Zusammenstellung allgemeines Interesse beanspruchen darf.

Bei der Auswahl beschränkten sich die Autoren auf Allzweckrechner mit Realzeiteigenschaften und physikalisch kleinen Abmessungen - sie verzichteten bewußt auf die kommerziell orientierten MDT-Systeme.

"Der Einsatz größerer Systeme wird im Schulbereich nur in Einzelfällen die ökonomisch günstigste Lösung darstellen", schlossen die Autoren aus folgender Rechnung: "Kleinere Systeme mit 10 Terminals sind heute bereits für 250 000 Mark zu haben, während an Rechner im Wert von 5 Millionen Mark zumeist erheblich weniger als 100 Terminals angeschlossen werden können. Es ergibt sich also beim Kleinrechner eine Investition von 25 000 Mark je Terminal - beim Großrechner mindestens das Doppelte. Außerdem sind beim Kleinrechner die Wartungskosten niedriger und es entfallen besonderes Bedienungspersonal, spezielle Räume sowie DFÜ-Kosten, weil das kleine System "vor Ort" steht, während das große von mehreren voneinander entfernten Anwendern genutzt werden müßte."

Tischrechner sind nach Meinung der Autoren für die Schule weniger empfehlenswert, weil sie als Terminal "unangemessen teuer" seien, andererseits aber weder für gezielte Speicherung und Verarbeitung größerer Datenmengen noch für rechenintensive Programme geeignet seien. Für den Informatikunterricht seien sie zumindest so lange unzweckmäßig, als sie mit BASIC eine "für Ausbildungszwecke nur bedingt geeignete Sprache anbieten".

Die Lücken, die der Katalog meist wegen fehlender Herstellerangaben aufweist, wollen die Autoren demnächst ausmerzen: sie haben das ganze Material in einem Kleinrechnersystem gespeichert und wollen in spätestens zwei Jahren eine Neuauflage herausbringen.

Die Tabelle gibt einen Ausschnitt aus den Übersichten im Schulrechnerkatalog.

Quelle: "Rechner für den Schuleinsatz", K. Brunnstein / U. Lewandowski / J. B. Schmidt. Herausgegeben vom Forschungs- und Entwicklungszentrum für objektivierte Lehr- und Lernmethoden (FEoLL), Paderborn - Stand. Oktober 1975.