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11.11.1994

32-Bit-Betriebssystem mag die Config.bak nicht OS/2-Fehler verunsichert sowohl Haendler als auch die Anwender

MUENCHEN (CW) - Die Nachricht ueber einen Softwarefehler im neuen OS/2-Release (siehe CW Nr. 44 vom 4. November 1994, Seite 1: "IBM muss die Auslieferung des Betriebssystems OS/2 stoppen") erreicht die IBM zum denkbar unguenstigsten Zeitpunkt - der Auslieferung. Ein US-Softwarehaendler hat seinen Auftrag bereits storniert. Auch die Anwender reagieren nun verunsichert. Unterdessen scheint klar, welche Folgen der Bug nach sich zieht.

Der Programmierfehler im neuen Release des 32-Bit-Betriebssystems "OS/2 Warp, Version 3", passt Big Blue derzeit am allerwenigsten ins Konzept. Seit Wochen versuchte die PC-Crew um Chef Louis Gerstner, vor allem potentiellen Anwendern von Microsofts kuenftigem Konkurrenzprodukt "Windows 95" OS/2 schmackhaft zu machen.

Jetzt hat die IBM Softwarehaendler, die das Produkt bereits erhalten haben, aufgefordert, das 32-Bit-Betriebssystem zurueckzuschicken, berichtet die CW-Schwesterpublikation "Infoworld".

Diese Rueckrufaktion loest bei der Kundschaft Skepsis aus: "Obwohl der Fehler moeglicherweise bereits behoben ist, macht man sich darueber Gedanken, welche Bugs in den naechsten Tagen veroeffentlicht werden", bestaetigt John Handy, Senior Technical Consultant eines renommierten Versorgungsbetriebs in Gaithersburg, Maryland.

Mittlerweile scheinen zumindest die Folgen des Fehlers geklaert. "Wenn sich die Datei Config.bak im Stammverzeichnis befindet und OS/2 installiert wird, lassen sich weder Windows- noch DOS- Programme starten", erklaert IBM-Sprecherin Allison Johnson den Programmkonflikt mit Microsofts Produkten. Bei Config.bak handelt es sich um eine Sicherung der Systemdatei Config.sys.

Trotz IBMs Erklaerung, den Fehler beseitigt zu haben, zeigen sich einige Anwender verunsichert. "Wenn wir eine positive Resonanz von Benutzern registrieren, werden wir OS/2 wieder bestellen", so Paolo Pignatelli, Gruender und President The Corner Store, Litchfield, Connecticut, dessen Unternehmen den Lieferungsauftrag an die IBM aufgrund des Bugs vorerst storniert hatte.