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Erstes Modell einer Supermikro-Serie vorgestellt:

32 Bit-Maschine nun auch von Motorola

26.09.1986

DÜSSELDORF (ad) - Als erstes System für den kommerziellen Bereich und für den OEM-Markt präsentiert Motorola unter der Bezeichnung Serie 8000 eine Familie von 32-Bit-Supermikros, die auf dem 68020-VLSI-Mikroprozessor basieren.

Das Modell 8400 als bislang erstes System dieser Familie arbeitet mit einer Taktfrequenz von 16,7 Megahertz. Wie der Anbieter verlauten läßt, erbringt diese Maschine aufgrund ihrer Systemarchitektur, den erweiterten Adreßmöglichkeiten und einem 16-KB-Cache-Memory eine Leistung von 2,5 Millionen Instruktionen pro Sekunde. Die Burst-Rate wird mit 8 Mips angegeben. Damit ergibt sich laut Motorola im Vergleich zur bisherigen 6000er Serie, die auf dem 68010-Prozessor aufgebaut war, eine Leistungsverdoppelung. Basis der neuen Architektur des Rechners ist der VME-Bus, der über 32-Bit-Adreß- und Datenleitungen verfügt. Das Gehäuse dieser Modellserie kann laut Motorola ferner bis zu 12 VME-Bus-Karten aufnehmen.

Im Basisgehäuse haben darüber hinaus vier 5-1/4-Zoll-Winchesterlaufwerke Platz. Der Hauptspeicher mit der unternehmensinternen Bezeichnung Dual-Ported-Dynamic-RAM soll außerdem bis maximal acht MB aufrüstbar sein. Die Sicherung der Daten und die System-Initialisierung wird durch ein 655-KB-Floppy-Disklaufwerk sowie mit Hilfe eines 60-MB-Streamer-Tapes geschaffen. Optional können laut Anbieter 1600/3200-Bit-pro-Zoll-Magnetbandgeräte mit neun Spuren und SMD-kompatible externe Plattenlaufwerke angeschlossen werden.

Durch den Einsatz eines Gleitkomma-Prozessors MC 68881 wird beim Modell 8400 die Geschwindigkeit arithmetischer Operationen erhöht. Als Programmiersprachen stehen unter anderem RM Cobol, Micro Focus Level II Cobol, MSC Basic, Pascal, Fortran 77, Sibol, Mumps, C, Apacs und der Motorola-68000-Assembler zur Verfügung. Dieses wie auch weitere Modelle der Serie 8000 bietet das Konzept eines offenen Systems. Ein serieller I/O-Controller beinhaltet acht Kanäle, wobei maximal 32 Kanäle möglich sind. Für die Datenkommunikation stehen BSC/SNA 3280 Emulation, 2780/3780, 3776, MSV1/9750 Emulation, X 25, PC-Interconnect, TCP/IP Ethernet und andere Protokolle zur Verfügung. Anschließbar sind ferner Terminals wie VT200-, VT 240- und VT 241- kompatible sowie unterschiedliche Druckersysteme.

Das in der Bundesrepublik ab sofort verfügbare Modell 8400 wird vom Hersteller in der oben beschriebenen Konfiguration inklusive zehn V.24-Schnittstellen und Streamer-Tape, aber ohne Bildschirm, zu einem Preis von knapp 69 000 Mark offeriert. Etwa Ende September wird die Systemreihe um ein weiteres Modell, die 8200, erweitert, die nach Motorola-Angaben ähnliche Features beinhalten wird und rund 20 Prozent billiger sein soll.

Auch im Bereich der Workstations hofft man, in absehbarer Zeit mitmischen zu können. Dietrich Schramm, im Bereich Marketing bei Motorola tätig: "In den USA ist der Weg dafür bereits geebnet." Über einen Zeitpunkt für den Einstieg in dieses Marktsegment wurde bislang nichts bekannt, abhängig gemacht "wird dies jedoch von der Unix Version V.3, die nach wie vor noch nicht zu haben ist", sagte Schramm.