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25.10.1996 - 

First Look: Project Scheduler 7 (PS 7)

32-Bit-Plattformen für Projekt-Software

Anwender der Vorgängerversion "PS 6" werden ihr Produkt im Konzept von PS 7 kaum noch wiederfinden. Zwar lassen sich PS-6-Projektdateien direkt übernehmen, das Abspeichern im PS-6-Format dagegen ist in PS 7 nicht mehr vorgesehen.

Die Online-Hilfe der Betaversion von PS 7 sowie die erstmals integrierten Project-Guides waren bis Redaktionsschluß noch unvollständig. Handbücher lagen ebenfalls noch nicht vor. Die Installation des Projektplaners verlief jedoch absolut problemlos.

Die Bedienerführung des auch schon in seiner Vorgängerfassung benutzerfreundlichen Programmes wurde noch weiter verbessert. Neben der Einblendung kontextsensitiver Menüs nach Betätigung der rechten Maustaste verfügt Project Scheduler jetzt auch über Drag-and-drop- sowie OLE-2.0-Unterstützung. Die Symbolleisten sind benutzerdefinierbar.

Einfache Kostenplanung

Ungewöhnlich ist die Möglichkeit, den Aufruf externer Anwendungen über Menüeinträge zu realisieren und dabei bestimmte PS-7-Felder als Parameter mitanzugeben. So lassen sich etwa zu bestimmten Vorgängen zusätzliche Informationen, beispielsweise Vorgehensweisen, in Form von Word-Dokumenten anzeigen.

Im Gegensatz zu früheren Versionen sorgt neuerdings eine MDI (Multiple Document Interface)-Unterstützung dafür, daß mehrere Projekte gleichzeitig dargestellt werden können. Den Projekten können ein gemeinsamer oder jeweils eigene Ressourcenpools zugewiesen werden, insofern diese zuvor in den Arbeitsspeicher geladen wurden. Neu hinzugekommen ist auch die teilbare Benutzeroberfläche, in der sich zwei unterschiedliche Ansichtsarten kombinieren lassen, zum Beispiel Kostenverlauf und Ganttdiagramm. Um Projektvorgänge in sortierter Reihenfolge gruppiert darzustellen, etwa nach Prioritäten oder Verantwortlichkeiten, kann der Anwender das sogenannte Data Banding aktivieren.

Auch die Formel- und Filtermöglichkeiten wurden überarbeitet. So lassen sich innerhalb der Formeln jetzt auch Textausgaben einbinden. Daneben können in Formeln nun auch Filter eingesetzt werden, die unterschiedliche Kategorien betreffen. Zur Verfolgung des Projektfortschritts stellt PS 7 bis zu fünf Basis- beziehungsweise Zwischenpläne bereit.

Wollte man bei früheren Versionen von Project Scheduler vorhersehbare Kostenänderungen einplanen, war dies nur über etwas umständlich zu handhabende Inflationspläne möglich. PS 7 bietet die Möglichkeit, über die Projektdauer veränderliche Einsatzmittelkosten auch direkt zu erfassen. Fixkosten werden dabei allerdings nach wie vor nicht explizit unterstützt. Der automatische Kapazitätsabgleich ist ebenfalls unverändert geblieben. Der Anwender hat nur wenige Möglichkeiten, um auf die Nivellierungsfunktion Einfluß zu nehmen, etwa, um bestimmte Ressourcen von dem Abgleich auszunehmen oder im Pufferbereich der Projektvorgänge auszugleichen.

Als erfreuliche Neuerung ermöglicht PS 7 das Ersetzen von Ressourcen auch dann, wenn jene eine Aufgabe bereits in Angriff genommen haben. Projektberichte, für deren Erstellung PS 7 einen Berichtsassistenten bekam, lassen sich erstmals auch im Internet-üblichen Format HTML abspeichern, um Web-Seiten zu erzeugen. Der Preis der Software liegt bei knapp 2900 Mark.

*Volker Jungbluth ist freier Autor in Wiesbaden.