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22.12.1989 - 

US-Fachhandel verkaufte zehn Prozent mehr Rechner als im Vorjahr

32-Bit-Systeme laufen 16-Bit-PCs mehr und mehr den Rang ab

DALLAS (IDG) - Entgegen düsteren Prophezeiungen ist der Computerverkauf durch den US-Fachhandel im Oktober um vier Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Die Zahl der verkauften Rechner war zwar mit 260 000 nur geringfügig höher als im Oktober Æ88, der Umsatz stieg aber um 3,5 Prozent an. Das größte Wachstum brachte die verstärkte Kunden-Nachfrage nach 386SX- und 386-PCs, meldet das amerikanische Marktforschungsunternehmen Storeboard Inc.

Insgesamt wurden in den ersten zehn Monaten dieses Jahres zehn Prozent mehr PCs verkauft als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dabei verloren die Rechner der unteren Leistungsklasse weiter an Bedeutung. Zwischen Januar und Oktober diesen Jahres sank der Anteil von Rechnern mit 8086/88 Prozessoren von Intel - gemessen am Gesamtverkauf des US-Computer-Fachhandels - von 20 auf 13 Prozent.

Ob 80286-PCs noch lange ihre Bestseller-Position behaupten werden, ist fraglich. In den ersten zehn Monaten des Jahres sank ihr Marktanteil im Fachhandel von 48 auf 44 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Verkäufe von 80386SX-Maschinen um neun auf zwölf Prozent. Auch die "echten" 386-Systeme legten um fünf auf 19 Prozent zu. Andere Systeme trugen zu nicht einmal drei Prozent zum Gesamtverkauf im US-Fachhandel bei. IBM verkaufte bis Oktober über die Fachhandelsschiene mit 748 600 Maschinen acht Prozent mehr Rechner und kam damit in diesem Vertriebskanal auf einen Marktanteil von 31,5 Prozent. PS/2 Modell 50Z und Modell 30/286 verkauften sich allein im Oktober

18 000mal beziehungsweise 16 000mal. Auf Platz drei in der Big Blue-Rangfolge kam der PS/2 Modell 55sx mit 15 000 abgesetzten Einheiten. Insgesamt brachte IBM im Oktober 82 100 Rechner an den Mann. Nach Auffassung von Storeboard repräsentieren die IBM-Verkaufszahlen im Fachhandel etwa 65 Prozent des IBM-PC-Absatzes auf dem US-Markt.

Auf fast 470 000 PCs konnte Compaq seinen PC-Verkauf im Fachhandel hochschrauben. Allein von September bis Oktober stieg der Absatz um zehn Prozent auf 51 500 Systeme. Der Deskpro 386 war nicht nur Compaqs Bestseller, sondern übertraf den Deskpro 286e um fast 1000 Einheiten. Auch der Deskpro 386/33 und der Taschencomputer LTE zogen die Aufmerksamkeit der Kunden auf sich. Die voraussichtlich exzellenten Verkaufszahl en des "Notebook-Rechners" werden laut Storeboard eventuell auf Kosten des leistungsstärkeren SLT gehen.

283 400 Apple-Macintosh-Rechner setzte der Fachhandel zwischen Januar und Oktober 1989 ab. Die 28 600 verkauften Systeme im Oktober bescheren Apple einen Marktanteil von 10,9 Prozent. Allerdings verloren die Apple-Rechner in den ersten zehn Monaten Terrain im Fachhandel 18 Prozent weniger Maschinen fanden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Käufer. Dieses Minus hängt jedoch mit der Hinwendung des Herstellers zu anderen Vertriebskanälen zusammen, die in die Storeboard-Untersuchung nicht einfließen.

Die Japaner NEC, Epson und Toshiba verstärkten in den ersten zehn Monaten ihre Marktposition im Fachhandel erheblich. Epson realisierte trotz schlechter Verkäufe im Oktober ein 48prozentiges Wachstum. NEC konnte seinen Absatz - nicht zuletzt wegen der Ausdehnung der Produktpalette - um 21 Prozent steigern. Toshiba erhöhte allein den Laptop-Verkauf um 34 Prozent. Diesen Erfolg versucht das Unternehmen nun in eine Kampagne auszunutzen, die es auch als erstklassigen Hersteller von Desktop-Rechnern etablieren soll.

AST hielt mit 5000 abgesetzten Rechnern im Oktober und einem Verkaufsplus von 27 Prozent in den ersten zehn Monaten seine Position unter den ersten zehn US-Rechner-Herstellern.

Hewlett-Packard brachte im Oktober 7200 PCs unter. Die Erkenntnis, daß der Fachhandel die Hauptvetriebsschiene für PCs darstellt und HP dort eine wichtige Rolle spielen muß, ist belohnt worden. 43 500 Maschinen konnte HP von Januar bis Oktober insgesamt absetzen.

Der Verlierer des Monats heißt Zenith: Um fast 12 Prozent gingen die Verkäufe gegenüber dem Vormonat zurück. Storeboard vermutet, daß die Übernahme durch Bull den Verkaufserfolg geschmälert hat. Gegenüber 1988 legte Zenith allerdings um beachtliche 32 Prozent zu.