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19.01.1979 - 

Prime Computer kündigt vier neue Rechnermodelle an:

32-Bit-Timesharing-Minis als DEC-Killer

19.01.1979

WELLESLEY HILLS/WIESBADEN - Der künftig größte Prime-Minicomputer soll der VAX-11/780 des Marktführers Digital Equipment den Rang ablaufen. Dies erklärte ein Sprecher der Prime Computer, Inc. anläßlich der Ankündigung neuer Modelle in Wellesley Hills (Massachusetts). Prime gilt als Spezialist für lokales Timesharing.

Während für den US-Markt die vier Minicomputer 450, 550, 650 und 750 freigegeben wurden, kann der Prime Deutschland-Vertrieb vorerst nur mit dem kleinsten und größten Modell des Quartetts akquirieren. Dazu Hans Dieter Holler, Geschäftsführer der Prime 1 Deutschland GmbH, Wiesbaden: "Die 550 und 650 sind nur Verbindungen aus bestehenden Maschinen mit verbessertem Mikroprogrammsatz." In Deutschland wäre dies, so Holler weiter, kein Grund, neue Typenbezeichnungen zu finden.

Der "VAX-Killer 750" (Holler), wie DECs Maxi-Mini in 32-Bit-Architektur gebaut (eine Novität bei Prime), trumpft mit Leistungsdaten auf, die auch die übrige Konkurrenz (Interdata, Data General, Modcomp, Systems Engineering etc.) beuteln dürften: Maximal 8 MB MOS-Hauptspeicher, Cache-Speicher von 16 KB, 8 MB I/O-Transfer auf dem Plattenkanal sowie IBM 3270- und X.25-Unterstützung in der Datenfernübertragung.

"Echte" 32-Bit-Rechner (mit "Wide-Word-Memory") sind auch die Modelle 450, 550 und 650, die mit Hauptspeicher-Ausbaugrenzen von 1 MB, 2 MB und 4 MB angeboten werden. Hauptspeicher-Minimalausstattung der 450: 256 KB; bei den drei größeren Modellen geht es erst mit 512 KB los. Der Hauptspeicher kann in Blöcken von 256 KB, 512 KB und 1024 KB hochgerüstet werden.

Die Prime-Vierlinge laufen mit dem virtuellen Betriebssystem Primos der bestehenden Maschinen 350, 400 und 500, sodaß Familien-Kompatibilität gewährleistet ist. Holler: "Das ganze gehorcht dem Prime-Computerplan." Diese Vertragsform sieht vor, daß Installationen im Feld durch Austausch der Zentraleinheit jederzeit auf das nächsthöhere und neuere Modell gebracht werden können.

Die gleichzeitig mit der Hardware angekündigte Software umfaßt neben Fortran 77- und PL/I-Compilern auch die Query-Sprache "Prime/Power". Auch wer als Timesharing-Anwender einen Prime-Rechner nur sporadisch benutzt, so argumentiert Holler, habe mit dieser Datenbank-Abfragesprache keinerlei Schwierigkeiten.

Zielen die Prime 550, 650 und 750 auf den Endbenutzer, so wurde die 450 als "Systems Builder"-Maschine für den OEM-Markt konzipiert.

Die deutschen Preise stehen noch nicht fest. Die US-Preise betragen: 180 000 bis 300 000 Dollar für die 750; 150 000 bis 250 000 Dollar für die 650 und 95 000 bis 175 000 Dollar für die 550. Bei Abnahme von 50 bis 60 Einheiten liegt der Einzelpreis des OEM-Systems 450 nach Prime-Angaben unter 35 000 Dollar.