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IBM-Kleinanlage für 93 000 Mark


18.04.1975 - 

/32:- IBM für jedermann

MÜNCHEN - Der TEE hält in der Kreisstadt - IBM offeriert Systeme ab 2320,- Mark Monatsmiete. Etwa ein Quartal nach der Ankündigung in den USA (CW Nr. 4 vom 24.1. 1975) erfolgte jetzt die Freigabe des Systems /32 für die größeren Länder Europas fast gleichzeitig .

Was für die USA eine echte Sensation war, kann in der Bundesrepublik allenfalls zu einem Hecht im MDT-Markt werden - das Konzept schlüsselfertiger Installationen für Klein- und Mittelbetriebe ist hierzulande schon erfolgreich vorexerziert worden.

Großhandel im Visier

Die /32 gibt es in drei Hauptspeicher-Größen (16, 24 und 32 K Bytes) und insgesamt zehn Modell-Varianten. Standard sind Diskette-Station, Bildschirm und Tastatur. Programmiersprache ist RPG II. Einen Assembler soll es für das neue System nicht geben. In den USA wurden gleichzeitig mit der Hardware komplette Anwendungs-Programm-Pakete für Bauwirtschaft, Krankenhäuser, Verbände und Großhändler angekündigt - hier hat IBM zunächst nur den Großhandel allgemein und speziell den Elektrogroßhandel als Zielgruppe anvisiert.

Individuelle Lösungen

Besonders hervorgehoben wird MAS - Modulares Anwendungs-System, mit dessen Hilfe sich die Erstellung individueller Programme für den Kunden auf das Ankreuzen gewünschter Lösungen in einem Fragebogen reduzieren soll. "Individuell " ist wichtig in der Bundesrepublik. Beim IBM-System /3 heißt das CPH - Computer-unterstützte Programmierhilfe - und ist nicht gerade ein Erfolg. Allerdings: CPH ist eine internationale, nicht branchenbezogene Entwicklung, MAS ist deutsch, auf Branchen abgestellt und "viel mächtiger" (Stimme aus dem Vertrieb).

Software für circa 15 Prozent der Hardware-Kosten

Analog zu den USA gibt es für das System /32 auch hier zwei Mietpläne, deren Sätze sich um rund fünf Prozent unterscheiden: Monthly Availability Charge (MAC - Bindung ein Jahr) und Term Availability Plan (TAP - Bindung drei Jahre, maximale Erhöhungen je fünf Prozent im zweiten und dritten Jahr).

Für Anwendungs-Software werden ein Jahr lang zu zahlende Lizenz-Gebühren in Höhe von monatlich rund 1100 Mark (Fakturierung, Lager-Disposition, Buchhaltung, Ergebnisplanung) in Rechnung gestellt. Bei rund 93 000 Mark Kaufpreis für die kleinste Konfiguration ergibt sich ein Software-Kostenanteil von etwa 15 Prozent.

Multiprogramming und der Anschluß von dialogfähigen Terminals sind (noch?) nicht möglich. BSC- oder SDLC-Adapter ermöglichen Datenfernübertragung und öffnen die Tür zum zunehmend interessanten Markt der dezentralen Rechner in Großunternehmen - ein Zwerg für die Riesen?