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10.10.2003 - 

Der lange Marsch zurück ins Enterprise-Geschäft

3Com bläst mit Routern zum Angriff auf Cisco

FRANKFURT/M. (hi) - Angriffslustig präsentierte sich 3Com auf der europäischen Kundenveranstaltung 3Com University den Anwendern. Das Unternehmen will wieder zum Netzvollsortimenter aufsteigen und künftig für Enterprise-Kunden eine Alternative zu Cisco darstellen. Einen ersten Schritt zurück in das Geschäft mit Corporate Networks geht 3Com mit der neuen 5000er Router-Familie.

Zumindest eines kann man Netzausrüster 3Com derzeit nicht vorwerfen: übertriebene Bescheidenheit. Trotz verärgerter Enterprise-Kunden nach der Einstellung der "Corebuilder-Reihe" vor drei Jahren sowie einem gründlich verhagelten Quartalsergebnis gab sich die Company auf der 3Com University in Frankfurt siegessicher. Gemeinsam mit dem chinesischen Partner Huawei will 3Com zum Vollsortimenter für Netzequipment aufsteigen, um Cisco auf breiter Front anzugreifen.

Fraglich ist noch, ob es 3Com und Huawei gelingt, ihre strategische Ausrichtung mit einer glaubwürdigen Produkt-Roadmap zu untermauern. Bislang ist nämlich lediglich bekannt, dass die chinesisch-amerikanische Allianz als One-Stop-Shop die Networking-Anforderungen der Anwender vom kleinen Büro oder der Unternehmenszweigstelle bis hin zu den großen Corporate-Netzen abdecken will. Dabei liegt der Fokus auf den Themen "Wired LAN", "Wireless LAN", "IP-Telefonie", "Security" sowie "Netz-Management". Wer jedoch nach der konkreten Produktstrategie fragt, erhält derzeit vom 3Com-Management mit Hinweis auf die amerikanischen Börsenvorschriften nur ausweichende Antworten.

Vier Geräte für den Midrange-Bereich

Mit der neuen Router-Familie der 5000er Serie gibt das Unternehmen einen ersten konkreten Hinweis darauf, wohin die Reise gehen könnte. Das Portfolio dieser Reihe umfasst die Modelle 5009, 5231, 5640 sowie 5680. Diese für den Midrange-Bereich konzipierten Geräte bilden, wie es heißt, den Auftakt zu einer ganzen Reihe neuer Router für den Aufbau von End-to-End-Infrastrukturen. Die jetzt vorgestellten Produkte unterstützen Features wie Quality of Services (QoS) oder eine Datenpriorisierung, wie sie in konvergenten Netzen mit kombinierter VoIP- und Datenkommunikation gefordert ist. Ferner genügen die Geräte laut Anbieter den heutigen Sicherheitsanforderungen durch die Möglichkeit, VPNs einzurichten sowie die Datenströme zu verschlüsseln. Als Management-Tool für die Router dient der "3Com Network Administrator", der auch mit Hewlett-Packards "Openview" zusammenarbeitet und so den Einsatz in heterogenen Netzen erleichtert.

Glaubt man Berechnungen von 3Com, so kostet beispielsweise das Router-Modell 5640 mit rund 4000 Dollar weniger als die Hälfte eines vergleichbaren Cisco-Routers vom Typ 3640.