Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

17.09.1999 - 

Netscape-Gründer Barksdale sitzt im Board

3Com bringt Palm-Division an die Börse

MÜNCHEN (CW) - 3Com will seine erfolgreiche Palm-Division zu einem eigenständigen, börsennotierten Unternehmen umbauen.

Die Personal Digital Assistants (PDAs) der Palm-Serie haben in den vergangenen Jahren einen Siegeszug angetreten, der Marktauguren ebenso wie das 3Com-Management selbst überraschte. Die Produkte der Palm-Division, die mit der Übernahme von U.S. Robotics in den Besitz von 3Com gelangt waren, erfreuten sich einer so großen Nachfrage, daß die Ausrichtung der auf Netzequipment spezialisierten 3Com Corp. zu verwässern drohte.

Palm Computing soll daher Anfang kommenden Jahres als selbständiges Unternehmen an die Börse gebracht werden und alle Freiheiten bekommen, um sich als Marktführer im rasant wachsenden Handheld-Geschäft zu behaupten. 3Com sucht derzeit nach einem geeigneten CEO für die Tochtergesellschaft. Mit Netscape-Gründer James Barksdale und Gordon Campbell, President und Chairman der Techfarm Inc., konnten jedoch bereits zwei erfahrene Manager für den Verwaltungsrat des neuen Unternehmens gewonnen werden. Sie sollen die Weichen für einen erfolgreichen Start von Palm Computing stellen. Die Vertriebsmannschaft, die die Palm-Produktlinie bisher so erfolgreich vermarktet hatte, bleibt an Bord.

Benhamou betonte vor der Presse, die Teilung seines Unternehmens werde auch dem angestammten Networking-Geschäft zugute kommen. Beide Divisionen bekämen volle Handlungsfreiheit.

Sie könnten nun nach Belieben Partnerschaften und Allianzen eingehen. Offenbar hatte es zuvor Interessenkonflikte gegeben: Handheld-Kunden waren Wettbewerber im Netzgeschäft und umgekehrt.

Zudem hatte wohl die angestammte 3Com-Kundschaft moniert, das Unternehmen vernachlässige sein Kerngeschäft zugunsten des schneller wachsenden PDA-Business.

Palm Computing soll in Zukunft nicht nur Handhelds produzieren, sondern die bereits begonnene Lizenzierung des zugehörigen Betriebssystems an Dritte schnell vorantreiben sowie Produkte und Dienste für Unternehmenskunden entwickeln.

Bei 3Com rechnet man damit, daß Palm Computing im Vergleich zum Geschäft mit Handhelds künftig mehr Einnahmen durch die Lizenzierung des Betriebssystems an Spieleproduzenten oder Mobiltelefon-Hersteller erzielen wird. Als Zielmarkt werden auch Anwender genannt, die via Handhelds auf unternehmensweite Anwendungen oder Datenbestände zugreifen wollen. Oracle und CA zählen bereits zu den Unternehmen, die im Rahmen einer Partnerschaft mit 3Com daran arbeiten, ihre Systeme für den Handheld-Zugriff zu präparieren.

Im letzten Geschäftsjahr erwirtschaftete 3Com rund zehn Prozent seiner Gesamteinnahmen von 5,8 Milliarden Dollar mit Palm-Produkten. Bis heute wurden fünf Millionen der Kleinrechner verkauft.