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06.10.2000 - 

Netzwerker machen 41 Millionen Dollar Verlust

3Com-CEO Eric Benhamou wirft das Handtuch

SANTA CLARA (IDG) - 3Com Corp., Santa Clara, hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2000/01 mit 41,3 Millionen Dollar einen geringeren Verlust verbucht als erwartet. Ursprünglich hatte das Unternehmen ein Minus von 67,5 bis 90 Millionen Dollar angekündigt. Fast zeitgleich mit der Veröffentlichung der jüngsten Zahlen gab Firmenchef Eric Benhamou seinen Rücktritt zum 1. Januar 2001 bekannt.

Knapp zehn Jahre lenkte Eric Benhamou die Geschicke von 3Com als CEO. Zum 1. Januar 2001 räumt der Manager nun seinen Stuhl für Bruce Claflin. Dieser ist seit August 1998 President und COO bei 3Com. Benhamou wird weiterhin als Chairman im Board of Directors des Unternehmens sitzen. Der Manager begründete seinen Rücktritt damit, dass die Netzwerk-Company ihre Umstrukturierung abgeschlossen habe und nun der richtige Zeitpunkt für einen Führungswechsel sei, bevor das Unternehmen in eine neue Wachstumsphase trete.

Seitens der Analysten wurde Benhamous Entscheidung begrüßt. Allerdings weniger, weil er 3Com erfolgreich umgebaut habe, sondern vielmehr, weil nun ein Träumer das Unternehmen verlasse, dem es nicht gelungen sei, sich mit der einstigen Networking-Größe 3Com erfolgreich im Wettbewerb mit Cisco zu behaupten. In den Augen der Branchenbeobachter ist vor allem Benhamous Entschluss, im Juni 1997 den Modemhersteller U.S. Robotics zu kaufen, an der Krise von 3Com schuld. Ferner sehen zahlreiche Analysten im "Palm Pilot", den der Manager in die eigenständige Company Palm Computing ausgliederte, nur bedingt eine Erfolgsgeschichte. Benhamou, so ihr Vorwurf, habe mit dem Palm sein Ziel, ein Netz-Device für die Hemdtasche, nicht erreicht. Vielmehr habe er nur einen Organizer kreiert, dem wichtige Features wie Funkmodem oder eingebauter Internet-Browser fehlen. Ein weiterer Kritikpunkt ist der Verkauf der Netzprodukte des Highend-Segments an Extreme Networks. Nun sei 3Com nämlich nur noch auf kleinere und mittelständische Kundenunternehmen fokussiert.

Unabhängig von der Analystenkritik sprechen auch die Geschäftszahlen der letzten beiden Quartale eine deutliche Sprache: Nachdem das Unternehmen bereits im vergangenen Quartal des Geschäftsjahres 2000 einen Verlust in Höhe von 163,8 Millionen Dollar auswies, verbucht 3Com im ersten Quartal 2001 erneut ein Nettodefizit von 41,3 Millionen Dollar.

Im operativen Geschäft betrug das Negativergebnis 99 Millionen Dollar. Dabei waren die Umsätze mit insgesamt 933,8 Millionen Dollar um rund 20 Prozent höher als im vierten Quartal des letzten Geschäftsjahres. Allerdings sind darin auch die auslaufenden Produktlinien Analog-Modem, LAN- und WAN-Core-Chassis mit 127,5 Millionen Dollar enthalten.