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11.05.2001 - 

Europa-Chef nimmt seinen Hut

3Com entlässt 3000 Mitarbeiter

MÜNCHEN (CW) - Der US-amerikanische Netzausrüster 3Com will US-Medien zufolge bis zu 3000 Mitarbeiter der rund 9000 Beschäftigte starken Belegschaft entlassen. Damit möchte das Unternehmen bis zu einer Milliarde Dollar jährlich einsparen und 2002 in die Gewinnzone zurückkehren.

Bereits im Februar hatte 3Com 1200 Angestellte entlassen, im März folgten weitere Sparmaßnahmen, darunter die Ankündigung, dass die Consumer-Produkte "Kerbango" (Internet-Radio) und "Audrey" (Web-Tablett) im Juni eingestellt werden. In diesem Zusammenhang sollten zusätzliche Entlassungen vorgenommen werden, eine genaue Zahl wurde damals jedoch nicht genannt. Erst nachdem das Unternehmen Ende März seine Ergebnisse für das dritte Finanzquartal (Ende Februar) bekannt gegeben hatte, kursierte die Zahl 3000 in den Medien, wurde allerdings von 3Com bislang nicht bestätigt.

3Com-CEO Bruce Claflin verschwieg allerdings nicht, dass das abgeschlossene Quartal enttäuschend gelaufen sei. Zu den Hintergründen nannte er neben den allgemeinen wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die zu einer sinkenden Produktnachfrage vor allem in den USA geführt hatten, auch den Preisdruck im DSL- und Kabelmodem-Sektor. Auf keinen Fall jedoch, so Claflin, sei die Lage auf eine Schwächung von 3Coms Marktposition zurückzuführen, sondern ein Problem der gesamten Branche.

Für das dritte Quartal meldete das kalifornische Unternehmen einen Umsatz von 629,6 Millionen Dollar. Im vergleichbaren Vorjahresquartal betrugen die Einnahmen noch 1,1 Milliarden Dollar. Noch schmerzhafter dürfte der Nettoverlust in Höhe von 246 Millionen Dollar gewesen sein. Noch im Vorjahresquartal hatte 3Com ein Plus von 506,3 Millionen Dollar erwirtschaften können. Mit den nun angekündigten Sparmaßnahmen, die auch in den Bereichen Forschung und Entwicklung der Produktlinien zu Kürzungen führen werden, will das Unternehmen zum Ende des nächsten Fiskaljahres (Juni 2002) wieder schwarze Zahlen schreiben.

Eine Konsequenz aus den jüngst bekannt gegebenen Konzernrestrukturierungen ist der Rücktritt von Thomas Peters, Geschäftsführer von 3Com Deutschland und als Vice President verantwortlich für Zentraleuropa. Einer Mitteilung zufolge sieht Peters aufgrund der geplanten gesamteuropäischen Zentralisierung aller Unternehmensbereiche eine klare Fokussierung aller regionalen Aktivitäten auf Vertriebsaufgaben, was mit seiner "persönlichen Zielsetzung und Aufgabenstellung nicht länger harmonieren" könne. Neuer Country Manager wird Jörg Lösche, bislang Director Channel Sales für Europa.