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14.06.1996 - 

Defekte 25-Cent-Komponente löst Netzabsturz aus

3Com muß fehlerhafte Switches der Lanplex-Serie austauschen

3Com-Verantwortliche bestätigten gegenüber der US- Schwesterpublikation "Computerworld", daß sie ein Spannungskabel als Fehlerursache geortet haben. Sie machen den Zulieferer dafür verantwortlich, der seine versprochenen Spezifikationen nicht erfüllte. Das führte nun dazu, daß 3Com wegen einer 25-Cent- Komponente Geräte zurückrufen muß, die in der durchschnittlichen Konfiguration rund 16000 Dollar kosten.

Der Lanplex 2500 wird üblicherweise in Datenzentralen eingesetzt, um den Flaschenhals im Backbone aufzuweiten. Er kommt aber auch auf Abteilungs- und Arbeitsgruppen-Ebene zur Anwendung, um dedizierte Leitungen bis zum Desktop einzurichten.

Analysten waren etwas überrascht, als sie von dem Defekt erfuhren. "3Com hat sich eigentlich einen Namen mit guten Geräten erworben", staunte etwa John Morency, Berater aus Massachusetts, "und der Lanplex 2500 ist ein strategischen Produkt." Er plädierte allerdings dafür, 3Com nicht aufgrund eines einmaligen Fehlers zu verurteilen.

Doch die betroffene Anwender waren verärgert. Ein User, der lieber ungenannt bleiben möchte, berichtete von einem sieben Stunden andauernden Netzwerk-Ausfall in seinem Unternehmen. Ein weiterer Kunde, der ein Upgrade seines Netzes auf die 3Com-Produkte durchführte, entdeckt sehr hohe Fehlerraten beim Testen des Lanplex 2500 und mußte kurzfristig alle bereits installierten Geräte austauschen. Unbeanstandet sind allerdings die Geräte, die mit einer redundanten Spannungsversorgung ausgeliefert wurden.

Morency warnte davor, daß Anwender in Zukunft häufiger mit ähnlichen Problemen nicht nur bei 3Com-Produkten zu rechnen haben. Die immer kürzeren Produktzyklen und Entwicklungszeiten führten zu reduzierten Testverfahren und voreiligen Markteinführungen.