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Ausrichtung auf drei Value-Added-Märkte und LAN-Integration

3Com ordnet Produktpalette und Marketingstrategie neu

02.02.1990

FRAMINGHAM (IDG/sch) - In Produktbereichen, wo Mit- und Wettbewerber ohnehin am längeren Hebel sitzen, läßt 3Com künftig der Konkurrenz getrost den Vortritt, so beim Token-Ring der IBM. Verstärkt investieren will der Ethernet-Spezialist hingegen in zukunftsträchtige Standards, Connectivity-Produkte und Anwendungen.

Im Rahmen der Neuorientierung grenzt 3Com seine Aktivitäten auf die drei Value-Added-Märkte Netzwerk-Management, Verbindungsdienste sowie Anwendungen ein. Auch bei den Produktlinien ist eine klare Bündelung erkennbar: Hier reicht die Liste von Netzwerk-Adaptern, Communications-Servern über Internetworking-Komponenten wie Brücken und Router, Modulen beziehungsweise Services für TCP/IP und die PC/Host-Kommunikation bis hin zu Hub-Systemen für eine zentralisierte Verkabelung, Programmen für das Message-Handling und Electronic-Mail sowie Netz-Management-Systemen.

Dazu Peter Weger, Geschäftsführer der 3Com GmbH in München, die das neue Konzept übernimmt: "Wir wollen uns auf Märkte konzentrieren, wo wir wissen, daß wir der Marktführer sind und wir auch mit sehr großen Chancen weiterkommen."

Eine nicht mehr ganz so große Rolle wie bisher spielt der LAN-Manager - zumindestens was die Entwicklung und das Troubleshooting für Microsoft betrifft. Weger: "Der LAN-Manager ist ein rundes Produkt. Wir haben jetzt mehr Ressourcen für andere Dinge wie zum Beispiel FDDI frei." Auch DOS kommt erwartungsgemäß nicht mehr die Bedeutung zu. Volle Kraft voraus heißt es dagegen bei OS/2 und dem damit verbundenen Client-Server-Konzept, das seit September letzten Jahres ausgeliefert wird.

3Com hat es sich inzwischen auch aus dem Kopf geschlagen IBM auf dem Token-Ring-Sektor zu bezwingen und will sich bei dem erwarteten Gedrängel um Server-Angebote für den LAN-Manager heraushalten Sofern bei einem Anwender eine Token-Ring-Umgebung vorhanden ist, wird man hier aber die benötigte Connectivity zur Verfügung stellen.

Netware soll auf 3Com-Servern laufen

Ins Auge gefaßt wurde auch eine zunehmende Integration von Novells bestehenden Netzwerk-Servern und Workstations in LAN-Manager-Netze. Dies ließe sich durch den Zugriff von 3 + Open-Clients auf Netware-Server und eine Lauffähigkeit von Netware auf den 3Com-Servern 39500 realisieren.

"Wenn wir erfolgreich in eine installierte Basis hineinverkaufen wollen, müssen wir Wege anbieten, um in Netware-Umgebungen gelangen zu können", erklärt 3Com-Vizepräsident Erik Benhamou, der im Rahmen der gestrafften Unternehmensorganisation neben Leslie Denend und Robert Finocchio zur neuen und vorher überbesetzten Vizepräsidenten-Riege gehört.

Weiter in der Produktpalette geführt wird die 3 + Open-Serversoftware, hinzukommen sollen unter anderem Netzwerk-Applikationen, eine neue Generation von Netzwerk-Adaptern und ein Directory-System. Die Devise heißt ganz eindeutig, zukünftig mehr Anwendungen im Markt zu plazieren. Dazu Doug Gold, Analyst der International Data Group in Framingham: "Wenn es 3Com schafft, ein transparentes Applikations-Set für die Betriebssystemumgebung zu schaffen, erweist sich das Unternehmen selbst einen guten Dienst." Nur wenige Benutzer bauten ein Netz ganz neu auf, der Erfolg stehe und falle also mit Verbindungs-Produkten.

Eines der ersten Value-Added-Produkte zielt auf solche Firmen, die der LAN-Manager aufgrund bereits existierender Netware-Server nicht mehr hinter dem Ofen hervorlockt. Diese neue, auf 3Coms Demand Protocol Architecture (DPA) aufsetzende Komponente gestattet Workstations den Zugriff sowohl auf Netware als auch auf LAN-Manager-Dienste.

Hinsichtlich des stark in den Vordergrund gerückten Themas Netzwerk-Management strebt 3Com Aufgeschlossenheit nach unten und oben an. Weger: "Wir wollen die wichtigsten ISO-Protokolle anbieten und uns zudem an dem kommenden Standard 802.1 orientieren." +