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02.05.1997 - 

Switches, Uplink-Module und Adapterkarten angekündigt

3Com prescht mit proprietären Gigabit-Ethernet-Produkten vor

Bislang wurde der Ethernet-Flottmacher nur von jungen US-Startup-Companies gefördert. Die sind zwar engagiert, können aber nicht das Kapital zur schnellen Entwicklung aufbringen. Der Fortschritt ist dementsprechend langsam.

Als erstes Unternehmen der großen vier Networking-Anbieter dringt nun 3Com mit seiner Strategie "Gigabit Ethernet Networking" (GEN) in den Kreis der Verfechter des schnellen Ethernet ein. Schon in den nächsten Wochen wird der Hersteller einen Stand-alone Switch, einige Uplink-Module und eine Adapterkarte präsentieren. Konkurrenten wie Bay Networks oder Cisco kündigten dagegen erst für 1998 erste Implementierungen an. Cabletron hat die Betaversion eines Uplink-Moduls im Portfolio, veröffentlichte bis dato aber keine darüber hinausgehenden Pläne.

Mit seinen Produkten ist 3Com also schnell und proprietär, denn es gibt noch keinen verläßlichen Standard. Über die Absichten, die sich hinter dem ungestümen Vorpreschen verbergen, bestehen zweierlei Interpretationen: Einige Analysten glauben, der Networking-Spezialist wolle in kommende Standardisierungsarbeiten eigene Techniken einfließen lassen und Druck machen, um die Weiterentwicklung zu forcieren.

Andere Marktbeobachter vermuten dagegen, 3Com wolle sein ramponiertes Ansehen wieder verbessern. "Als sie kürzlich von Intel mit einem Preiskampf bei den Fast-Ethernet-Adapterkarten vom Markt gefegt wurden, hat sich 3Com alles andere als eines Marktführers würdig verhalten. Nun haben sie gelernt und zeigen sich ihrerseits aggressiv", lautet die Erklärung von Skip MacAskill, Analyst bei der Gartner Group in Stamford, Connecticut.

3Com verspricht sanfte Migration

Im einzelnen kündigte 3Com folgende Produkte an. Der "Superstack II Switch 9000" enthält acht Gigabit-Ethernet-Ports, um die aggregierte Bandbreite von Arbeitsgruppen mit Fast- oder Switched-Ethernet ins Backbone oder in den Server zu schleusen. Das Uplink-Modul "Superstack II Switch GEN" soll die Verbindung von den heutigen Switches der Superstack-Familie zum neuen Gigabit-Ethernet-Pendant herstellen. Das Modul enthält einen Vollduplex-Anschluß für das schnellste aller Ethernets und überträgt Daten über maximal 250 Meter.

Besitzer der "Corebuilder 5000" (vormals auch unter dem Produktnamen "Oncore" verkauft) können ihre Geräte künftig um die Einsteckkarte "Corebuilder 1000Base-SX" aufrüsten. Damit können sie laut 3Com zu Gigabit Ethernet migrieren und dennoch Investitionen in andere Verfahren weiterhin nutzen. Die "Corebuilder 7800 Gigabit Ethernet Interface Card" soll dagegen den ATM-Switch der gleichnamigen Serie bereichern. Während die Karte die Verbindung zwischen Switch und Server oder einem weiteren Switch herstellt, sorgt die ATM-Schnittstelle für die Backbone- oder WAN-Anbindung.

Schließlich gibt es noch die "Gigabit Etherlink PCI Network Interface Card", die Server und Backbone miteinander verbindet. 3Com legte auch weitere Produktpläne offen. In der ersten Hälfte 1998 soll ein Backbone-Switch folgen, der mehr als 28 Gigabit-Ethernet-Ports enthält. Außerdem wird es ein Routing-Gerät geben, das bis zu 30 Millionen Pakete pro Sekunde durchschleust.