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Interview mit dem Benhamou-Nachfolger

3Coms neuer Chef Bruce Claflin: "Wir wollen aggressiver werden"

27.10.2000
Ab dem 1. Januar 2001 heißt der CEO und President von 3Com Bruce Claflin. Mit ihm sprach "Computerworld"-Redakteur James Cope.

CW: Wie unterscheidet sich Ihr Führungsstil von dem Eric Benhamous?

Claflin: Wir sind völlig unterschiedlich. Ich bin eher der verbale Typ und möglicherweise ausdrucksstärker. Eric Benhamou ist nachdenklich und intellektuell. Wir ergänzen uns daher ganz gut.

CW: Welche neuen Ideen haben Sie persönlich entwickelt, die Sie ab dem nächsten Jahr umsetzen wollen?

Claflin: Wir haben bereits im letzten Jahr enorme Änderungen in die Wege geleitet - das ist aber die Natur unseres Geschäftes. Ich glaube, dass wir ausdrucksstärker und aggressiver bei der Investition in Techniken und beim Marketing werden.

CW: Was ist 3Coms aktueller Marktfokus, und wie wird er sich unter Ihrer Führung ändern?

Claflin: Wir konzentrieren uns auf drei Märkte - zwei davon haben wir bereits belegt, und zwar die kommerziellen Nutzer sowie Carrier und Service-Provider. Der für uns neue Markt ist der für Privatanwender. In dem Maße, wie die Leute zu Hause einen Hochgeschwindigkeitszugang zum Internet bekommen, steigt die Herausforderung an das Networking.

CW: Und welcher dieser Märkte ist für 3Com der vielversprechendste?

Claflin:Das ist ganz eindeutig der für private Nutzer, denn er wird durch Bandbreite getrieben. Interessant ist aber auch das Geschäft mit der drahtlosen Kommunikation. Schließlich gibt es noch die IP-Telefonie. Voice over IP ist ohne Frage eine bahnbrechende Technik. Lange Zeit entwickelte sich die Kommunikationsindustrie nur in einer regulierten Welt, in der sich bestimmte Geschäftsmodelle etabliert hatten. Monopole wurden unter der Hoheit und Kontrolle der Regierungen gepflegt. Die Datenwelt kam komplett ungeregelt daher und führte jegliche Art von kommerziell verwertbaren Techniken ein. Nun gibt es immer mehr Berührungspunkte zwischen diesen Welten. Und lasst uns ehrlich sein: Die Datenwelt hat gewonnen. Sie wird der Sprachwelt ein Ende bereiten.