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24.08.1990 - 

Laserstrahlen zeichnen farbige Bilder

3D-Ausgabesystem von TI erzeugt echte Volumenbilder

MENL0 PARK (CW) - Kein Bildschirm, keine Spiegel, keine Spezialbrillen - Texas Instruments zeigte auf der Siggraph 90 einen völlig neuen Ansatz zur Erzeugung dreidimensionaler Bilder aus dem Computer: "Omniview" erzeugt mit Hilfe eines Laserstrahls ein reales Volumenbild, das sich der Betrachter von allen Seiten ansehen kann.

Laut Patentschrift ist Omniview ein "auto-stereoskopes, multiplanares Echtzeit-3D-Ausgabesystem". Im wesentlichen besteht es aus einer durchsichtigen Scheibe, die sich, von einem Motor angetrieben, sehr schnell in einer Glaskugel dreht. Einen Punkt aufleuchten zu lassen, erfordert eine exakte Synchronisierung des Laserstrahls mit der wirbelnden Scheibe: Zuerst wird der Laser auf die X- und Y-Koordinaten des Punktes positioniert, und sobald die Scheibe die gewünschte Z-Koordinate überstreicht, trifft sie der Lichtstrahl.

Bei dem vorgestellten Prototypen des Systems mit einem Kugeldurchmesser von etwa 60 Zentimetern beträgt die Auflösung 500 Pixel in jeder Dimension. Mit mehreren parallel arbeitenden Lasern, verspricht Texas Instruments, seien auch höhere Auflösungen sowie Farbmischungen möglich. Gerätetreiber, die zur Zeit entwickelt werden, akzeptieren drei Koordinatenwerte und einen Farbwert pro "Voxel" (volume pixel). Es ist geplant, Omniview für sämtliche Plattformen und Anwendungen zur Verfügung zu stellen. Gegenwärtig sucht TI Partner, die dabei helfen könnten, das System auf den Markt zu bringen. Zwar haben militärische Stellen bereits Interesse bekundet, die jüngsten Kürzungen im US-Rüstungshaushalt jedoch lassen den zivilen Bereich, in dem die Texaner nach eigenen Aussagen wenig Erfahrung haben, als den zukunftsträchtigeren Markt erscheinen. Mögliche Einsatzgebiete, so TI, sind Luftverkehrsüberwachung, Molekülmodellierung, Strömungsforschung und Spiele.

Um den hohen Anforderungen dieser Anwendungen zu genügen, wird derzeit bereits an voluminöseren Versionen gearbeitet. Die Erfinder Don Williams und Felix Garcia hoffen, einen Kugeldurchmesser von bis zu drei Metern erreichen zu können.