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09.06.1978 - 

Neubeginn nach drei Jahren mit drei Prozent Marktanteil:

3M's COM-Comeback auf Anhieb erfolgreich

NEUSS - Drei Prozent Marktanteil hat die Fachzeitschrift Mikrodok 3M in

der Bundesrepublik für 1977 zugebilligt. Und "etwas größer als der Marktanteil ist der prozentuale Umsatzanteil, den der COM-Bereich zum 3M-Deutschlandumsatz liefert", orakelt COM-Verkaufsleiter Hans Teegelbekkers.

Der Gesamtumsatz bei 3M wuchs 1977 um 5,5 Prozent auf B16 (584) Mio. Mark.

Zum Vergleich könnte Datagraphix herhalten, die sich 35 Prozent Marktanteil im Wert von rund 30 Millionen Mark zuschreiben, bei Mikrodok allerdings nur 28 Prozent Marktanteil halten. Immerhin: Teegelbekkers Sechs-Mann-Crew (ohne Technik) - erst seit der Hannover Messe 1977 wieder aktiv im COM-Markt, aus dem 3M vor Jahren ausgestiegen war - hat auf Anhieb "sechs von vierzig seither installierten Systemen" placieren können. Nach Teegelbekkers Konkurrenz-Beobachtung hätte Datagraphix allein 28 Systeme geliefert, während sich NCR und Agfa den Rest teilten und Bell & Howell "kaum vertreten" war. Den eigenen Erfolg begründet Teegelbekkers mit "gewissen Service-Schwächen" des Marktleaders Datagraphix und technischen Umstellungsproblemen bei Agfa (auf Calcomp) und Bell & Howell (auf Agfa). Teegelbekkers motiviert: "Es ist zwar schwierig, wo jemand mit Produkten etabliert ist, wieder Fuß zu fassen, aber wir sind dabei, gewisse Ablösungen durchzuführen."

Zwei Trends würden den überaus anspruchsvollen bundesdeutschen COM-Markt kennzeichnen: Einmal der Weg zum Prozessor-System (um diese "Pantscherei nicht zu haben", so Teegelbekkers) mit dem Zug zum wärmeentwickelten Trockenfilm. Diese Trockenfilme böten zwar zunächst keine Preisvorteile - wegen ihres Handlingsvorteils ließe sich aber ein Arbeitsgang glatt einsparen.

Da die Chemie pro Fiche mit etwa 2 Pfennig zu Buche schlägt, bei Prozessor-Systemen bis zu zehn Pfennig ausmacht, wie 3M argumentiert, ergibt sich schließlich ein kräftiger Preisvorteil. Der zweite Trend ist der zur kleineren Maschine. Teegelbekkers räumt ein, daß die Servicebetriebe hier eine entscheidende Rolle spielten, zumal diese mit Preisen arbeiten, "bei denen man sich sehr schwer tut, selbst Kleinstgeräte in den Markt zu stellen". Die künftige Systemgröße: Wenn Groß-COM-Systeme bislang der 370/158/168 angemessen waren, dann 4 kann man jetzt bis zur 138 und "auch noch drunter gehen, bis etwa 200 000 Seiten im Monat".