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10.12.1976 - 

DV-Nachwuchs: Nur 1,5 Promille der Kaufleute:

40 Aufgaben in 60 Minuten

MÜNCHEN - Bei der Industrie- und Handelskammer in München haben im Sommer nur neun Datenverarbeitungs-Kaufleute an der Abschlußprüfung teilgenommen. Insgesamt gab es 10 121 Prüfungsbewerber aus mehr als 120 Ausbildungsberufen. 6267 der Prüflinge kamen aus den knapp 30 kaufmännischen Berufen. Darunter waren 482 Industriekaufleute.

Die Abschlußprüfung für die DV-Kaufleute umfaßte die drei Gebiete Datenverarbeitungslehre, Mathematik und kaufmännisches Rechnungswesen sowie Betriebswirtschaftslehre mit Organisation und Rechnungswesen. Beim Prüfungsfach Datenverarbeitungslehre hatten die zukünftigen DV-Kaufleute in 60 Minuten 40 Aufgaben zu lösen. Darunter waren die Fragen: Was versteht man unter einer CPU? Welcher externe magnetische Speicher hat die kürzeste Zugriffszeit? Was versteht man unter einer Datei? Was versteht man unter dem Betriebssystem OS/VS?

Für das Fach "Mathematik und kaufmännisches Rechnungswesen" hatten die Prüflinge für 18 Aufgaben 190 Minuten Zeit. Neben kaufmännischen Rechenaufgaben mußten Dualzahlen in Hexadezimalzahlen umgewandelt sowie Boolesche Ausdrücke vereinfacht werden. Ebenfalls 90 Minuten Zeit - allerdings für 46 Aufgaben - hatten die DV-Kaufleute bei "Betriebswirtschaftslehre mit Organisation und Rechnungswesen".

Organisation oder Datenerfassung

Für den Fachbericht standen zwei Themen zur Auswahl:

1. Die Auswirkungen einer Problemlösung mit EDV-Anlagen auf die bisher bestehende Organisation

2. Methoden der Datenerfassung.

Eines dieser Themen sollte innerhalb von 60 Minuten bearbeitet werden. Daneben mußten die DV-Kaufleute noch zwei Fertigkeitsprüfungen ablegen. Die erste bestand aus einer Codierübung. Drei Aufgaben sollten - in problemorientierter und in Assembler-Sprache - codiert werden. Dazu hatten die Prüflinge zwei Stunden Zeit. Bei der zweiten Fertigkeitsprüfung mußte ein Programm zum Drucken von Heizkostenrechnungen erstellt werden. Dafür waren drei Stunden eingeplant.

Zusätzlich zu der praktischen und der Kenntnisprüfung mußte noch eine mündliche Prüfung abgelegt werden. Sie soll - so im Berufsbild vorgesehen - aus Ergänzungen zum schriftlichen und praktischen Teil sowie aus Fragen bestehen, die sich aus betriebspraktischen Situationen oder aus dem Berichtsheft ergeben. hz

Informationen: Aufgabenstelle für kaufmännische Abschluß- und Zwischenprüfungen (AkA), Industrie- und Handelskammer Nürnberg