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22.07.1994

400 Millionen Dollar Gewinn fuer das zweite Quartal erwartet IBM: Anwender sehen Probleme im Service- und Vertriebsbereich

FRAMINGHAM (IDG) - Gestaerkt durch ein positives Quartalsergebnis, besuchte IBM-Chef Louis Gerstner eine Tagung der Guide-User-Group. In seiner Rede liess er jedoch die wichtigsten Anwenderfragen offen. Er nahm weder Stellung zur langfristigen Strategie der IBM, noch erklaerte er, wie sie trotz Tausender Entlassungen das Niveau von Vertrieb und Service halten will.

Analysten erwarten, dass die IBM Corp. das am 30. Juni beendete zweite Quartal des laufenden Geschaeftsjahres mit einem nachsteuerlichen Gewinn von rund 400 Millionen Dollar abschliessen kann. Allerdings rechnen sie aufgrund weiter fallender Mainframe- Preise und nur geringer Steigerungen im PC-Geschaeft weiterhin mit stagnierenden Umsaetzen des Herstellers.

Auf der Guide-Tagung in New York habe Gerstner ueber "die Probleme gesprochen, die der schnelle Technologiewechsel fuer den Kunden mit sich bringe. Ich wartete auf ein paar Antworten, habe aber keine bekommen", bedauert Guide-Mitglied Jerry Rappard. "Die IBM- Strategie ist mir immer noch nicht ganz klar", fuegt James Pitchell, IT-Chef der Southern New England Telephon Co. (SNET) hinzu. "Gerstner sagte, er wuerde uns dorthin bringen, wohin die Kunden wollen. Ich wuerde zu gern wissen, wo das ist." Auch die Aussage des IBM-Chefs, Big Blue habe die Chance, sich wieder bei Anwendern zu etablieren, die versuchten, Mainframes und Client- Server-Systeme zu kombinieren, haelt Pichell nicht fuer stichhaltig: "Denjenigen unter uns, die grosse Mainframes haben, konnte noch niemand sagen, wie wir dorthin kommen." Eines der Hauptprobleme sieht der IT-Manager in dem durch den personellen Aderlass hervorgerufenen niedrigeren Serviceniveau der IBM. "Die Zahl der fuer uns verantwortlichen Leute ist von zehn auf ein paar zusammengestrichen worden", berichtet er. "Um dieses Problem muss sich Gerstner kuemmern."

Die Tatsache, dass IBM den Verlust von Marktanteilen bisher nicht auffangen konnte und Profite in erster Linie durch Kostenabbau erzielt, schuert die Bedenken von Beobachtern: "Solange die Umsaetze nicht steigen, ist der Turnaround nicht geschafft", sagt David Wu, Analyst bei S.G. Warburg & Co., New York.