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08.01.1999 - 

45 Milliarden Dollar sind geboten

45 Milliarden Dollar sind geboten Bell Atlantic will Airtouch übernehmen

MÜNCHEN (CW) - Die US-TK-Gesellschaft Bell Atlantic plant den Mobilfunkbetreiber Airtouch Communications zu übernehmen. Rund 45 Milliarden Dollar wird die ursprünglich an der Ostküste tätige und durch Fusionen gewachsene Baby Bell für die Akquisition bereitstellen.

Airtouch wurde schon seit einiger Zeit als potentielles Übernahmeobjekt für Bell Atlantic gehandelt. Das Unternehmen ist nach AT&T der zweitgrößte US-Anbieter für Mobilfunkdienste und kooperiert mit Bell Atlantic bereits im Rahmen des Joint-ventures Primeco Personal Communications, das Handy-Dienste in Regionen anbietet, in denen keiner der Partner vertreten ist. Zudem sind beide Unternehmen am italienischen Mobilfunkdienst Omnitel beteiligt.

Bell Atlantic hat sich von einer regionalen TK-Gesellschaft zum schärfsten Konkurrenten von AT&T gemausert. Die Meilensteine auf diesem Weg waren die Übernahme der im Nachbargebiet aktiven Baby Bell Nynex im Jahr 1997 (für 23 Milliarden Dollar) und die im letzten Jahr angekündigte Fusion mit der GTE Corp. (Transaktionswert 52 Milliarden Dollar). Falls die Regulierungsbehörde der Hochzeit mit GTE ihren Segen erteilt, wäre das kombinierte Unternehmen größer als AT&T. Allerdings hat der größte US-Carrier soeben grünes Licht von den Kartellbehörden für die Übernahme des Kabel-TV-Anbieters TCI erhalten.

Die Akquisition von Airtouch hat für Bell Atlantic zwei Aspekte. Zum einen erweitert die einstige regionale TK-Gesellschaft ihre Aktivitäten in internationalen Märkten. So unterhält Airtouch Beteiligungen in Deutschland (34,8 Prozent an Mannesmann Mobilfunk) sowie in Ländern wie Schweden, Belgien, Spanien, Japan, Südkorea und Indien.

Der zweite Grund für die Übernahme ist in den heimischen Märkten zu finden. Airtouch muß sich der Angriffe von AT&T erwehren. Zudem kann AT&T aufgrund von Roaming-Vereinbarungen mit lokalen Netzbetreibern landesweites mobiles Telefonieren anbieten. Diesen Service haben die Mobilfunkdienste von Airtouch, Bell Atlantic und GTE nicht. Mit der Zusammenlegung der Netze ließen sich Betriebskosten senken, indem weniger Fremdleitungen angemietet und neue Dienste eingerichtet werden.