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24.10.1975 - 

Universität von Michigan bestellt Amdahl-Jumbo

470 V/6 löst IBM 370/168 ab

SAN FRANCISCO - Ein den IBM-370-Großsystemen in modernster LSI-Technologie nachgebauter Jumbo, Gene Amdahls 470 V/6, der in der internationalen Fachpresse schon mehrfach für Schlagzeilen sorgte, liefert erneut Gesprächsstoff: Nach zweimonatigen Tests und Echtarbeiten hat sich die Universität von Michigan endgültig dafür entschieden, daß die neue Maschine eine 370/168 ablösen soll, die im Rechenzentrum der Hochschule zur Zeit noch installiert ist. Das gab Al Emery, Finanzchef in der Universitäts-Verwaltung auf einem von der Computer Management Group (CMG) veranstalteten Anwender-Meeting bekannt das kürzlich in San Francisco stattfand.

"Die Probezeit war zu kurz um das, physisch kleine Großsystem in allen Einzelheiten kennenzulernen", berichtet Emery, "die Tests waren aber grünlich genug, uns den Eindruck zu vermitteln, daß die Amdahl-Anlage genau das leistet, was wir brauchen und zwar zum Preis unserer jetzigen Hardware. Sie ist mit Sicherheit erheblich schneller als die IBM 370/168, mit der wir sie verglichen, haben", fügte er hinzu.

Auf beiden Anlagen wurden genau die gleichen Jobs gefahren- rechenintensive wissenschaftliche Kalkulationen zur Bestimmung von, Kristallstrukturen. Dabei zeigte es sich, daß die Systemausnutzung - gemessen an der benötigten CPU-Zeit - bei der 470 V/6 gegenüber IBMs Spitzenmodell im Verhältnis 2:1 besser war. Die Tests liefen unter dem von der Michigan-Universität entwickelten Timesharing-Betriebssystem MTS (Michigan-Universität entwickelten Tiganze Reih von Meß- und Kontrollfunktionen enthält.

Mike Alexander, Senior Systems Research Programmer im Rechenzentrum der Universität, gab zu bedenken daß die Tests unter anderen Betriebssystemen sicher auch anderen Ergebnisse gebracht hätten und deshalb keineswegs repräsentativen Charakter haben.